Schutz für Kinder

Jugendamt Oberhausen holt 292 Kinder aus ihren Familien

Das Jugendamt in Oberhausen musste im Jahr 2018 deutlich weniger Kinder aus ihren Familien nehmen.

Das Jugendamt in Oberhausen musste im Jahr 2018 deutlich weniger Kinder aus ihren Familien nehmen.

Foto: Nicolas Armer / picture alliance / Nicolas Armer/dpa

Oberhausen.  Ein erfreulicher Trend: Die Mitarbeiter des Jugendamtes in Oberhausen mussten 2018 deutlich weniger Kinder aus ihren Familien nehmen.

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Ein erfreulicher Trend für Oberhausen: Während im vergangenen Jahr 292 Kinder und Jugendliche vom Jugendamt aus ihren Familien geholt werden mussten, waren es 2017 noch 326. Aber auch landesweit sank die Anzahl der Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche. So nahmen die Jugendämter in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr 14 502 Kinder und Jugendliche in ihre Obhut.

Wie das Statistische Landesamt IT-NRW mitteilt, waren das immerhin 9,1 Prozent weniger als noch im Jahr zuvor (2017:15 951). Diese sogenannten Inobhutnahmen führen die Jugendämter durch, wenn ein sofortiges Handeln zum Schutz der Minderjährigen dringend erforderlich ist.

Deutlich weniger unbegleitete junge Flüchtlinge

IT-NRW führt diesen Rückgang vor allem auf die Abnahme der Anzahl unbegleiteter Einreisen aus dem Ausland zurück. Deren Zahl ging landesweit um 39,1 Prozent zurück: 2018 reisten 3257 Kinder und Jugendliche ohne Eltern aus dem Ausland ein (2017:5346). In Oberhausen sank diese Zahl von 46 im Jahr 2017 auf 31 im Jahr 2018.

55 Prozent der 2018 in Oberhausen unter den Schutz des Jugendamtes gestellten Kinder und Jugendlichen waren Minderjährige unter 14 Jahren (160); 45 Prozent (132) waren zwischen 14 und 17 Jahren. In der Mehrzahl handelte es sich um Mädchen (154).

239 Kinder waren akut gefährdet

Neben der unbegleiteten Einreise aus dem Ausland waren Überforderung der Eltern bzw. eines Elternteils (114) und Beziehungsprobleme der Eltern (17) die häufigsten Gründe für die Schutzmaßnahmen in unserer Stadt. Von den 292 Kindern und Jugendlichen in Oberhausen wurden 53 auf eigenen Wunsch durchgeführt, bei 239 Kindern aber lag eine akute Gefährdung vor. Weitere Informationen unter: https://www.it.nrw/node/96525/pdf

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