Konzertkarten

Fans von Helene Fischer ärgern sich über Schwarzmarkt-Wucher

Helene Fischer gastiert im Februar bei fünf Konzerten in der 12.000 Fans fassenden König-Pilsener-Arena in Oberhausen.

Foto: Ralf Rottmann

Helene Fischer gastiert im Februar bei fünf Konzerten in der 12.000 Fans fassenden König-Pilsener-Arena in Oberhausen. Foto: Ralf Rottmann

OBERHAUSEN.   Fünf Konzerte von Helene Fischer in Oberhausen sind fast ausverkauft. Dubiose Händler bieten Tickets auf dem Schwarzmarkt an - mit hohen Risiken.

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Helene Fischer bezaubert die Schlagerwelt — und während Skeptiker ungläubig mit dem Kopf schütteln, singen Anhänger Loblieber auf die schwer angesagte Sängerin. Für die Tickets ihrer laufenden Tournee ziehen Fans atemlos durch die Nacht. Auch in Oberhausen bleiben die Fischer-Chöre nicht stumm, ab dem 20. Februar 2018 kommt die 33-Jährige zu fünf (!) aufeinander folgenden Konzerten in die König-Pilsener-Arena. Einmalig in der 20-jährigen Historie der Halle.

Konzerte nahezu ausverkauft

Soweit, so heiter. Denn momentan ärgern sich Fans über horrende Ticketpreise, die Anbieter in Auktionshäusern im Internet für die Oberhausener Konzerte aufrufen.

Dabei gibt es bei den regulären Kartenhändlern wie Eventim und Ticketmaster noch Karten zu kaufen. Das Problem: Dabei handelt es sich um Restkarten. Derzeit sind oftmals nur noch Einzelplätze frei. Wer mit einer Gruppe die Show sehen möchte, würde in die Röhre schauen. Alle fünf Konzerte in der 12.000 Fans fassenden Oberhausener Arena sind nahezu ausverkauft.

Also schlägt die Stunde von dubiosen Anbietern in Ticketbörsen, die für Helene Fischer in Oberhausen bis zu wahnwitzige 280 Euro pro Karte aufrufen. Zum Vergleich: Die regulären Tickets kosten zwischen 50 und 110 Euro. Gerade kurz vor Weihnachten suchen Fans aber noch händeringend nach Oberhausener Helene-Karten. Und öffnen dafür weit das Portemonnaie. „Das sind Wahnsinnspreise, aber was will man machen...“, schreibt ein Fischer-Anhänger in einem Fanforum. Doch gerade von der Abzocke in Börsen raten Veranstalter und Konzert-Halle eindringlich ab und verweisen auf autorisierte Verkaufsstellen. „Die König-Pilsener-Arena warnt dringlich vor Ticketkäufen auf dem Schwarzmarkt“, sagt Sprecher Florian Wels. Gegen fliegende Karten-Händler vor den Toren der Halle würde der Ordnungsdienst vorgehen.

Tickets werden am Eingang gescannt

Nicht nur die hohen Preise sind für Konzertgänger ärgerlich. Es besteht auch das Risiko, trotz des an den Schwarzhändler gezahlten Wucherpreises, letztlich kein einziges Lied von Helene Fischer hören zu können. Tickets mit einem elektronisch lesbaren Strichcode werden an der Eingangstür gescannt. Hat ein dubioser Händler das Ticket nun mehrfach verkauft, gibt es zwangsläufig ein böses Erwachen. Nur wer als erster mit dem Ticket die Halle betritt, erhält Einlass. Da E-Tickets mitunter nur aus einem am heimischen Computer ausgedruckten Dokument bestehen, sind Mehrfachverkäufe für Betrüger nicht sonderlich schwierig.

„Manchmal werden auch einfache Karten auf dem Schwarzmarkt als höherwertige Tickets mit vermeintlichen Zusatzleistungen angeboten“, erläutert Wels. Dann gibt es die böse Überraschung, wenn das angepriesene Meet-and-Greet gar nicht zum Ticket gehört.

>>> NUR EIN TAG PAUSE BEIM KONZERT-MARATHON

Helene Fischer wird in der Arena fünf Konzerte spielen. Die Termine: Dienstag, 20. Februar, Mittwoch, 21. Februar, Freitag, 23. Februar, Samstag, 24. Februar, und Sonntag, 25. Februar 2018. Am Donnerstag legt die Sängerin in Oberhausen eine Pause ein.

Neben ihren Songs gibt es artistische Einlagen, die vom Cirque du Soleil entwickelt wurden.

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