Brandstiftung

Oberhausen: Mordkommission ermittelt nach Wohnungsbrand

Bei dem Brand an der Langemarkstraße in Oberhausen hat die Feuerwehr mehrere Bewohner aus den oberen Etagen des Mehrfamilienhauses gerettet. Vier Menschen wurden verletzt, einer davon schwer.

Bei dem Brand an der Langemarkstraße in Oberhausen hat die Feuerwehr mehrere Bewohner aus den oberen Etagen des Mehrfamilienhauses gerettet. Vier Menschen wurden verletzt, einer davon schwer.

Foto: ANC News

Oberhausen.  Bei einem Brand im Europahaus in Oberhausen sind vier Menschen verletzt worden. Wegen möglicher Brandstiftung ermittelt eine Mordkommission.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Im Europahaus in der Oberhausener Innenstadt hat es in der Nacht zum Freitag ein Feuer mit vier Verletzten gegeben. Gegen 22.40 Uhr hatten Anwohner den Notruf gewählt und einen möglichen Wohnungseinbruch an der Langemarkstraße gemeldet, sagte ein Polizeisprecher am Freitagmorgen.

Wenig später habe es in der fünften Etage gebrannt und mehrere Unbekannte hätten „fluchtartig“ das Haus verlassen – so schilderten es Anwohner den Oberhausener Beamten. Betroffen ist der Gebäudeteil des Europahauses, der zur Langemarkstraße hin liegt. Wegen der Größe und Schwere des Falls hat das Dezernat für Brand- und Kapitaldelikte bei der Essener Polizei die Ermittlungen übernommen. Auch wenn bei dem Brand kein Mensch zu Tode gekommen ist: Wenn es sich tatsächlich um schwere Brandstiftung gehandelt hat, dann habe die „Gefahr bestanden, dass Menschen hätten sterben können“, so ein Sprecher der Essener Polizeibehörde. In einem solchen Fall wird eine Mordkommission eingerichtet.

Feuerwehr rettet drei Bewohner - zwei Männer und eine Frau verletzt

Als die Feuerwehr am späten Donnerstagabend eintraf, hatten Polizisten die Etagen unterhalb der Brandwohnung bereits evakuiert, Feuerwehrleute retteten schließlich drei Personen aus den oberen Etagen. Ein Mann (36) erlitt bei dem Feuer lebensgefährliche Verbrennungen und eine Rauchgasvergiftung, drei weitere Personen, 29, 34 und 60 Jahre alt, trugen ebenfalls Rauchgasvergiftungen davon.

Das Haus war nach Abschluss der Löscharbeiten zunächst unbewohnbar. Ein Bewohner wurde in einer Notunterkunft untergebracht, so ein Stadtsprecher, die anderen seien bei Freunden, Verwandten und Bekannten untergekommen. Am Freitag inspizierten Brandschutzsachverständige die Wohnung im fünften Stock, in der es gebrannt hat. Diese und auch die darunter liegende Wohnung, die durch Löschwasser beschädigt ist, sind bis auf weiteres nicht bewohnbar.

Bitte um Hinweise - Polizei schließt Brandstiftung nicht aus

Eine Fahndung nach den Unbekannten verlief bislang ergebnislos, es soll sich bei diesen laut Polizei um eine drei- bis fünfköpfige Gruppe Männer gehandelt haben, alle dunkel gekleidet. Zudem trugen sie Kapuzen.

Derzeit laufen die Ermittlungen, werden Zeugen und auch die Brandopfer, so weit es geht, vernommen. Die Polizei ruft dringend dazu auf, dass sich Zeugen der Geschehnisse in der Brandnacht melden oder auch solche, die sachdienliche Hinweise zu den Hintergründen geben können.

Diese können sich an die Polizei Oberhausen unter 0208-8260 oder per Mail an poststelle.oberhausen@polizei.nrw.de wenden oder sich bei der zentralen Vermittlung der Essener Polizei melden: 0201-8290.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben