SPD-PARTEITAG

Dirk Vöpel mit 90,6 Prozent als Parteichef wiedergewählt

159 Delegierte stimmten beim Unterbezirks-Parteitag im Haus Union über die Vorstandspositionen ab.

Foto: Wallhorn

159 Delegierte stimmten beim Unterbezirks-Parteitag im Haus Union über die Vorstandspositionen ab. Foto: Wallhorn

Oberhausen.  Der Unterbezirksvorsitzende der Oberhausener Sozialdemokraten erklärt in seiner Rede: „Künftig gilt Basis statt basta!“

Die Sozialdemokraten in Oberhausen wollen ihren Erneuerungsprozess konsequent fortsetzen. Das erklärte der im Amt wiedergewählte Parteichef Dirk Vöpel am Montagabend beim Unterbezirksparteitag der SPD im Haus Union.

Dirk Vöpel wurde mit 90,57 Prozent der Delegiertenstimmen als Unterbezirksvorsitzender bestätigt; 144 von 159 Stimmen entfielen auf ihn (zum Vergleich: 2016 gab es ein „Ja“ von 79 Prozent).

Der Bundestagsabgeordnete aus dem Ortsverein West kann mit diesem starken Votum im Rücken den innerparteilichen Reformprozess fortsetzen und formulierte dabei in seiner Rede klare Eckpunkte: „Basis statt basta“ – „Basis statt Hinterzimmer“ – daran werde sich die Parteiarbeit künftig sowohl bei der Themendebatte als auch bei der Kandidatenaufstellung orientieren.

SPD als die Oberhausen-Partei

Dirk Vöpel, bei der Bundestagswahl im September 2017 zum zweiten Mal direkt ins Berliner Parlament gewählt, sieht die Partei auf einem guten Weg. Mit vier Themenforen zu Arbeit und Soziales, Stadtentwicklung, zu Kultur und Bildung habe man seit 2016 neue, konstruktive Kontakte zur Basis und zu den Oberhausener Bürgern geknüpft. In diesem Sinne werde man weiterarbeiten.

„Wenn wir Kommunalwahlen in Oberhausen erfolgreich gestalten wollen, müssen uns die Menschen die Lösung ihrer Probleme zutrauen“, sagte Dirk Vöpel zudem mit Blick auf das gar nicht mehr so ferne Wahljahr 2020. Und: „Wir müssen die Wahrnehmung der Menschen, dass wir die Oberhausen-Partei sind, wieder beflügeln.“

Vöpel will Potenzial der Parteibasis besser nutzen

Rund 1600 Mitglieder zählt der SPD-Unterbezirk derzeit. Eine Zahl, die Vöpel in seiner Rede ebenfalls aufgriff: „Das ist ein riesiges Potenzial“, rief der Unterbezirkschef den 159 Delegierten zu. Es gelte, dieses Wissens-Potenzial der Parteibasis zu heben. „Bisher haben wir das noch viel zu sehr brach liegen lassen.“

Klare Mehrheiten erhielten auch die weiteren Bewerber für den Unterbezirksvorstand: Sonja Bongers aus dem SPD-Ortsverein West wurde mit 95,6 Prozent der Delegiertenstimmen als Stellvertreterin bestätigt; Jörg Schröer (Ortsverein Sterkrade-Süd) kam mit einem Votum von 72,33 Prozent der Delegiertenstimmen wieder ins Amt des Stellvertreters. Mit 99 Prozent wurde Olaf Rabsilber (Ortsverein Alsfeld/Holten) als Schatzmeister gewählt.

Mit deutlicher Zustimmung von bis zu 80,5 Prozent wurden auf dem Parteitag auch die 13 Beisitzer ernannt: Helmut Brodrick, Ursula Dorroch, Imke Halbauer, Denise Horn, Maximilian Janetzki, Sandra Jungmaier, Thorsten Kamps, Nicole Kenzer, Gudrun Lange, Jochen Richter, Axel Scherer, Anja Schröer und Kai Wesely.

>>> Drei Anträge mit großer Mehrheit angenommen

Drei Anträge wurden mit großer Mehrheit angenommen. Die SPD spricht sich dafür aus, mögliche Trassen für eine Straßenbahnlinie 105 zu prüfen (Verbindung zu Essen; Antrag des Ortsvereins Mitte); zudem unterstützt sie einen kostenlosen öffentlichen Nahverkehr für Schüler (Antrag aus dem Ortsverein Mitte) und die Forderung nach mehr Pfandringen an Abfallbehältern (Antrag der Jusos).

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