Ruhrwerkstatt

Junge Leute lassen die Tafelgärten leuchten

Viele Gäste erschienen zum „Novemberleuchten“ in den Tafelgärten und kamen mit dem Ruhrwerkstatt-Team und den jungen Teilnehmern ins Gespräch.

Foto: Kerstin Bögeholz

Viele Gäste erschienen zum „Novemberleuchten“ in den Tafelgärten und kamen mit dem Ruhrwerkstatt-Team und den jungen Teilnehmern ins Gespräch. Foto: Kerstin Bögeholz

oberhausen.   Prasselndes Feuer, flackerndes Windlicht, knuspriges Stockbrot – stimmungsvolles Novemberleuchten beim Ruhrwerkstatt-Projekt am Max-Planck-Ring.

Das Außengelände der Ruhrwerkstatt am Max-Planck-Ring ist von Gewerbebetrieben und Verkehrsachsen wie der nahen Duisburger Straße umzingelt, bildet aber gleichwohl ein beinahe auf idyllische Weise abgeschlossenes Refugium: Hier lautete das Motto am Donnerstag „Novemberleuchten“. Was nach einer stimmungsvollen Open-Air-Party mit Punsch und Stockbrot klingt, hat einen durchaus ernsten Hintergrund.

Noch bis zum 31. Januar sind zehn junge Erwachsene damit betraut, die Gemüsegärten und Hochbeete unter fachkundiger gärtnerischer Anleitung zu bearbeiten und zu pflegen. Die Erträge daraus gehen an die Oberhausener Tafel, die damit bedürftige Menschen im Oberhausener Stadtgebiet unterstützt.

Die zuvor langzeitarbeitslosen jungen Teilnehmer dieser Arbeitsgelegenheit werden also nicht nur an einen regelmäßigen Tagesablauf herangeführt, sondern erfahren durch die Tätigkeit in den „Tafelgärten“ auch, dass sie anderen Menschen durch ihren eigenen, kontinuierlichen Einsatz helfen können.

Die Windlichter flatterten am Donnerstag entlang der Gartenwege und Hochbeete, das Holz prasselte in den Feuerstellen, und in den Beeten blinkten sogar einige noch nicht geerntete Salatköpfe in prächtigem Grün – die Gäste des „Novemberleuchtens“, darunter Vertreter von Oberhausener Tafel und Jobcenter, erlebten eine stimmungsvolle Atmosphäre und nahmen sich viel Zeit, um am Max-Planck-Ring vorbeizuschauen. Wem es zu windig und zu kalt wurde, der konnte sich in das beheizte Foliengewächshaus zurückziehen, das seit diesem Jahr hinter dem Gebäude am Rande der Tafelgärten steht.

Hilfe für die Tafel schon seit 2013

Die Ruhrwerkstatt hatte die Idee der „Tafelgärten“ schon im Jahr 2013. Seitdem wird hier alljährlich für die Tafel gegärtnert und gepflanzt. „Viele unserer Teilnehmer erleben so einen Einsatz des Säens und Erntens zum allerersten Mal“, berichten die Anleiterinnen Christiane Sandberg und Ute Bramkamp.

Die Sonderarbeitsgelegenheit „Tafelgärten u25“, mittlerweile in ihrem fünften Durchlauf, wird vom Oberhausener Jobcenter im Zuge der Gemeinwohlarbeit gefördert und soll möglichst auch in den nächsten Jahren weitergeführt werden. Josef Stemper vom Tafelteam zählte ebenfalls zu den Gästen am Max-Planck-Ring und lobte die Beteiligten: „Für uns ist die Ernte aus den Tafelgärten eine alljährliche, wertvolle Unterstützung.“

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