Karnevalszug

Hermann II. feiert als Sonnenprinz das Heimspiel in Alstaden

Prinz Hermann II. unterwegs - erst in Alstaden, dann in Vondern: Mehrere Tausend Narren zogen am frühen Rosenmontag zunächst beim Pöstertreck durch Oberhausen-Alstaden.

Foto: Kerstin Bögeholz

Prinz Hermann II. unterwegs - erst in Alstaden, dann in Vondern: Mehrere Tausend Narren zogen am frühen Rosenmontag zunächst beim Pöstertreck durch Oberhausen-Alstaden. Foto: Kerstin Bögeholz

Oberhausen-Alstaden.   Nach dem Schmuddelwetter strahlten in Alstaden Sonne und Gesichter. Der Pöstertreck lockte mit familiärem Charme. Heimspiel für den Stadtprinzen.

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Die Überraschung rieselte in der Nacht. Mancher Narr wurde am frühen Rosenmontag mit einem fein gepuderten Garten begrüßt — so auch in Alstaden. Trotzdem wird Stadtprinz Hermann II. (Buschmann) nicht als Schneeprinz in die Geschichte eingehen. Petrus bemühte sich beim Heimspiel des Regenten um Wiedergutmachung: Die Sonne strahlte. Die Gesichter der Jecken taten es ebenfalls.

Die Sache mit dem winterlichen Prinzentitel hätte allerdings ganz gut gepasst: Vor knapp 50 Jahren regierte schon einmal ein Alstadener die Narren: Hermann (I.) Kuß. Bis heute gilt Kuß als Schneeprinz, weil während seiner Regentschaft der Karnevalszug in der Stadtmitte nach einem starken Wintereinbruch sogar ausfallen musste.

Mehr als 20 Gruppen ziehen mit

Daran dachte in Alstaden natürlich keiner. „Hellauuuu...!“ Der Schlachtruf der Jecken holte selbst Spätaufsteher aus den Federn. Die närrischen Gastgeber der KG Grün-Rot Wagaschei verdeutlichten dies noch mit ihrer jecken Kanone, die auf einem närrischen Anhänger den Umzug seither anführt.

Klein, aber fein schlängelten sich die mehr als 20 Mottowagen, Fußgruppen und Musikkapellen von der Bebelstraße über den Kiwittenberg zur Alstadener Straße. Als beliebter Sammelpunkt diente den Jecken wieder der Fröbelplatz. Auch vor Kleine-Natrop schunkelten die Reihen dichter. Insgesamt machten mehrere Tausend Jecken mit.

Eine Alstadener Tradition ist es, in Vorgärten und angrenzenden Wohnzimmern eine karnevalistische Party zu feiern. Wie praktisch: Da fliegt die Kamelle gleich bis auf den Wohnzimmertisch. Die Parade von bunten Klebebonbons. Diese eignen sich auch gleich als Dekoration. Alstaden sieht bunt!

Die Jubiläumsgemeinschaft, die Alstadener Bären, jubelten in ihrem Gehege besonders laut. Das Kinderprinzenpaar Niklas I. und Joanna I., das Dreigestirn um Prinz Dubby I. verwandelten ihre Wagen in ein Sonnendeck. Der Blick an den Wegesrand verriet: Viele Familien machten bunt kostümiert mit. Kleine Löwen brüllten um die Wette. Mini-Marienkäfer flogen auf die von den Motivwagen regnenden Kamelle.

Für die Jecken, deren Kondition noch stark genug war, wartete später noch der Nachmittagsumzug jenseits des Kanals in Vondern. So macht Karneval doch Spaß!

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