Splitterpartei

Die Kleinpartei „Die Violetten“ ist volljährig geworden

Geburtstagsfeier im kleinen Stadtbüro von „Die Violetten“ an der Langemarkstraße 14. Vorne rechts die Bundesvorsitzende Irene Garcia Garcia aus Regensburg.

Geburtstagsfeier im kleinen Stadtbüro von „Die Violetten“ an der Langemarkstraße 14. Vorne rechts die Bundesvorsitzende Irene Garcia Garcia aus Regensburg.

Foto: Kerstin Bögeholz

Oberhausen.   Die kleine Bundespartei „Die Violetten“ besteht seit 18 Jahren. Ihr Deutschland-Sitz ist zur Zeit in Oberhausen. Nun feierte sie hier Geburtstag.

Es geht gedrängt zu im kleinen Ladenlokal im Europahaus am Sonntagnachmittag, dem Stadtbüro des Kreisverbandes von „Die Violetten“. Sie hat zur Geburtstagsfeier eingeladen. Vor 18 Jahren wurde die Bundespartei gegründet. Über 20 Mitglieder und Freunde sind gekommen.

Eine eher spirituelle Ausrichtung

Sie finden kaum Platz in dem kleinen Ladenlokal, wo ein Kuchenbüfett aufgebaut ist. Bundesvorsitzende Irene Garcia Garcia aus Regensburg ist da, ebenso mehrere Landesvorsitzende. Schließlich ist Oberhausen zur Zeit Sitz von Bundes- und Landesgeschäftsstelle der kleinen Partei. Denn die Eheleute Karin und Rainer Schäfer aus Lirich sind Landes- bzw. Bundessekretäre. Danach aber richtet sich der Sitz der jeweiligen Geschäftsstelle. Bei den Schäfers ist das ihre Wohnung.

Erfolg hat die Partei nicht gerade. 2176 Erststimmen hat sie bei der letzten Bundestagswahl bekommen. Nur in acht von 299 Wahlkreisen war sie angetreten. Bei der hiesigen Oberbürgermeisterwahl 2015 bekam ihre Kandidatin Claudia Wädlich aber beachtliche 1,1 Prozent.

Wahlerfolge scheinen auch gar nicht das vorrangige Ziel zu sein. „Wir wollten bei unserer Gründung im Jahre 2001 Menschen mit ganzheitlicher Weltsicht eine politische Plattform geben“, erzählt die Bundesvorsitzende. Für sich selbst verantwortlich sein, dabei aber die Folgen des eigenen Handelns für andere bedenken, das sei die Basis. „Ich finde das Programm toll, das bedingungslose Grundeinkommen etwa“, sagt Karin Schäfer. Für Politik habe sie sich nie interessiert. Aber der Versuch, Menschlichkeit und Gerechtigkeit ohne Konkurrenzkämpfe und Übervorteilung zu erreichen, sei das Engagement wert.

So unterstützen „Die Violetten“ Projekte wie die Menschenrettung im Mittelmeer oder ein Öko-Projekt wie die „Essbare Stadt“.

„Violett ist eine spirituelle Farbe, die Farbe mit den höchsten Schwingungen“, sagt Karin Schäfer, die ausgebildete Heilpraktikerin ist. Einige Mitglieder tragen violette Hemden, Garcia Garcia einen violetten Blazer. Dass sie ihre Haare violett gefärbt hat, sei ein Zufall, gibt Melody Hartung (20) aus Sterkrade an. Die junge Frau ist Anwärterin auf die Mitgliedschaft. Sie fühlt sich vom menschlichen Klima hier angezogen.

>>>INFO: Die Violetten in Oberhausen

480 Mitglieder hat die Bundespartei, 28 sind es im Kreisverband Oberhausen. Der Kreisverband hält samstags, 11 bis 13 Uhr, an der Langemarkstraße 14 seine Bürgersprechstunde ab und an jedem ersten Donnerstag im Monat um 19.30 Uhr in „Haus Union“ an der Schenkendorfstraße einen Stammtisch.

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