Kommentar

Katastrophale Entscheidung für den Tourismus-Standort

Redakteur Peter Szymaniak kommentiert die Situation der Musical-Entscheidung von Stage Entertainment.

Redakteur Peter Szymaniak kommentiert die Situation der Musical-Entscheidung von Stage Entertainment.

Foto: Gerd Wallhorn Gerd Bertelmann / funkegrafik nrw

Oberhausen.  Der Rückzug von Stage aus der Region ist katastrophal für den Tourismus-Standort Ruhrgebiet. Jetzt muss schnell gehandelt werden.

Dass sich Stage aus dem Ruhrgebiet zurückzieht und das Musical-Theater in Oberhausen trotz seiner idealen Lage am Centro nicht mehr dauerhaft bespielt, ist für die hochfliegenden Tourismus-Pläne des Ruhrgebiets fatal.

Wenn solche Groß-Musicals mit aufwändiger Bühnen-Produktion selbst in Ballungsgebieten wie Rhein-Ruhr nicht mehr Massen bewegen und unwirtschaftlich werden, kann man nur zweierlei machen: Tolle neue Ideen für attraktivere Stücke zu geringeren Kosten entwickeln oder andere originellere Betreiber ranlassen. Dass sich Stage keine Alternative für ihr eigenes Haus überlegt hat, ist unprofessionell.

Das Musical-Theater lässt sich kaum anders als mit Konzerten und Aufführungen nutzen. Sollte das Haus dauerhaft leer stehen, wäre es ein schwerer Schlag für die Stadt – speziell für die Hotelbranche. Musicalfans buchten gerne Tourpakete mit Musical und Übernachtungen. Sind jetzt auch Hotelinvestitionen wie der Luxusturm an der Marina in Gefahr?

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