Debatte um Gartengestaltung

Grünen-Fraktion will Steingärten in Oberhausen verbieten

Solcherart gestaltete Vorgärten soll es nach dem Willen der Grünen-Fraktion in Oberhausen künftig nicht mehr geben.

Solcherart gestaltete Vorgärten soll es nach dem Willen der Grünen-Fraktion in Oberhausen künftig nicht mehr geben.

Foto: Thomas Gödde

Oberhausen.   Zunehmend gestalten Hausbesitzer ihre Vorgärten mit Schotter oder Kies, weil’s pflegeleicht ist. Die Grünen wollen dies per Satzung verbieten.

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Steingärten in Oberhausen will die Ratsfraktion der Grünen den Kampf ansagen. Anfang 2019 werden die Kommunalpolitiker einen Antrag einbringen, der Schotter, Kies und Beton in Vorgärten künftig verhindern soll. „Massenhaft verschwinden Hecken und Grünflächen und werden durch ökologisch wertlose Kiesflächen ersetzt“, sagt Fraktionssprecher Andreas Blanke. „Wir schlagen daher vor, eine auf die Belange der Stadt Oberhausen abgestimmte Vorgartensatzung zu erlassen, die in Bebauungsplänen für neue Wohngebiete die Gartengestaltung mit Schotter, Kies und Split ausschließt.“ Ferner sollen Kriterien für eine anreizorientierte Gestaltung beziehungsweise Umgestaltung von Vorgärten erarbeitet werden.

Marienkäfer und Hummeln sucht man vergeblich

Nicht nur Vögel hätten bei dieser Gartenart das Nachsehen, auch Schmetterlinge, Marienkäfer, Bienen und Hummeln suche man in den verödeten Gärten vergeblich. Nicht zuletzt ist der Mensch betroffen: Kiesflächen heizten sich in der Sonne wesentlich stä̈rker auf als von Pflanzen beschatteter Erdboden. „Ein nicht unwesentlicher Faktor in Zeiten des Klimawandels mit zunehmend heißen Sommern“, so Andreas Blanke.

„Unsere Vorgä̈rten prä̈gen das Erscheinungsbild ganzer Wohnviertel und gehö̈ren damit zum Aushä̈ngeschild einer Stadt. Es kann demnach nur im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger sein, dieser Verö̈dung der Vorgä̈rten Einhalt zu gebieten“, erklärt der Grünen-Fraktionschef.

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