Prozess

Gericht spricht Oberhausener Rapper überraschend frei

Nicht mit 180 Stundenkilometern, wie auf diesem Symbolbild, aber immerhin mit 170 km/h soll der Cousin des Angeklagten über die Autobahn gebrettert sein.

Nicht mit 180 Stundenkilometern, wie auf diesem Symbolbild, aber immerhin mit 170 km/h soll der Cousin des Angeklagten über die Autobahn gebrettert sein.

Foto: Inga Kjer / dpa

Oberhausen.  Ein 30-jähriger Rapper aus Oberhausen war angeklagt, für seinen Cousin vor Gericht gelogen zu haben. Nun folgte ein überraschender Freispruch.

Mit einem überraschenden Freispruch endete vor dem Amtsgericht in Duisburg das Verfahren wegen uneidlicher Falschaussage gegen einen 30-jährigen Rapper aus Oberhausen. Laut Anklage hatte er im Februar 2018 an gleicher Stelle bei einem Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen seinen Cousin gelogen. Dieser wurde damals überführt, mit 170 Stundenkilometern über die Autobahn gerast zu sein.

Dass der Angeklagte seinen Cousin zu entlasten versucht hatte, stand am Ende des zweitägigen Verfahrens fest. Es blieben aber Zweifel, ob er dabei auch gelogen hatte. Denn die Polizisten verwickelten sich in Widersprüche, als sie die Vorfälle des Tattages schilderten. Das Auto war damals auf der A59 mit hoher Geschwindigkeit an ihnen vorbeigeschossen.

Mit 170 Stundenkilometern über die Autobahn

Das Gericht konnte auf Grundlage der Aussagen nicht mehr exakt rekonstruieren, wie sich die Verfolgungsjagd genau abgespielt hat. Der Strafrichter entschied im Zweifel für den Angeklagten. Er stellte aber klar, dass er damit nicht der Messung der Beamten misstraue und an eine Wiederaufnahme des Ordnungswidrigkeitenverfahrens niemand denken solle.

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