Biefang

Froschfest wurde zum Ort der Begegnung

Auch Bundestagsabgeordneter Dirk Vöpel (l.) und Bürgermeisterin Elia Albrecht Mainz kamen zum Froschfest nach Biefang.

Auch Bundestagsabgeordneter Dirk Vöpel (l.) und Bürgermeisterin Elia Albrecht Mainz kamen zum Froschfest nach Biefang.

Foto: Gerd Wallhorn

Biefang.  In Biefang trafen sich Nachbarn zum Plauschen. Helmut Starosta, Vorsitzender der Interessengemeinschaft, stellte dabei seinen Nachfolger vor.

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Seit zehn Jahren ist der Frosch das Wahrzeichen des Ortes. Seit fünf Jahren feiert die Bürger-Interessen-Gemeinschaft Biefang (BIG) das jährliche Froschfest. Der Rathenauplatz war auch am Sonntag wieder Anziehungspunkt für die Menschen aus der Nachbarschaft.

„Wir wohnen nicht weit entfernt. Das Wetter ist schön. Da haben wir uns entschlossen, vorbei zu kommen“, sagte Rita Petry, die mit Ehemann Heinz am Nachmittag bei einem Getränk an einem der Tische saß: „Man trifft viele Leute, die man kennt. Das ist ja das Schöne an Biefang.“ Ein gefragter Mann war wieder Helmut Starosta, der Vorsitzende der BIG. Während die Besucher an Stehtischen vor den Ständen standen oder in der Mitte des Platzes saßen, um sich zu unterhalten, hatten er und rund 30 Helfer am Morgen für den Aufbau gesorgt und versorgten die Besucher mit Getränken, Gegrilltem oder vom großen Kuchenbuffet.

Nach einem ökumenischen Gottesdienst im evangelischen Gemeindehaus startete das Fest. Starosta konnte dazu unter anderem Alt-OB Klaus Wehling begrüßen. Der BIG-Vorsitzende ist übrigens dabei, einen Nachfolger für sich aufzubauen. „Es wird einen langsamen Übergang auf Jörg Schröer geben“, kündigte der 77-Jährige an. Schröer ist bereits Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Sterkrade-Süd.

Mit Hilfe von Sponsoren standen für eine Tombola rund 50 Preise bereit. „Der Hauptgewinn ist ein Zeppelinflug übers Ruhrgebiet im Wert von 350 Euro“, berichtete Helmut Starosta. Überhaupt betonte er die gute Zusammenarbeit mit Nachbarn wie der Emschergenossenschaft oder dem Chemieunternehmen Oxea und mit Sponsoren wie der Sparkasse.

Dank an Sponsoren und Spender

Schließlich sei es nur mit Spenden und Verkaufserlösen möglich, das Biefang-Bewusstsein am Leben zu halten. Stolz zeigte der Vorsitzende auf die neuen Edelstahl-Tafeln vor dem Rathenauplatz. Sie erläutern, warum der Frosch das Wahrzeichen des Ortes ist. Und um überhaupt auf dem Platz feiern zu können, sei es erst nötig gewesen, ihn vor ein paar Jahren mit Rasengittersteinen zu befestigen. Das habe man mit der Stadt erledigt.

„Normalerweise betreiben wir deshalb alle Stände selbst“, berichtete der BIG-Chef. In diesem Jahr gab es zwei Ausnahmen: Die Emschergenossenschaft informierte über ihre Baustelle an der Kurfürstenstraße. Und Birgita Trzeczak, frühere Leiterin der König­schule, warb mit ihrem Pavillon für den von ihr ins Leben gerufenen Verein Togo-Projekte. Zusammen mit einer Mitstreiterin verkaufte sie Handarbeiten, Konfitüre und Trödel für den guten Zweck: „Ich habe dort schon vier Kindergärten gebaut. Mit 1000 Euro kann man das Dach eines Kindergartens decken lassen.“

>>> Biefang wird erstmals 1281 urkundlich erwähnt

Biefang hat auf 1,3 Quadratkilometern rund 2800 Einwohner. Erstmals urkundlich erwähnt wurde es 1281, als Mechthild von Holten dem Kloster in Sterkrade dort Grundbesitz stiftete.

Der Frosch kommt ins Biefanger Wappen, weil bis zur Industrialisierung Sümpfe und ihre Bewohner das Dorf umgaben.

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