Neue Kirchenmusik

Geistliches Lied stellt große Fragen in Osterfeld

Der Komponist, Dirigent und Bandleader Gregor Linßen

Foto: Walter Fischer

Der Komponist, Dirigent und Bandleader Gregor Linßen Foto: Walter Fischer

OBERHAUSEN.   „Psalm 2016“ ist ein groß angelegtes Werk des Komponisten Gregor Linßen. Das Oratorium wird am 13. Mai in St. Pankratius Osterfeld aufgeführt.

Der Erfolg des Oberhausener Katholikentages motiviert zu weiteren Großtaten. Im Vorjahr zählte bereits ein bewegendes und begeisterndes Konzert mit dem in Kirchenkreisen wohlbekannten Komponisten Gregor Linßen zum Programm. Nun plant die katholische Stadtkirche für Mai 2017 die Aufführung des Werkes „Psalm 2016“ von und mit Gregor Linßen und seiner Band „Ami“.

Gregor Linßens Texte finden sich in der Frankfurter Bibliothek für zeitgenössische Lyrik. Der 50-Jährige gilt laut FAZ als „der zur Zeit bedeutendste Vertreter des Neuen Geistlichen Lieds”. Sein Oratorium „Psalm 2016“ wurde beim Deutschen Katholikentag in Leipzig uraufgeführt.

Wunsch nach verbindenden Ereignissen

„Wir wollen uns als katholische Kirche mit diesem musikalischem Highlight wichtigen Fragen der heutigen Zeit und der Entwicklung in Kirche und Gesellschaft stellen“, sagt Thomas Gäng, der Vorsitzende des Katholikenrates. Stadtdechant Dr. Peter Fabritz betont die übergreifende Wirkung dieses Konzertes: „Wir haben von der Erfahrung des Katholikentages her den Wunsch vieler Oberhausener nach solch verbindenden Ereignissen aufgenommen, damit die Gemeinden und Pfarreien sich stärker füreinander öffnen.“

Eingebettet wird dieses besondere Konzert in drei Veranstaltungen des katholischen Bildungswerkes. „Mit diesen thematisch ganz unterschiedlichen Abenden wollen wir Form und Inhalt des Konzertes aufgreifen und vertiefen“, so Peter Alferding,, der Leiter des Bildungswerkes. „Und ich kann versprechen, dass es spannend wird.“

Mit Choralschola „Jubilate Deo“

Das Oratorium „Psalm 2016“ wird am Samstag, 13. Mai, um 21 Uhr in der St. Pankratius-Kirche in Osterfeld aufgeführt. „Die ganze Gemeinde freut sich schon auf dieses besondere Ereignis“, weiß Propst Christoph Wichmann, „und wir werden um das Konzert herum den Besuchern einiges bieten.“

Die erste Begleitveranstaltung am Dienstag, 9. Mai, beschäftigt sich mit dem Buch der Psalmen. „Es ist das entscheidende Gebetbuch für das Volk Israel, für Jesus und die Apostel und für die Kirche bis heute“, so Peter Alferding. Die Referentin des Abends, Esther Brünenberg-Bußwolder, gibt eine Orientierung, um den Zugang zu den Psalmen zu erleichtern.

Am Mittwoch, 17. Mai, wird die musikalische Tradition der Psalmen aufgegriffen, die schon zu biblischen Zeiten gesungene Gebete waren. In der christlichen Tradition wurde das Psalmensingen zu außerordentlicher Blüte entwickelt, so in den Stundengebeten der Ordensleute und in Gottesdiensten. Der Abend will die Entfaltung der gesungenen Psalme von der Gregorianik bis zur Moderne nachzeichnen. Dabei werden einige Psalme durch die Choralschola „Jubilate Deo“ vorgetragen und auch die Teilnehmer zum Mitsingen eingeladen. Referent des Abends ist Wolfgang Koppen.

Den Abschluss der Reihe bildet am Montag, 22. Mai, ein Vortrag von Judith Stander: „So verschieden und doch so gleich – Judentum, Christentum, Islam.“ Peter Alferding erklärt: „Damit greifen wir gezielt den Inhalt des Oratoriums auf, in dem es um die Frage geht, in welchem Verhältnis die großen Religionen zueinander stehen.“

>>>> EIN GROSSER DES NEUEN GEISTLICHEN LIEDES

Karten für das Oratorium und die Begleitveranstaltungen können im katholischen Stadthaus und im Pfarrbüro St. Pankratius erworben werden. Karten kosten zwischen 10 und 20 Euro, mit freier Platzwahl innerhalb der Karten-Kategorie.

Komponist Gregor Linßen lebt und arbeitet als freier Tonmeister mit eigenem Studio und Verlag (Edition GL) in Neuss. Der 50-Jährige ist freiberuflicher Referent für Neues Geistliches Lied (NGL), bei Chorwochenenden und Werkwochen und war musikalischer Leiter für diverse diözesane Großprojekte und internationale Wallfahrten. Er schrieb 2005 die offizielle Weltjugendtagshymne „Venimus adorare eum“ und diverse Katholikentagslieder. Seine Oratorien wurden in Jerusalem, Assisi und Rom uraufgeführt.

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