Semesterstart

Freie Universität in Oberhausen arbeitet mit 3D-Druckern

Mit der Semester-Auftaktparty ging am Freitagabend die Freie Universität im Supermarkt der Ideen an den Start.   Foto:Stark 

Mit der Semester-Auftaktparty ging am Freitagabend die Freie Universität im Supermarkt der Ideen an den Start.   Foto:Stark 

OBERHAUSEN.   Mit dem Motto „Mut im Revier“ startet die Freie Uni ins Semester. Seminare in fünf Themenbereichen stehen zur Auswahl – für jeden, der Lust hat.

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Oberhausen ist die einzige Großstadt im Westen, die keine Hochschule hat? Das war gestern. Mit der Semester-Auftaktparty ging am Freitagabend die Freie Universität im Supermarkt der Ideen an den Start. Ihr Alleinstellungsmerkmal: Jede und jeder kann hier studieren und sich beteiligen, einziges Kriterium für die Zulassung ist das Interesse, dabei zu sein.

Das Motto „Mut im Revier“ eint alle fünf Fakultäten und ihre Angebote. Ziel ist es, etwas zu bewegen, sich gemeinsam mit anderen mit Themen zu befassen, die mit Oberhausen und dem Revier zu tun haben. Durchgeführt wird die Freie Universität vom Verein Kultur im Turm (Kitev), der dafür im Rahmen des Programms Soziale Stadt Projektgelder vom Bund erhält.

Fünf Themenbereiche

„Kreative Ideen, die sich umsetzen lassen“, kommentierte Kulturdezernent Apostolos Tsalastras in einem Grußwort bei der Auftakt-Veranstaltung das Angebot. „Das ist eine fantastische Entwicklung, die Uni kann auf meine Unterstützung bauen.“ In 500-facher Auflage liegt das gedruckte Vorlesungsverzeichnis nun vor, erhältlich ähnlich wie das VHS-Programm im Bert-Brecht-Haus, in den Rathäusern oder in Cafés, Läden, den soziokulturellen Zentren oder auch in Kneipen. Online lässt es sich auch aufrufen: mutimrevier.de.

Zu den fünf Themenbereichen „Heimat und Vielfalt“, „Leben und Besitzen“, „Sport und Bier“, „Moppern im Quartier“ und „Gott und die Welt“ sind sehr unterschiedliche Angebote entstanden. Sie wollen herausfinden, wer die Stadt ist, wem sie gehört, was sie bewegt, wie sie klingt und was sie denkt.

Da begegnen sich Alt-Oberhausener und Zugereiste, da spüren Frauen starken Frauen nach, die in Oberhausen Spuren hinterließen oder hinterlassen, planen eine weibliche Stadtführung und trainieren ganz nebenbei selbst Gestik, Mimik und Ausdrucksfähigkeit.

Da gibt’s ein Urban-Gardening-Seminar, Straßenkunst in Theorie und Praxis sowie die Chance, sich mit 3D-Druck zu beschäftigen. Da lädt ein Seminar Fußball-Nostalgiker, -Kritiker und –Interessierte ein, sich mit der Fankultur im Revier zu befassen, da geht’s um Frauenfußball und Sportliche bekommen Gelegenheit, Fußball auf einem dreiseitigen Feld zu spielen.

Zum Thema Gott und die Welt wird ein Debattierclub entstehen, im Integrationskurs werden Ideologien, Religionen und politische Positionen in Frage gestellt.

„Damit das auch einladend für alle klingt, die noch nie im Leben etwas mit Uni, Fakultäten oder Seminaren zu tun hatten, könnte man die Freie Uni auch Multiuniversität nennen“, sagte Olufemi Atibioke, der zusammen mit Ole-Kristian Heyer zum Thema Moppern ein Seminar anbietet, das Leute einlädt, die sich für Sprache, Vielfalt und Fotografie interessieren. Die Einschreibefrist endet am 5. April. Alle Seminare und Angebote sind kostenlos. Am 12. Juli endet das Semester mit einer Abschlussfete.

>>> EINSCHREIBEN PER MAIL ODER TELEFON

Beratungen zur Seminarwahl finden montags bis freitags von 10 bis 22 Uhr statt: 0157-70462721. Unter dieser Nummer kann man sich auch anmelden. Einschreiben können sich Interessenten auch per E-Mail an uni@kitev.de.
(www.mutimrevier.de) wird während des Semesters laufend aktualisiert.

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