Sanierung

Dauerbaustelle: Polizei zieht bald zum Babcock-Gelände

Im Februar 2017 war das Polizeipräsidium am Friedensplatz noch komplett eingezäunt.

Im Februar 2017 war das Polizeipräsidium am Friedensplatz noch komplett eingezäunt.

Foto: Hans Blossey

Oberhausen.   Gebäude am Friedensplatz in Alt-Oberhausen und am Wilhelmplatz in Sterkrade sollen für Sanierungen leergezogen werden. Ersatzwache in Containern.

Die Polizei verlässt auf Zeit ihre gewohnten Dienststellen am Friedensplatz in der Innenstadt sowie am Sterkrader Wilhelmplatz. Neuer Standort wird ein Gebäude auf dem ehemaligen Babcockareal an der Duisburger Straße 375.

Die bisherigen Gebäude sollen voraussichtlich ab der zweiten Jahreshälfte im Inneren umfangreich saniert werden. Als Ersatz werden jedoch in unmittelbarer Nähe der beiden gewohnten Standorte Wachen in Containern aufgebaut.

Aus dem Polizeipräsidium am Friedensplatz müssen die Leitstelle, die Kriminalwache sowie die Verkehrsdirektion der Polizei an den neuen Standort umziehen.

Einige Direktionen sind schon umgezogen

Bereits zwischen 2015 und 2017 sind einzelne Direktionen wie der Führungsstab um Polizeipräsident Ingolf Möhring, die Experten für das Waffenrecht und die Pressestelle in Bürogebäude an die Lindnerstraße umgezogen. Der Hauptgrund dafür waren der Lärm und Dreck, die die Sanierungsarbeiten am Friedensplatzgebäude begleiteten.

Sobald die Standorte in der Innenstadt und am Wilhelmplatz leergezogen sind, könnten die Sanierungen beginnen. „Laut Bauplanung sind in Sterkrade Arbeiten von einem Jahr vorgesehen, am Friedensplatz aufgrund der umfangreicheren Arbeiten drei Jahre“, erklärt Polizeisprecher Maik Podlech.

Unter anderem soll eine neue Tiefgarage entstehen und die Torzufahrt an der Havensteinstraße geschlossen werden. Dafür soll eine Zufahrt am Wilhelm-Weyer-Weg entstehen. Podlech weist darauf hin, dass wie bei vielen Bauvorhaben sich die Zeitplanung und damit auch der Start der Arbeiten noch nach hinten verschieben könnte.

Welche genaueren Sanierungen im Inneren der Gebäude vorgesehen sind, wie hoch die Kosten sein sollen und wie der aktuelle Stand des Umbaus im neuen Gebäude ist, konnte der Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) NRW als Bauherr bis Redaktionsschluss nicht beantworten.

Während des Umzuges der Leitstelle wird der Notruf weiter aktiv sein, sagt Podlech. „Bürger brauchen sich keine Sorgen zu machen. Der logistische Aufwand ist zwar groß, technisch können wir aber ohne Probleme auf die Leitstellen in Essen oder Duisburg umgestellt werden.“

Streifenwagen neben Containern

Wer ab dem Umzug die Wachen aufsuchen möchte, muss sich leicht umgewöhnen. In Containern sind die Beamten dann einerseits auf dem Gelände der ehemaligen Justizvollzugsanstalt am Amtsgericht anzutreffen, am Wilhelmplatz werden auf dem Hof Container stehen. Direkt daneben werden jeweils die Streifenwagen geparkt, sagt Sprecher Maik Podlech.

Bürger, die zur Polizei vorgeladen werden, müssten ab Beginn der Bauarbeiten allerdings zur Duisburger Straße, auf das frühere Babcock-Gelände.

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