Mitbestimmung

Jugendliche sammeln Ideen für Oberhausener Südmarkt

Nach einer Begehung der Flächen tüfteln die Jugendlichen im Café Stay an den Ideen für die Jugendfreizeitfläche „Open Space“.

Nach einer Begehung der Flächen tüfteln die Jugendlichen im Café Stay an den Ideen für die Jugendfreizeitfläche „Open Space“.

Foto: Herbert Höltgen

Oberhausen.   Bei einem Workshop erarbeiten Jugendliche Vorschläge für ihre „Open Space“-Fläche. Sie wünschen sich eine Skaterstrecke und ein DJ-Pult.

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Jugendliche sollen im Oberhausener Süden aktiv ihre Freizeitflächen mitgestalten. Deshalb trafen sie sich am Samstag im Café Stay an der Lothringer Straße, um in Zusammenarbeit mit dem Stadtteilbüro Innenstadt und dem Planungsbüro DTP Landschaftsarchitekten Vorschläge zu erarbeiten. Zur Auswahl stehen der Styrumer Park an der Grenzstraße sowie der Südmarkt zwischen der Friedrich-Karl-Straße und der Gutenbergstraße.

Der Südmarkt werde bei der Auswahl favorisiert, wie Reiner Lorenz vom Projektteam sagt. „Der Platz bietet eine gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln“, sagt er.

Die Anlage bietet eine Menge Möglichkeiten

Luisa Schwips vom Oberhausener Jugendparlament fügt hinzu: „Die Anlage ist viel größer und bietet eine Menge Möglichkeiten. Außerdem liegt sie auf dem Präsentierteller und ist dadurch gut einsehbar.“ Ihr Parlamentskollege Gianni Virgallita sagt: „Der Südmarkt ist schon durch den Lifeline Truck bei Jugendlichen bekannt.“ Der „Lifeline Truck“ ist eine Art Jugendzentrum auf Rädern.

Die Nachwuchs-Politiker haben jede Menge Ideen für die Freifläche: Neben einer Skater- und BMX-Strecke sollen eine Tischtennisplatte, ein DJ-Pult mit Handyanschluss und ein Tanzpodest errichtet werden. Für das nötige Licht am Abend sollen Bodenleuchten sorgen. Elektrofahrräder (E-Bikes) sollen eigene Aufladestationen erhalten. Die Grünflächen sollen dabei auf jeden Fall erhalten werden. „Wir wollen keine Pflanzen weg nehmen, sondern vielmehr hinzufügen“, betonen beide. So könnte eine Ruhezone und Picknickmöglichkeit entstehen.

Die zehnjährige Laura Korcz hat ähnliche Ideen. Neben einem Fußballfeld soll auch ein Basketballplatz entstehen. Ein Picknickfeld und ein Wunschbaum sind in ihrer Planung vorgesehen. „Unbedingt soll auch eine Inlinerbahn entstehen“, sagt Laura. „Ich fahre selbst total gerne in meiner Freizeit.“

Ausreichend Mülleimer aufstellen

An mögliche Verschmutzungsprobleme durch Hunde und Scherben ist auch gedacht. Ausreichend Mülleimer sollen aufgestellt und den Hundebesitzern eine eigene Ecke des Südmarkts zur Verfügung gestellt werden.

Und warum favorisieren die jungen Oberhausener den Südmarkt? Der Styrumer Park sei schon zu sehr bebaut und zu klein, sagen die Jugendlichen. Am vorhandenen Bolzplatz an der Grenzstraße könnte nicht mehr viel verändert werden.

Nach dem Workshop überlegen die Architekten von DTP nun, was umgesetzt werden kann.

Die Gelder für die Planung und den Umbau sind bereits erteilt worden. „Das Projekt wird vom Land und vom Bund gefördert“, sagt Reiner Lorenz. „Rund 500 000 Euro kostet der Umbau.“ Das Projekt noch wird im Planungs- und Jugendhilfeausschuss besprochen.

So geht es nun weiter

Im nächsten Schritt werden die Anwohner nach Vorschlägen und Kritikpunkten befragt. Im Sommer folgt ein großer Meinungsaustausch mit Jugendlichen, Planern und Anwohnern.

Im Herbst sollen die Beschlüsse erteilt, Anfang 2018 soll mit den Bauarbeiten begonnen werden. Weitere Infos im Internet: openspace-ob.de

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