Autobahn

Die Sanierung der A 516 in Oberhausen verzögert sich

Straßenbau NRW plant umfangreiche Erhaltungsmaßnahmen an der Autobahn 516 in Oberhausen.

Straßenbau NRW plant umfangreiche Erhaltungsmaßnahmen an der Autobahn 516 in Oberhausen.

Foto: Blossey

Oberhausen.   Brücken sollen erneuert, Lärmschutz ausgebaut verbessert werden Der Bund hat den ersten Entwurf von Straßenbau NRW nicht genehmigt.

Für die Sanierung der Autobahn 516 hat sich der Landesbetrieb Straßen NRW einige Ziele gesetzt: Brücken sollen erneuert, Lärmschutz ausgebaut, die Streckenentwässerung verbessert werden. Die Arbeiten sollten Anfang 2019 beginnen. Doch der Start der Baumaßnahmen verzögert sich, wie Projektleiterin Anne Höckber auf Anfrage der NRZ mitteilt.

Den ersten Entwurf für die Erhaltungsmaßnahmen, der im Mai diesen Jahres vorgelegt wurde, hat der Bund abgelehnt. Nach einem Ortstermin im Sommer sei klar gewesen, dass für den Entwurf keine finanziellen Mittel bereitgestellt werden. Eine weitere Begründung gibt es von Straßen NRW dazu nicht. Anfang des kommenden Jahres soll dem Bund ein überarbeiteter Entwurf vorgelegt werden.

Brücken weisen Defizite auf

Auslöser für die Sanierungsarbeiten zwischen der Anschlussstelle Eisenheim und dem Autobahnkreuz Oberhausen sind vor allem die Brücken, die über die Teutoburger sowie die Alsfeldstraße führen. Bei der Überprüfung dieser Brücken seien dem Betrieb altersbedingte Defizite aufgefallen, die nach Angaben von Straßen NRW allerdings keine akute Gefahr darstellen. „Derzeit wird in NRW die Tragfähigkeit der Brücken an Autobahnen und Bundesstraßen mit Hilfe zeitgemäßer Rechenmodelle überprüft“, erklärt Höckber.

Langfristig sei es jedoch fraglich, ob die Abschnitte dem Verkehrsaufkommen gerecht werden. „Darum ist es erforderlich, die Brücken mittelfristig zu erneuern“, betont Höckber.

Ein weiterer Punkt im Entwurf ist die Lärmsanierung in Fahrtrichtung Nord. Diese soll auf einer Strecke von einem Kilometer erfolgen. Anschließend sei geplant, den Lärmschutz auf der kompletten Länge der Autobahn instand zu setzen.

Im Zuge dieser geplanten Baumaßnahmen sind von Straßen NRW weitere sanierungsbedürftige Punkte der Autobahn überprüft worden.

Daraufhin wurde der Entwurf um mehrere Punkte erweitert. So sollen bei Baubeginn auch die restlichen Brücken der A 516 saniert werden. Darüber hinaus sei nach Angaben von Höckber geplant, die Stützwände, die Fahrbahndecke, die Streckenentwässerung sowie die Schutzeinrichtungen auszubessern: „Auf diese Weise soll im Rahmen einer Baumaßnahme die bestehende A 516 fit für die Zukunft gemacht werden“, erklärt die Projektleiterin.

>>> Info: An diesen Straßen steht Gehölzpflege an

Seit dem 1. Oktober läuft auf den Bundesfern- und Landesstraßen in NRW wieder die Gehölzpflegesaison. Auch Oberhausen ist nach Angaben von Straßen NRW von den Arbeiten betroffen: An der L215 auf Höhe der Buschhausener Straße sind zwischen der A42 Anschlussstelle Oberhausen-Buschhausen und der Bahnunterführung diverse Gehölzpflegearbeiten geplant.

Die Maßnahmen an der L215 seien jedoch „frühestens für Mitte Februar vorgesehen“, erklärt Peter Beiske, Pressesprecher der Regionalniederlassung Ruhr. Während der Gehölzpflege werde es „kurzfristige Einschränkungen“ für den Verkehr geben.

Auch auf Höhe der Verbindungsrampe von der A3 auf die A42 in Richtung Dortmund sollten in dieser Saison Arbeiten durchgeführt werden. Laut Beiske werde dort aber entgegen dem ursprünglichen Plan in den kommenden Monaten nicht geschnitten. „Der Streckenabschnitt wurde allerdings für die Saison 2019/20 vorgemerkt“, erklärt Beiske.

Die alljährlichen Arbeiten an den Bundesfern- und Landesstraßen sind nach Angaben von Straßen NRW wichtig, um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten. Die Bäume und Sträucher dienen als Blend- und Windschutz und halten mit ihren Wurzeln die Böschung zusammen.

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