Ein Grund zum Feiern

Die Drillinge Helena, Ella und Hannah mischen das EKO auf

Noch werden die Drillinge Helena, Ella und Hannah im Evangelischen Krankenhaus Oberhausen versorgt. Doch schon bald dürfen sie zu ihren Eltern nach Hause..

Noch werden die Drillinge Helena, Ella und Hannah im Evangelischen Krankenhaus Oberhausen versorgt. Doch schon bald dürfen sie zu ihren Eltern nach Hause..

Foto: EKO

Oberhausen.  Mehrlingsgeburten sind auch für die Experten im Evangelischen Krankenhaus etwas Besonderes. Umso größer ist die Freude, dass alles glückte.

Das war für alle eine ganz besondere Geburt: Die Drillinge Helena, Ella und Hannah sind in der 32. Schwangerschaftswoche im Evangelischen Krankenhaus Oberhausen (EKO) auf die Welt gekommen – gesund und mit einem Geburtsgewicht von jeweils rund 1800 Gramm.

„Zum Glück sind es Mädchen geworden“, sagt Mutter Ramona Moze lachend. „Bei Jungen wäre uns die Namensfindung schwerer gefallen.“ Auch sonst machen es die Drillinge ihren Eltern Ramona und Andreas Moze gerade leicht. „Mit Helena, der ältesten, habe ich direkt nach der Geburt kurz kuscheln können“, freut sich Ramona Moze.

Das EKO ist zwar als Perinatalzentrum Level I auf Früh- und Risikogeburten spezialisiert und mit der Twin Clinic auch auf Mehrlingsschwangerschaften ausgerichtet. Dennoch bleibt die Geburt von Drillingen auch für das Team immer etwas Besonderes. „Wir freuen uns sehr, dass sich alle drei so gut entwickeln“, sagt Dr. Hassan Issa, neuer Chefarzt der Klinik für Kinder und Jugendliche, der bei der Geburt dabei war.

Erst auf die Kinderintensivstation

Direkt nach der Geburt waren die Mädchen erst einmal auf der Kinderintensivstation, zwei von ihnen benötigten für kurze Zeit eine Atemhilfe. „Aber wir konnten sie schon nach einer Woche auf die normale Kinderstation verlegen.“ Die Kinder atmen nun selbstständig, trinken gut und legten bereits an Gewicht zu.

https://www.waz.de/staedte/duisburg/wie-sich-drillinge-als-extreme-fruehchen-ins-leben-kaempften-id227171073.htmlDie Drillinge seien am 4. Juni mit einem geplanten Kaiserschnitt auf die Welt gekommen. Sie seien zu der Zeit bereits recht groß und die Schwangerschaft für die Mutter sehr beschwerlich gewesen. „Gemeinsam mit den Gynäkologen und den Eltern haben wir entschieden, sie zu holen“, sagt Oberärztin Dr. Antje Stockmann. Die Kinderärzte und Gynäkologen müssten dabei immer individuell die gesundheitlichen Risiken für Mutter und Kinder abwägen. „Wir warten mit der Geburt so lange wie möglich, damit die Kinder sich im Bauch der Mutter gut entwickeln können“, erklärt Raphael Canitz, Leitender Oberarzt der Klinik für Geburtshilfe.

Entspannte Atmosphäre im Kreißsaal

„Im Kreißsaal war eine so entspannte Atmosphäre, alles war gut organisiert, das war toll“, erinnert sich Andreas Moze. Jeden Tag sind Ramona und Andreas Moze nun bei ihren Kindern, versorgen sie und kuscheln mit ihnen. „Wir sind ein eingespieltes Team und es klappt super“, sagt die Mutter. Das ist auch gut so, denn zuhause hat das Paar drei weitere Kinder. „Erst dachten wir, es werden Zwillinge, da haben wir uns sehr gefreut“, sagt Ramona Moze, deren ältere Schwestern Zwillinge sind. „Und als es dann hieß, es sind drei, da dachte ich nur: Eins mehr oder weniger, das macht den Kohl auch nicht fett.“

Ramona und Andreas Moze hoffen nun, dass sie in zwei bis drei Wochen mit ihren drei Kindern nach Hause können. Sorgen wegen des neuen Alltags mit sechs Kindern machen sie sich nicht. „Da sind wir ganz entspannt.“

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