Theater-Gastronomie

Falstaff Oberhausen wechselt Betreiber – und die Biermarke

Die Oberhausener Theater-Gastronomie Falstaff hat einen neuen Betreiber. Die Gäste von „Falstaff meets Sissi & Franz“ können an der Ebertstraße zukünftig auch das österreichische Stiegl-Bier kosten.

Die Oberhausener Theater-Gastronomie Falstaff hat einen neuen Betreiber. Die Gäste von „Falstaff meets Sissi & Franz“ können an der Ebertstraße zukünftig auch das österreichische Stiegl-Bier kosten.

Foto: Kerstin Bögeholz / FUNKE FotoServices

Oberhausen.  Ein Osterfelder aus Österreich übernimmt die Theater-Gastronomie Falstaff in Oberhausen. Auch ein exotisches Bier soll bald aus dem Hahn fließen.

Die bekannte Theater-Gastronomie Falstaff hat einen neuen Betreiber. Ohne großes Getöse hat der Gastronom Siegi Tiefenbrunner bereits Anfang Oktober die Räumlichkeiten an der Ebertstraße übernommen. Damit tritt der 55-Jährige die Nachfolge von Hajo Sommers an, der sich künftig stärker auf das Ebertbad und externe Gastronomie-Aufträge konzentriert. Dass der Wechsel bisher eher still und leise über die Bühne ging, hat einen Grund: Tiefenbrunner hat noch viel vor.

Falstaff verheiratet Bodenständigkeit aus dem Revier mit Wiener Schick

Schritt für Schritt möchte der gebürtige Österreicher im Theaterviertel eine Hochzeit zwischen dem Alpenland und dem Ruhrgebiet vollziehen. Unter dem neuen Namen „Falstaff meets Sissi & Franz“ sollen Bodenständigkeit aus dem Revier und Wiener Schick aufeinandertreffen. Tiefenbrunner selbst bezeichnet seine gastronomische Idee als „Gourmet-Bistro“. Ein Lokal, in dem später ein echtes Wienerschnitzel mit Kalbfleisch und Tafelspitz auf der Karte steht, aber ebenso an der Theke locker ein Bier getrunken werden kann. Auch österreichische Kaffeehaus-Klassiker von Julius Meinl und passende Weine soll es geben. Bei der frischen Küche möchte Tiefenbrunner mit regionalen Lieferanten zusammenarbeiten.

Sowohl beim Inventar und der Dekoration als auch in der Speisekarte soll sich bald kräftig etwas ändern. Kronleuchter unter der Decke, Kerzenständer auf den Tischen und neue Bilder an den Wänden – das Ambiente spielt in den Planungen von Tiefenbrunner eine gewichtige Rolle.

Dass so etwas nicht über Nacht geschieht, klingt daher logisch. „Der Betrieb läuft wie gewohnt weiter und wir setzen die Neuerungen schrittweise um.“ Eine bereits sichtbare und schmeckbare Veränderung gibt es am Zapfhahn.

Falstaff serviert König Pilsener – und künftig auch „Stiegl Goldbräu“

Veltins aus dem Sauerland wird nicht mehr ausgeschenkt, dafür landet ab sofort wieder König Pilsener aus Duisburg in den Gläsern. Eine zusätzliche Biermarke klingt für die Ohren von Revierbürger vielleicht exotisch, ergibt aber beim deutsch-österreichischen Konzept durchaus Sinn. Das „Stiegl Goldbräu“ aus Salzburg soll bald zusätzlich in die Kehlen der Gäste fließen – die passenden Gläser sind bereits bestellt.

Dass sich wieder ein Revier-Bier im Angebot des Falstaff befindet, ist nicht rein zufällig, denn Siegi Tiefenbrunner arbeitete in frühen Jahren in der Gastronomie-Leitung der Arena Oberhausen, die heute als König-Pilsener-Arena die Konzertbesucher neben dem Centro Oberhausen anzieht. Der Gastronom besitzt zwar noch den österreichischen Pass, sieht sich aber als Osterfelder. Die Liebe führte ihn einst ins Revier. Der gelernte Koch lebt seit Jahrzehnten im Osten der Stadt und sammelte als Geschäftsführer in der Catering-Branche und als Event-Manager über viele Jahre Erfahrung.

Falstaff möchte den Biergarten zur Straße gemütlicher gestalten

Bis letztlich alle Änderungen bei „Falstaff meets Sissi & Franz“ sichtbar sind, werden noch einige Wochen vergehen. Eine weitere Idee besteht darin, den kleinen Biergarten vor dem Eingang des Lokals gemütlicher zu gestalten und vom Gehweg und der Ebertstraße deutlicher abzugrenzen.

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