Parkgebühren

Das Parken in Oberhausen wird Mitte des Jahres teurer

Im März vergangenen Jahres hat der Rat entschieden, die Parkgebühren in Oberhausen zu erhöhen.

Im März vergangenen Jahres hat der Rat entschieden, die Parkgebühren in Oberhausen zu erhöhen.

Foto: Gerd Wallhorn

Oberhausen.   Die Politik hat es beschlossen, nun setzt die Stadt das Vorhaben um: Ab Mitte der Jahres zahlen Autofahrer einen Euro für eine Stunde Parkzeit.

In wenigen Monaten werden Besucher der Oberhausener Innenstädte mehr fürs Parken bezahlen müssen. Das neue Tarifsystem wird bis Mitte des Jahres umgesetzt, heißt es auf Nachfrage aus dem Rathaus.

Neue Schilder hat die Stadt bereits aufgestellt, 185 neue Parkautomaten werden dieser Tage produziert (Kosten: rund eine Million Euro) und noch im zweiten Quartal in Sterkrade aufgestellt. Alt-Oberhausen folgt im Anschluss. Bis Ende des Jahres soll das neue Parkkonzept, das unter anderem auch eine Ausweitung der gebührenpflichtigen Bereiche umfasst, dann komplett umgesetzt sein.

Bereits 2017 kamen die Pläne auf den Tisch, die Gebühren deutlich anzuheben. Statt 50 Cent sollen Autofahrer demnach einen Euro für eine Stunde Parkzeit bezahlen. Dies sollen sie nicht wie bislang werktags von 10 bis 16, sondern künftig von 9 bis 18 Uhr tun. Samstags erweitert sich die gebührenpflichtige Parkzeit um eine Stunde – von bislang 10 bis 14 Uhr auf dann 9 bis 14 Uhr.

Der Rat der Stadt hat das neue sogenannte Parkraumbewirtschaftungskonzept im März 2018 beschlossen. Allerdings nicht ohne Widerstand. Vor allem der Handel hatte sich bis zuletzt gegen die Erhöhung der Parkgebühren gewehrt. Ihre Kritik wiederholten sie jüngst auch beim Jahresempfang des Handelsverbandes in der Essener Philharmonie. Die Stadt solle Anreize für die Bürger schaffen, die Innenstädte zu besuchen – nicht sie abschrecken, sagte Wolfgang Wonsyld vom gleichnamigen Sporthaus am Altmarkt. Der Einzelhandel könne durch mögliche Aktionen einen Teil der Parkgebühren an die Kunden zurückgeben. „Aber was ist mit Arztpraxen oder Rechtsanwälten?“, fragt er. Sie liefen Gefahr, Patienten und Mandanten zu verlieren.

Handel fürchtet Abwärtsspirale

Die Innenstädte verlören also insgesamt Besucher, das schade nicht nur der Attraktivität und dem Einzelhandel, sondern setze eine Abwärtsspirale in Gang, erklärt Wonsyld: Weniger Besucher schaden dem Einzelhandel, das führt zu mehr Leerstand, was wiederum die Attraktivität senkt, in der Folge kommen immer weniger Besucher.

Dessen ungeachtet setzt die Verwaltung nun den Ratsbeschluss für das neue Parkkonzept um. Neben den bereits aufgestellten Schildern und den bald eintreffenden neuen Automaten erstellt die Verwaltung derzeit auch eine neue Parkgebührenordnung.

Der Rat muss diese neue Ordnung und damit die Preiserhöhung in einer der kommenden Sitzungen abschließend beschließen. Parallel erarbeitet die Stadtverwaltung gerade einen Vertrag mit der Initiative Smartparking. Diese soll es den Autofahrern technisch ermöglichen, ihre Parkgebühren künftig mit Hilfe einer Handyapp zu zahlen.

Parkscheibe in Osterfeld und Teilen von Sterkrade

Im Kern des neuen Parkkonzeptes steht die Erhöhung der Parkgebühren auf einen Euro pro Stunde. Über Einzelheiten hatte die Politik lange diskutiert, es gab etliche Änderungsvorschläge zum ersten Entwurf. So hat der Rat etwa die Einführung einer sogenannten Brötchentaste für 15 Minuten freies Parken beschlossen. Zu viel gezahlte Gebühren sollen erstattet werden, Autofahrer sollen die Kosten mit dem Handy begleichen können.

Für Osterfeld genügt auch weiterhin eine Parkscheibe, diese gilt für zwei Stunden. Das gilt auch für die Sterkrader Parkplätze zwischen Eugen-zur-Nieden-Ring und dem Bunker sowie am Zilianplatz. An der Düppel- und Friedrich-Karl-Straße soll es Tagestickets für zwei Euro geben.

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