Kommentar

Die Oberhausener Polizei gehört ins Polizeipräsidium

WAZ-Redakteur Peter Szymaniak kommentiert die Überlegung der Oberhausener Polizei, das alte Polizeipräsidium am Friedensplatz in der Oberhausener Innenstadt nicht mehr zu nutzen.

WAZ-Redakteur Peter Szymaniak kommentiert die Überlegung der Oberhausener Polizei, das alte Polizeipräsidium am Friedensplatz in der Oberhausener Innenstadt nicht mehr zu nutzen.

Foto: Gerd Bertelmann

Oberhausen.   Die seit über sieben Jahren andauernde Baustellenzeit im Oberhausener Polizeipräsidium zerrt an den Nerven. Die Polizei überlegt Alternativen.

Die Drohung der Oberhausener Polizei, nicht mehr zurück an ihren Traditionssitz zu ziehen, wenn der Landesbetrieb BLB keine anständigen Mietverträge vorlegt, sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Die Drohung ist zwar auch taktisch motiviert, um den offenbar recht hartnäckigen BLB in die Schranken zu weisen, doch die Lage ist ernst: Die Polizei kann sich günstigere Alternativen suchen, die polizeifachlich vielleicht sogar besser geeignet sind als das zwar stadtgeschichtlich wertvolle, aber arbeitstechnisch aus der Zeit gefallene Gebäude am Friedensplatz.

Jetzt gilt es, alle Kräfte zu vereinen: Die Polizei gehört ins Polizeipräsidium, alles andere wäre geschichtsvergessen und würde mit einem Dauer-Leerstand der Innenstadt einen nachhaltigen Schaden zufügen.

Eine Lösung muss möglich sein, schließlich sind beide, BLB und Innenministerium, Landesinstitutionen. Notfalls muss Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) die Streithähne befrieden.

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