Neues Konzept

Der Leerstand im Bahnhof Oberhausen soll bald ein Ende haben

Eines der vielen leerstehenden Ladenlokale im Oberhausener Hauptbahnhof. Hier gab es früher Zeitschriften und Tabakwaren zu kaufen.

Eines der vielen leerstehenden Ladenlokale im Oberhausener Hauptbahnhof. Hier gab es früher Zeitschriften und Tabakwaren zu kaufen.

Foto: Kerstin Bögeholz

Oberhausen.   Im Oberhausener Hauptbahnhof dominiert seit Jahren der Leerstand, Bürger sind genervt. Jetzt verspricht die Bahn Besserung – und neue Geschäfte.

Der Zustand des Oberhausener Hauptbahnhofs besorgt viele Bürger: Die Mietverträge mit beliebten Geschäften werden nicht verlängert, leere Läden bleiben über Monate oder gar Jahre unbesetzt.

Erstmals begegnet nun die Deutsche Bahn den Sorgen der Oberhausener mit klaren Worten: „Der Hauptbahnhof wird keineswegs links liegen gelassen. Tatsächlich setzen wir derzeit ein neues Vermietungskonzept um, dessen Umsetzung jedoch noch einige Zeit in Anspruch nimmt“, versichert ein offizieller Bahnsprecher. Schon für 2019 sei eine ganze Reihe von Veränderungen geplant, binnen zwölf Monaten sollen die meisten davon umgesetzt sein.

Bistro-Pavillon soll weg

So sollen im neuen Jahr alle derzeit leeren Läden mit attraktiven Geschäften neu ausgestattet werden, zudem soll der Bahnhof von außen ordentlicher werden: Der bei Pendlern umstrittene, aber auch gern genutzte Bistro-Pavillon mit Döner, Pommes und Getränken auf dem Vorplatz soll schon zum Ende des Jahres nicht mehr genutzt werden.

„Mit der Stadt hat die Bahn entschieden, den auslaufenden Mietvertrag des Bistros nicht fortzusetzen, um den Vorplatz von Aufbauten freistellen zu können.“ Der Betreiber des Bistros plant, ein Lokal an anderer Stelle in der City zu beziehen, sagte ein Mitarbeiter. Nach Angaben der Stadt ist bislang allerdings noch kein Abrissantrag für den Pavillon gestellt worden.

Dass Ladenlokale zum Teil seit anderthalb Jahren nicht neu vermietet wurden, hat nach Angaben der Bahn AG vor allem damit zu tun, dass das Gebäude unter Denkmalschutz steht, recht komplex aufgebaut ist und Teile der Technik erneuerungsbedürftig sind. So erschwere und verzögere der Brandschutz notwendige Bau- und Renovierungsarbeiten.

Im Laufe des neuen Jahres jedoch soll die Buchhandlung „Press & Books“ in das Lokal des ehemaligen Blumengeschäfts „Rosen Max“ ziehen. Für die frei werdende Fläche kündigt die Bahn ein „Convenience Store-Konzept“ an: einen Mischwarenladen, der „Besuchern und Reisenden ein nachfragegerechtes Sortiment anbietet“.

Auch für den ehemaligen Tabakladen befindet sich die Bahn im Gespräch mit einem Dienstleister. Die Verträge mit der Tanzschule im Obergeschoss, der McDonald’s-Filiale, dem Friseur und der Bäckerei Horsthemke seien verlängert worden, so der Bahnsprecher weiter.

Auf eigenen Wunsch werde die Verkaufsfläche der Bäckerei indes neu zugeschnitten und kleiner, weitere Mietflächen seien die Folge.

>>> Neues Konzept für die Außenwerbung

Der Bahnhof soll nicht nur belebter und ordentlicher werden, auch plant die Bahn den Einsatz zeitgemäßer Werbeflächen.

Mit dem Vermietungspartner werde jetzt ein neues Konzept für die Außenwerbung geplant.

Wann genau dies umgesetzt wird, sei indes noch unklar.

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