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Ein mutiges Versprechen für das finanzschwache Oberhausen

Im Rathaus an der Schwartzstraße in Oberhausen haben sich die Mitarbeiter der Kämmerei die Köpfe heiß gerechnet.

Foto: Ulla Emig

Im Rathaus an der Schwartzstraße in Oberhausen haben sich die Mitarbeiter der Kämmerei die Köpfe heiß gerechnet. Foto: Ulla Emig

OBERHAUSEN.   Die Grundsteuer B könnte im Jahr 2019 erhöht werden. Damit würde der Oberbürgermeister sein Wahlsprechen brechen. Ein Kommentar von Denise Ludwig

Da war dieses Versprechen im Wahlkampf 2015: Der CDU-Kandidat Daniel Schranz, Wahlsieger und heutiger Oberbürgermeister, versprach, die Steuern nicht zu erhöhen, sie am liebsten noch zu senken. Eine schon damals mutige Aussage für das so finanziell gebeutelte Oberhausen.

Für das kommende Jahr 2018 scheint die Erhöhung der Grundsteuer B noch so gerade eben vom Tisch zu sein, wenngleich es ein rechnerischer Kraftakt gewesen sein muss. Doch Kämmerer Apostolos Tsalastras – der damalige OB-Kandidat für die SPD im erwähnten Wahlkampf – hält sich ein Hintertürchen offen: Vielleicht kommt die Steuererhöhung 2019. Dann könnte sie für einen großen Aufschrei sorgen – je nachdem, ob die Steuer um 35 Prozentpunkte oder um 95 Prozentpunkte steigt.

Eine Erhöhung der Grundsteuer trifft nicht nur Eigenheimbesitzer, sondern in der Regel auch die Mieter, weil die Eigentümer die steigenden Kosten durchreichen. Erst gestern berichtete die NRZ auf der Titelseite, dass die Wohnungslosigkeit in NRW zunimmt. Vor allem für Menschen mit wenig Geld wird es immer schwieriger, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Eine Erhöhung der Grundsteuer B ist gewiss keine Hilfe für dieses Problem.

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