SCHULPROJEKT

Gut getüftelt am Oberhausener Freiherr-vom-Stein-Gymnasium

Kleine Modelle großartig präsentiert: Schüler Ben Steinhauser mit Lehrerin Sabine Schmidt-Rosner und Tanja Lübbers; hinten Fynn, Daniel und Julius (von links).

Kleine Modelle großartig präsentiert: Schüler Ben Steinhauser mit Lehrerin Sabine Schmidt-Rosner und Tanja Lübbers; hinten Fynn, Daniel und Julius (von links).

Foto: Kerstin Bögeholz

OBERHAUSEN.   Hochschule unterstützt Informatiker am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Sterkrade. Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Projektarbeit vorgestellt.

Das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium hat jetzt seine Zusammenarbeit mit der Hochschule Ruhr West (HRW) auf dem Gebiet der Informatik in einer offiziellen Kooperationsvereinbarung besiegelt. Die Sterkrader Schule kann damit auf eine weitere, kontinuierliche Unterstützung durch das Hochschul-Team setzen.

Jetzt endete eine weitere, beachtliche Projektarbeit auf diesem Feld. Das HRW-Kompetenzzentrum „mint4u“ war an der Schule präsent und bereicherte in Zusammenarbeit mit dem zdi-Zentrum Bottrop („Zukunft durch Innovation“) den Informatik-Unterricht im Wahlpflichtbereich der Jahrgangsstufen 8 und 9.

Informatik wird am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium – neben weiteren Informatik-nahen Angeboten wie etwa dem Ingenieur-Unterricht – innerhalb der „Junior-Ingenieur-Akademie“ als ein eigenständiges Fach unterrichtet.

Projekt-Koordinatorin staunt über die Leistungen

Bei der Präsentation der jüngsten Projektergebnisse geriet „mint4u“-Koordinatorin Tanja Lübbers regelrecht ins Staunen: Die Sterkrader Schüler würden ja auf Erstsemester-Niveau arbeiten, lobte die Fachfrau sichtlich beeindruckt.

Zu sehen waren zum Beispiel Kräne, die aus Fischer-Technik zusammengesetzt waren und für die die Projektteilnehmer ein spezielles, digitales Steuerungsprogramm erarbeitet hatten. Dafür war in den letzten Monaten intensiv getüftelt worden, nicht nur in der Schule, sondern teils auch daheim.

Kreisende Kran-Ausleger und rotierende Raupenräder

Auf digitalem Weg ließen die jungen Programmierer Kran-Ausleger kreisen und ihre Modelle auf kleinen Raupenrädern rollen. Nicht immer klappte bei der Präsentation alles auf Anhieb, doch auch das gehört aus Sicht der Initiatoren zu einem umfassenden Projektablauf. Tanja Lübbers: „Wenn man nicht sofort zum Erfolg kommt, lernt man am meisten.“

Auch zahlreiche Lehrer nahmen an der jüngsten Projektpräsentation teil und ließen sich über Digitalelektronik, Messwert-Erfassung und Prozessdatenverarbeitung aus Schülerhand informieren.

Projekt-Engagement statt Klassenarbeit

Zum theoretischen Teil des Projektes zählte auch das Anfertigen einer umfassenden Projektmappe, in der die Sterkrader Gymnasiasten die einzelnen Teilschritte ihres Vorhabens darlegten – von der ersten Forschungs-Idee über den Problem-Aufriss bis zur Lösungsskizze.

Für die Schüler bedeutet die Teilnahme an der Projektarbeit übrigens nicht nur einen beachtlichen Erkenntnisgewinn, sondern sie hat auch eine durchaus angenehme Nebenwirkung: Das Projekt-Engagement ersetzt im Schuljahresverlauf die Teilnahme an einer Klassenarbeit.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben