Straßenverkehr

Im Schnitt ein Unfall pro Woche an der Mülheimer Straße

Gilt als einer der Unfallschwerpunkte in Oberhausen: der Kreuzungsbereich zwischen der Mülheimer Straße und der Danziger Straße, hier gesehen in Richtung Norden.

Gilt als einer der Unfallschwerpunkte in Oberhausen: der Kreuzungsbereich zwischen der Mülheimer Straße und der Danziger Straße, hier gesehen in Richtung Norden.

Foto: Hans Blossey

Oberhausen.  Etwa 50 Mal im Jahr kracht es im Bereich Mülheimer Straße/Danziger Straße. Jetzt legt die Stadtverwaltung ein Konzept für mehr Sicherheit vor.

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55 000 Autos befahren im Durchschnitt jeden Tag die Mülheimer Straße. Etwa 50 Mal im Jahr, also jede Woche einmal, kracht es an der Kreuzung. Rund die Hälfte der Unfälle geschieht in der separaten Rechtsabbiegerspur von der Danziger Straße aus in Fahrtrichtung Norden. Die Stadtverwaltung hat jetzt in Zusammenarbeit mit der Universität Wuppertal eine neue Beschilderung/Markierung ausgearbeitet. Am 13. Juni wird sie der Bezirksvertretung Alt-Oberhausen vorgestellt.

Teuerste Maßnahme ist danach, dass in der Rechtsabbiegerspur eine neue Fußgängerampel aufgestellt wird. Sie soll einerseits Fußgängern das sichere Überqueren dieser Fahrspur von und zur gegenüberliegenden Dreiecksinsel ermöglichen, aber auch Auffahrunfälle in der Spur verhindern.

Rotlichtsündern auf der Spur

Weil es aber auch beim Rechtsabbiegen von der Mülheimer Straße in die Danziger Straße in Richtung Osten zu Unfällen kommt, wird der Geradeausverkehr auf der westlichen Danziger Straße vor der Kreuzung künftig anders geführt. Die rechte Fahrspur dort dient künftig nur noch für das Rechtsabbiegen in die südliche Mülheimer Straße. Geradeausfahrer auf der Danziger Straße in Richtung Osten müssen künftig die linke Fahrspur benutzen. Das bietet den Vorteil, dass die Rechtsabbieger aus der Mülheimer Straße die rechte Fahrspur der Danziger Straße für sich haben und sich dahinter in Ruhe einfädeln können.

Durchgezogene Linien verhindern künftig auf der Mülheimer Straße in Fahrtrichtung Norden im Kreuzungsbereich den Spurwechsel. Er gilt als ebenfalls unfallträchtig. Auf der Danziger Straße wird es die durchgezogenen Linien für Geradeausfahrer in beide Fahrtrichtungen geben.

110 Meter langer Rückstau

Durchschnittlich 110 Meter lang ist der Rückstau auf der unfallträchtigen Rechtsabbiegerspur der Danziger Straße in Fahrtrichtung Norden, jedenfalls in der Hauptverkehrszeit. Deshalb wird sie bis zur im Osten angrenzenden Busbucht verlängert. Umgekehrt kann die Linksabbiegerspur von der Danziger in die Mülheimer Straße in Richtung Süden auf 55 Meter verkürzt werden, da sie in der Spitzenstunde eine mittlere Rückstaulänge von 32 Metern aufweist.

Damit die Autofahrer auf den Unfallschwerpunkt Rechtsabbiegerspur künftig besser vorbereitet sind, warnen demnächst großflächige Verkehrsschilder davor. Ausserdem zeigt die neue Fußgängerampel künftig nicht mehr grünes Licht, wenn zugleich die Mülheimer Straße in Fahrtrichtung Nord „Grün“ hat. Vielmehr bekommen dann auch die Fußgänger für die Überquerung grünes Licht. Und weil die Experten bei ihren Ortsterminen auch noch waghalsige Wendemanöver auf der Mülheimer Straße im Kreuzungsbereich beobachtet haben, wird das Wenden aus Fahrtrichtung Norden in Zukunft durch ein Schild untersagt. Auch dadurch sollen Fußgänger und Radfahrer, die die Mülheimer Straße überqueren, bes­ser geschützt werden.

Zu den Auffälligkeiten gehörten bei den Ortsterminen auch noch Rotlicht-Verstöße. Deshalb prüft die Stadt, dort Überwachungskameras aufzustellen.

>>> Maßnahmenbündel kostet rund 50 000 Euro

64 Unfälle hat es nach Angaben der Stadtverwaltung 2015 auf der Kreuzung gegeben, 34 davon auf der Rechtsabbiegerspur östliche Danziger Straße in Richtung nördliche Mülheimer Straße. 2017 waren es 25 von 52 Unfällen.

Das Maßnahmenbündel soll rund 50 000 Euro kosten. Im Sommer werden die Arbeiten durchgeführt.

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