Bibliothek

Der neue Zocker-Pädagoge in der Sterkrader Bibliothek

Erwartet die Kinder zum Zocken und Betreuen: Der angehende Erzieher Raphael Josupeit ist die neue Honorarkraft für elektronische Spiele in der Bibliothek Sterkrade. 

Foto: Michael Dahlke

Erwartet die Kinder zum Zocken und Betreuen: Der angehende Erzieher Raphael Josupeit ist die neue Honorarkraft für elektronische Spiele in der Bibliothek Sterkrade.  Foto: Michael Dahlke

OBERHAUSEN.   Raphael Josupeit ist neue Honorarkraft für Gaming in Oberhausen-Sterkrade. Er betreut jeden Mittwoch ab 15 Uhr Kinder, die spielen wollen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Seit November war die Stelle unbesetzt, nun hat das „Spielfeld“ der Stadtbibliothek Sterkrade wieder einen Pädagogen: Raphael Josupeit ist seit Mitte Mai die neue Honorarkraft in der Gaming-Ecke. Er kümmert sich mittwochs von 15 bis 18 Uhr um die Kinder, die sich an den Konsolen zum Zocken treffen und neue Spiele ausprobieren.

Raphael Josupeit ist 29 Jahre alt und absolviert eine Ausbildung zum Erzieher. Aufmerksam auf den Job wurde er durch eine Bekannte, die einen Flyer in der Stadtteilbibliothek sah. Das Interesse war sofort da, ein Anruf bei Leiterin Monika Altena – schon war der Termin für ein Bewerbungsgespräch gemacht. „Der Rest ging dann ganz schnell“, sagt Hans-Joachim Mattheis, Leiter des Zentralservice im Bert-Brecht-Haus. „Ich konnte mir nicht vorstellen, warum die Stelle so lange unbesetzt war und dass man Leute für zocken und Kinderbetreuung bezahlt“, ist Raphael Josupeit überrascht. „Ich habe jetzt auch ein ganz anderes Bild von Bibliotheken.“ Kein Wunder, bei der großen Auswahl von aktuellen Medien in der modernen Bibliothek an der Wilhelmstraße.

Stammgäste warten schon am Eingang

Josupeit’s Bereich umfasst Unmengen an PC- und Konsolenspielen. Jeden Mittwoch ab 15 Uhr empfängt er seine Gäste – oder besser gesagt: „Meine Stammgäste erwarten mich bereits sehnsüchtig am Eingang“, erzählt der 29-Jährige. Er sei glücklich, wenn er sieht, dass die Kinder in die Spiele vertieft sind.

Hans-Joachim Mattheis betont die Wichtigkeit des Pädagogen: „Es ist notwendig, das Spieleangebot zu betreuen. Man muss aktiv damit arbeiten.“ Zudem soll der Zugang zu anderen Medien geschafft werden. „Wichtig ist, dass wir gegenüber den Kindern nicht den medienpädagogischen Zeigefinger heben möchten.“ Bei all dem werden die Mädels nicht vergessen: „Sie sollen nicht zu kurz kommen und wir würden uns wünschen, mehr Mädchen begrüßen zu können“, fügt Mattheis hinzu.

Eltern befürchten häufig, dass Kinder aufgrund der Konsolen ihre Schule vernachlässigen. „Daher sind die Spielgeräte nur außerhalb der Schulzeiten eingeschaltet“, sagt Mattheis. Stichwort Konsolen: „Die wenigsten haben tatsächlich eine eigene zu Hause“, weiß Erzieher Josupeit.

FIFA-Schulturnier mit der NRZ

Für die Zukunft werden gemeinsam Konzepte erarbeitet, welche Veranstaltungen angeboten werden können. Neben einem FIFA-Schulturnier in Kooperation mit der NRZ wird über eine „Nacht des Zockens“ nachgedacht. Zudem überlegt Josupeit Live-Übertragungen beim Internetkanal YouTube zu starten.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik