Street Beach Festival

Kaum Sommergefühle beim Street Beach Festival am Strand

Singin’ in the Rain? Den Schirm mussten die Besucher des „Street Beach Festivals“ in der Oberhausener City schon dabei haben.

Singin’ in the Rain? Den Schirm mussten die Besucher des „Street Beach Festivals“ in der Oberhausener City schon dabei haben.

Foto: Kerstin Bögeholz / FUNKE FotoServices

Oberhausen.  Schmuddelwetter sorgte beim Street Beach Festival in der Oberhausener Innenstadt für einen Regentanz. Hartgesottene feierten mit Schirm weiter.

Vor rund 25 Jahren besangen die deutschen Hip-Hop-Pioniere „Die fantastischen Vier“ in ihrem Song „Tag am Meer“ wohlige Strandgefühle. Beim zweiten Street Beach Festival hätte man dem Innenstadt-Sandstrand am Pfingstwochenende auch deutlich „mehr“ gewünscht. Wie schon im Vorjahr spielte das Wetter nicht mit. Gleich zu Beginn des viertägigen Sommer-Reigens auf dem Saporishja-Platz übernahm eine dichte Wolkendecke das Kommando, Besucher bleiben aus. Stürmischer Wind, Schmuddelalarm! Keine guten Zutaten für einen gemütlichen Tag am Innenstadt-Strand.

Dabei konnte man den Machern nicht vorwerfen, den Platz nicht zumindest optisch für andere Temperaturen gerüstet zu haben. Aufgestellte Palmen, eine luftige Cocktailbar, feiner Sand, der einen Teil des Geländes in einen Sandkasten verwandelte – dazu rahmten Schlemmerstände das Areal. Am Start-Freitag sorgte der Wind allerdings eher für fliegenden Sandkörner. Nur wenige Kiebitze schauten vorbei, obwohl am späten Abend Live-Musik angekündigt war. Eine Wattwanderung war dann doch nicht jedermanns Sache.

Cocktails an der Strandbar

Auch am Samstag wurde es nicht sonderlich besser. Wundertüten-Wetter und die Erkenntnis, dass es doch einige Hartgesottene gibt. Immerhin kleinere Grüppchen versammelten sich am frühen Abend zum Regentanz. Mit dem Schirm in der Hand ging es für einen Schwof auf die Tanzfläche. Singin’ in the Rain! Den Humor verloren sie auf dem Saporishja-Platz nicht.

„Eigentlich finde wir die Idee toll“, sagt die Besucherin Claudia Bäcker. Sie ist mit einigen Freundinnen zum „Street Beach Festival“ vorbeigekommen. Den Reißverschluss der Übergangsjacke hat sie bis ganz oben zugezogen. „Strand und Regenschirm passen einfach nicht zusammen. Am vergangenen Wochenende wäre es perfekt gewesen!“ Doch die knapp 30 Grad ließen sich nicht zurückzaubern. Folglich blieben viele Liegestühle leer, die an einem lauen Sommerabend eigentlich bestes Verweil-Stimmung verbreiten sollten. Gegen eine Neuauflage hätte Claudia Bäcker in der City nichts. „Bei der Musik-Sommer-Nacht sieht man ja, dass es auch in der Oberhausener Innenstadt richtig voll werden kann.“ Allerdings sei sie eher kurzfristig über den Termin des „Street Beach Festivals“ gestolpert. „Am Wetter kann man nichts machen. Aber für ein gutes Fest sollte man im Vorfeld schon mehr trommeln!“ Auch den Termin findet sie eher ungünstig. „Viele meiner Freunde fahren über Pfingsten weg.“

Am Sonntag wurde das Wetter besser, der Zuspruch allerdings nur etwas. Fans von Reggae-Musik kamen in den Abendstunden auf ihre Kosten. An der Strandbar mussten die Fans von fruchtigen Cocktails nicht lange warten. Gläser mit Schirmchen machten die Runde.

An den Sitzbänken verbesserten kleine Grüppchen von Freunden ihre Kenntnisse bei Cocktail-Witzen und es gab schier wissenschaftliche Erörterungen, ob denn nun das Mischgetränk „Tequilla Sunrise“ oder „Sex on the Beach“ besser zu einer Strandparty passt. Immerhin: Die Stimmung wurde hier heiter!

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