Leseaktion

„Freunde fürs Leben“ ist das Motto der Lesestadt Oberhausen

Freuen sich auf die Lesestadt: v.l. Oberbürgermeister Daniel Schranz, Wilhelm Kurze (Literarische Gesellschaft), Gesa Reisz (Volkshochschule), Desbina Kallinikidou (Büro für Interkultur), Jens Niemeier (Bildungsbüro), Günter Lippke (Kommunales Integrationszentrum) und Sabine Schulze (Stadtbibliothek).

Freuen sich auf die Lesestadt: v.l. Oberbürgermeister Daniel Schranz, Wilhelm Kurze (Literarische Gesellschaft), Gesa Reisz (Volkshochschule), Desbina Kallinikidou (Büro für Interkultur), Jens Niemeier (Bildungsbüro), Günter Lippke (Kommunales Integrationszentrum) und Sabine Schulze (Stadtbibliothek).

Foto: Stadt

Oberhausen.   Für die Leseaktion am 16. November werden Vereine und Einrichtungen gesucht, die sich beteiligen möchten. Die Anmeldung ist ab sofort möglich.

„Am 10. Mai 1933 begannen die Nazis in zahlreichen deutschen Universitäten Tausende von Büchern zusammen zu karren und auf öffentlichen Plätzen zu verbrennen“. Es gibt einen Grund, warum Oberbürgermeister Daniel Schranz an dieses schreckliche Ereignis erinnert. Damals waren auch Werke von Kurt Tucholsky und Erich Kästner dabei, die vor allem Kindern und Jugendlichen bekannt sind. Umso wichtiger, dass das Lesen aktiv in den Städten gefördert wird. Am 16. November wird Oberhausen deshalb wieder zur „Lesestadt“. An diesem Tag dreht sich alles um Bücher, ums Lesen und Vorlesen. Hierfür werden wieder Vereine und Einrichtungen aus Oberhausen gesucht, die sich aktiv mit einer Aktion beteiligen möchten.

„Freunde fürs Leben“

In diesem Jahr lautet das Motto: Freunde fürs Leben. Es waren eben jene Bücher wie die von Kästner, die den Wert und die Bedeutung von Freundschaft vermittelten. Klassiker wie „Emil und die Detektive“ und „Das fliegende Klassenzimmer“ sind nur einige prominente Beispiele. „Viele davon hätten Kinder, die in der Nazi-Zeit aufwuchsen, nicht lesen dürfen“, ruft Schranz in Erinnerung. Die Möglichkeiten, lesen zu können sind für ihn keine Selbstverständlichkeiten. Die Teilnahme an der Lesestadt Oberhausen ist deshalb eine Herzensangelegenheit für Schranz: „Lesen fördert Fantasie, lässt Großes klein und Kleines groß erscheinen – lesen macht Spaß“.

Liebe, Toleranz, Respekt und Hilfe sind nur einige Schlüsselbegriffe, um die sich die Leseaktion drehen soll. Zahlreiche exemplarische Werke sollen entsprechende Geschichten und Anekdoten erzählen.

Aktive Beteiligung erwünscht

Damit die „Lesestadt“ Oberhausen funktionieren kann, benötigt es eine aktive Beteiligung der Bürger. Die Literarische Gesellschaft Oberhausen, in Kooperation mit der Stadt, ruft daher Bildungs- und Kultureinrichtungen, Schulen, ausbildende Betriebe und sämtliche Institutionen mit leseinteressierte Menschen auf, sich mit einer eigenen Aktion zu beteiligen und so die Lesestadt zu unterstützen. Auch Lesungen in einer anderen Muttersprache begrüßen die Organisatoren, da so die Sprachvielfalt der Stadt betont werden kann. Teilnehmende Gruppen werden mit ihrer Veranstaltung auf der Internetseite der Stadt (www.oberhausen.de) in einem Katalog frühzeitig publiziert.

>>> Info: Anmeldung in der Stadtbibliothek

Wer Interesse hat sich zu beteiligen, oder weitere Fragen zur Lesestadt hat, der kann sich bei Sabine Schulze in der Stadtbibliothek (Langemarkstraße 19) melden: 825-2604. Alternativ kann auch eine E-Mail an sabine.schulze@oberhausen.de geschickt werden.

Das Anmeldeformular kann unter www.oberhausen.de heruntergeladen werden.

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