Grundgesetz

Kinderschutzbund fordert Kinderrechte in der Verfassung

Aus dem Archiv: Schon 2007 forderten Verbände „Kinderrechte ins Grundgesetz“. Erfolg hatten sie nicht. Hier zu sehen ist eine Aktion vor dem Deutschen Bundestag in Berlin.

Aus dem Archiv: Schon 2007 forderten Verbände „Kinderrechte ins Grundgesetz“. Erfolg hatten sie nicht. Hier zu sehen ist eine Aktion vor dem Deutschen Bundestag in Berlin.

Foto: Rainer Jensen / dpa

Oberhausen.  Das Grundgesetz wird 70 Jahre alt. Grund für den Kinderschutzbund Oberhausen, einer langjährigen Forderung noch einmal Nachdruck zu verleihen.

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Zum 70. Jahrestag des Inkrafttretens des Grundgesetzes am 23. Mai 2019 fordert der Kinderschutzbund Oberhausen, dass die Kinderrechte in vollem Umfang in die Verfassung aufgenommen werden - mit sämtlichen Schutz-, Förder- und Beteiligungsrechten sowie dem Vorrang des Kindeswohls.

„Indem wir die Kinderrechte im Grundgesetz festschreiben, stärken wir die Rechtsposition von Kindern und Jugendlichen“, erklärt Sandra Ruhe vom Ortsverband Oberhausen. „Politik und Verwaltung müssten dann bei allen Entscheidungen, die Kinder und Jugendliche betreffen, prüfen, ob deren Interessen ausreichend berücksichtigt wurden und ihre Rechte gewahrt sind.“

„Die Seele der Demokratie ist nicht komplett“

Eine Arbeitsgruppe von Bund und Ländern will im Herbst einen Vorschlag vorlegen, wie Kinderrechte im Grundgesetz verankert werden sollen. Der Kinderschutzbund hat gemeinsam mit anderen im Aktionsbündnis „Kinderrechte ins Grundgesetz“ einen Formulierungsvorschlag vorgelegt. „Wenn Kinder und ihre Rechte fehlen, dann kommen Kinder lediglich als Rechtsobjekte und nicht als Rechtssubjekte in der Verfassung vor. Wenn die Verfassung die Seele unserer Demokratie ist, dann ist diese Seele ohne die Rechte der Kinder nicht komplett“, sagt Sandra Ruhe.

Der Kinderschutzbund hat es sich laut einer aktuellen Mitteilung zum Ziel gesetzt, mit vielfältigen Aktionen die Beteiligungsrechte von Kindern und Jugendlichen stärker bekannt zu machen und zu fördern. Der Verband spricht sich deshalb auch für eine Absenkung des Wahlalters auf 14 Jahre aus.

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