Kultur

Galerie-Fans in Oberhausen gründen Freundeskreis

Ein beeindruckendes Ensemble bilden Galerie Ludwig und das kleine Schloss aus der Vorgelperspektive gesehen. Foto: Luftbild Hans Blossey

Ein beeindruckendes Ensemble bilden Galerie Ludwig und das kleine Schloss aus der Vorgelperspektive gesehen. Foto: Luftbild Hans Blossey

Foto: Hans Blossey

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Oberhausen. Stellen Sie sich vor, die Ludwig Galerie zu besuchen, sei für die Oberhausener genau so selbstverständlich wie ein Spaziergang im Tiergehege im Kaisergarten. Eine Utopie? Keineswegs. Eine gute Idee, finden die Mitglieder des frisch gegründeten Freundeskreises.

Sie sind bereit dafür etwas zu tun, dass die Fangemeinde zumindest wächst. Dass vor allem noch mehr junge Leute und Familien kommen, dass es für alle Altersgruppen noch mehr interessante Angebote gibt und dass das Kunst- und Kulturinteresse steigt. „Wir haben uns bewusst nicht Förderverein, sondern Freundeskreis genannt“, betont Jutta Kruft-Lohrengel.

Der Kreis war ihre Spontanidee, die umzusetzen sich andere, die gern die Ausstellungen besuchen, sofort bereit erklärten. Jutta Kruft-Lohrengel: „Es fanden sich schnell Gleichgesinnte. Ziel des Vereins ist die Förderung von Kunst und Kultur, die ideelle und materielle Unterstützung der Ludwig Galerie. Schwerpunkte sind die Erhaltung, Sammlung, Pflege und Präsentation von Kulturgut. Wir wollen beweisen, dass Museum nicht etwas Angestaubtes Altes ist, sondern frisch und lebendig.“

"Unterstützung ist immer eine gute Sache"

Galerie-Leiterin Christine Vogt freut sich über das Engagement und setzt auf einen Schneeballeffekt: „Unterstützung ist immer eine gute Sache“, sagt sie. „Ich erhoffe mir neue Anregungen fürs Haus und bin begeistert, dass die Anregung, den Verein zu gründen, aus der Bürgerschaft kam, die Bereitschaft, namentlich und personell für unser Haus einzustehen.“

„Viele Besucher haben Interesse daran, mehr zu tun als nur zu kommen, die Idee steckt an“, sagt Jutta Kruft-Lohrengel. Sie hat den Vorsitz des Vereins übernommen, der sich gestern zur ersten Mitgliederversammlung traf. Bewusst hielt man den Mitgliedsbeitrag klein. Für 35 Euro Jahresbeitrag ist man dabei, kann „zeigen, dass einem das Haus am Herzen liegt“, wie Christine Vogt es ausdrückt. Die Mitglieder werden zu allen Ausstellungseröffnungen und Sonderveranstaltungen persönlich eingeladen, erhalten ganzjährig freien Eintritt zu den Ausstellungen und auf Wunsch reservierte Karten für Exkursionen und Sonderprogramme.

Schüler, Studenten, Auszubildende, Schwerbehinderte zahlen nur 15 Euro, Familien sind mit 50 Euro im Jahr mit im Boot. „Sie werden Teil eines Netzwerkes Gleichgesinnter“, sagt die Freundeskreis-Vorsitzende. „Es macht total Spaß mitzumachen und etwas zu unterstützen, was sinnvoll ist“, sagt Anne Hennemann. Dass jede Generation willkommen ist im Club, betont Thomas Bersch. Man könne zum Beispiel Kontakt aufnehmen mit Seniorenheimen und Sonder-Besuche für Bewohner organisieren.

Mit einem Fest macht der Freundeskreis am 12. Juli auf seine Neugründung aufmerksam und stellt sich und seine Ziele vor.

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