Gemeine Raupen

Garten-Profis zeigen Alternativen zum gefährdeten Buchsbaum

Es gibt Alternativen zum Buchs, wie Ilex crenata in den Händen von Stephanie Kern (l.). Kollegin Iris Blotz (r.) zeigt Bloombux und Euonymus japonica.

Es gibt Alternativen zum Buchs, wie Ilex crenata in den Händen von Stephanie Kern (l.). Kollegin Iris Blotz (r.) zeigt Bloombux und Euonymus japonica.

Foto: Gerd Wallhorn

Oberhausen.   Der Buchsbaumzünsler macht dem immergrünen Buchsbaum zu schaffen. Doch es gibt Alternativen zu der beliebten Gartenpflanze. Experten geben Tipps.

Es ist ein lästiges Problem, das so manchen Hobby-Gärtner umtreibt: Ab einer Temperatur von 12 bis 15 Grad wird der Buchsbaumzünsler aktiv, erklärt Arndt Böllhoff vom Oberhausener Gebäudemanagement. Die bis zu fünf Zentimeter großen Raupen fressen zunächst die Blätter und befallen nach einiger Zeit auch Äste und Rinde des Buchsbaums.

Der Zünsler macht es einem nicht leicht, doch viele Gartenfreunde wollen ihre Buchsbaumhecke dennoch nicht missen. Es gibt aber geeignete Alternativen zum Buchs. Am ähnlichsten ist dem klassischen Buchsbaum nach Angaben von Tjarven Klein vom Oberhausener Gartencenter Dobirr-Blotz die japanische Stechpalme (Ilex crenata). Ein Unterschied sei kaum zu erkennen, doch geschmacklich scheinen sich die beiden Pflanzen zu unterscheiden. „Ilex-crenata-Sorten schmecken dem Zünsler nicht“, weiß Arndt Böllhoff.

Gut zu schneiden, schnell gewachsen

Tjarven Klein: „Eine Buchsbaum-Alternative sollte ein gutes Schnittverhalten aufweisen.“ So kann man sich den Baum nicht nur als Kugel in den Vorgarten stellen, sondern etwa auch als Pyramide. Arndt Böllhoff findet die Sorte „Dark Green“ besonders gut. Durch seine dichten Zweige eigne sich der Strauch besonders gut als Heckenpflanze. Doch auch als Kübel für den Vorgarten sei er optimal. „Wenn der Strauch einmal Fuß gefasst hat, dann wächst er schneller als der Buchsbaum und kann deshalb auch häufiger und besser zurechtgeschnitten werden“, sagt Böllhoff.

Auch über die Anschaffung eines portugiesischen Kirschlorbeers sollte man nach Rat von Tjarven Klein nachdenken. „Er hat ein relativ schmales Blatt und fällt durch sein leicht rotes Holz auf.“ Wer es etwas auffälliger mag, könnte mit der Glanzmispel „Little Red Robin“ glücklich werden. „Durch die leuchtend roten Blätter fällt die Mispel natürlich sehr ins Auge“, weiß Tjarven Klein über den Kleinstrauch.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben