Bühne

Falstaff in Oberhausen bietet ab März offene Bühne an

Das Falstaff bietet oben im Saal eine offene Bühne an (im Bild Bühnenleitung Marcus Isola.)

Foto: Jörg Schimmel

Das Falstaff bietet oben im Saal eine offene Bühne an (im Bild Bühnenleitung Marcus Isola.) Foto: Jörg Schimmel

Oberhausen.   Die Theaterkneipe Falstaff wird zur offenen Bühne. Hajo Sommers stellt einmal im Monat den Saal zur Verfügung. Einen Probelauf gab es bereits.

Können Sie Klavier spielen? Singen? Womöglich einen Kopfstand? Und wollten Sie Ihre besonderen Fähigkeiten immer schon einmal auf einer Bühne vorführen? Dann bietet sich künftig dazu eine gute Gelegenheit. Das Falstaff eröffnet eine offene Bühne. „Frei nach dem Motto – alles kann, nichts muss“, wie Falstaff-Chef Hajo Sommers erklärt.

Ein Klavier steht parat

Als freie Bühne wird der große Raum in der ersten Etage genutzt. So haben die Gäste in der Gaststätte die Möglichkeit, mal zu schauen, was da oben so alles passiert. Dieser Raum für etwa 60 Leute war es auch, der Sommers auf die Idee brachte. „Es bot sich einfach an“, sagt er. Es ist ein Versuch, denn weder im Ebertbad noch im Falstaff hat es bislang eine freie Bühne gegeben.

„Es darf jeder kommen, der etwas macht, was er gerne einmal vorführen möchte“, verdeutlicht Sommers. Ein Klavier und ein bisschen Technik stünden zur Verfügung. Um die Gäste kümmern sich die beiden Mitarbeiter des Hauses, Achim und Clint. Sie helfen auch beim Aufbau von Musikanlagen. Also so ganz allein stehen die Akteure vor ihrem Auftritt nicht da. „Was nicht geht, sind Bands“, schränkt Sommers ein. Dafür fehle einfach der Platz. Aber Duos, selbst Trios seien kein Problem.

Ein heimlicher Probedurchlauf

Dann verrät Sommers, dass sie heimlich schon einen Probedurchlauf hatten. Eine erste freie Bühne, die mit 40 Gästen gleich sehr gut besucht war. Allerdings standen da auch solche Zugpferde wie der Oberhausener Kabarettist Matthias Reuter sowie der Schauspieler und Sänger Jürgen Sarkiss auf der Bühne. Eigentlich sollte das bis zum Auftritt ein Geheimnis bleiben, hatte sich dann über Facebook aber doch verbreitet.

Fest steht jedenfalls, dass die Leute, die auf der freien Bühne ihre Kunst darbieten, zuvor nicht bekannt gegeben werden. „Wer kommt, der kommt“, sagt Sommers. So könnten auch professionelle oder semi-professionelle Künstler darunter sein.

Künstler müssen sich anmelden

Anmelden müssen sich die Akteure aber schon. Damit es keinen Stau gibt. Sommers sagt, Interessenten sollten einfach mal vorbeikommen oder sich über die Homepage anmelden auf der Internetseite „falstaff-oberhausen.de“.

Auf der Seite der Gaststätte heißt es so schön: „Nein, wir spielen in unserer Kneipe kein richtiges Theater, das machen die Kollegen im Stadttheater und im Kleinkunsttempel Ebertbad gleich nebenan.Wir heißen nur Theaterkneipe, weil wir zum Theater Oberhausen sowohl räumlich als auch gefühlsmäßig gehören.“

Eine Prise Theater bekommt das Falstaff jetzt also doch ab. Der Eintritt an den Kleinkunstabenden ist frei. Die Künstler erhalten auch keine Gage. Dafür dürfen sie ihre durstigen Kehlen mit einem Freigetränk versorgen.

Der erste offizielle Kleinkunstabend findet am 3. März statt. Danach sind weitere Auftritte verborgener oder bekannter Talente immer an einem Samstag im Monat geplant – für die Zuschauer ist es jedes Mal eine Überraschung.

>>> INFO: Kneipe „Falstaff“ hat eine recht lange Tradition

  • Die Theaterkneipe des Stadttheaters Oberhausen Falstaff existiert seit 1958. Das Falstaff wird seit Jahrzehnten von Hajo Sommers betrieben – bis auf eine kurze Unterbrechung. Sir John Falstaff ist eine Figur des Schriftstellers William Shakespeare. Falstaff galt als dicker raufsüchtiger Soldat und als Genießer.

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