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Das Parken in Oberhausen soll künftig teurer werden

Im Bereich des Kaisergartens gilt bereits ein Park-Tarif in Höhe von einem Euro pro Stunde, allerdings (anders als hier noch zu sehen): nur am Wochenende.

Im Bereich des Kaisergartens gilt bereits ein Park-Tarif in Höhe von einem Euro pro Stunde, allerdings (anders als hier noch zu sehen): nur am Wochenende.

Foto: Tom Thöne

Oberhausen.   Autofahrer in Oberhausen müssen sich darauf einstellen, dass das Parken ab 2018 teurer wird. Auch mehr Parkschein-Automaten soll es geben.

Das Parken in Oberhausen soll teurer werden. Das sieht der Entwurf für die künftige Bewirtschaftung des Parkraumes im Stadtgebiet vor. Kernpunkt des Konzeptes ist eine Anhebung des Park-Tarifs von 50 Cent je Stunde auf einen Euro je Stunde. Diese Höhe gibt es bislang lediglich samstags und sonntags am Kaisergarten.

Zudem sollen die Zeiten ausgedehnt werden, in denen dieser Betrag am Parkautomaten fällig wird. Künftig sollen die Autofahrer von 9 bis 18 Uhr (montags bis freitags) sowie von 9 bis 16 Uhr (samstags) zur Kasse gebeten werden.

Viel höhere Einnahmen erwartet

Die Bezirksvertretung Osterfeld eröffnete jetzt die Beratungen über dieses Vorhaben. „Darüber müssen wir noch ausführlich diskutieren“, sagte SPD-Politiker Stefan Zimkeit. Auch die anderen Parteien und die Verwaltung wissen um die Sensibilität des Themas. So sind bereits Bürgertreffen geplant, die im September in Osterfeld, Sterkrade und Alt-Oberhausen stattfinden sollen. Abschließend wird der Rat am 27. November über die künftigen Parkgebühren entscheiden.

Die Stadt erhofft sich von der Neuregelung eine deutliche Steigerung des entsprechenden Einnahme-Postens: 2015 betrugen die Einnahmen aus den Parkgebühren rund eine Million Euro; nach den vorliegenden Schätzungen könnte sich diese Summe durch die Neuregelung auf rund 2,6 Millionen Euro jährlich erhöhen.

Neue Automaten in Rathaus- und Ebertviertel

Allerdings entstehen zunächst neue Kosten: 185 Parkscheinautomaten müssen neu angeschafft werden. Das kostet eine Million Euro. Dann gibt es fast 300 Parkautomaten im Stadtgebiet, deren Betrieb und Wartung mit 340 000 Euro jährlich zu Buche schlagen wird. Weitere Kosten können für Beschilderung und Umprogrammieren und gegebenenfalls auch für die Ausweitung von Kontrollen entstehen. Erst Ende 2018 kann das Projekt wegen der nötigen Vorbereitung voll wirksam werden.

In Alt-Oberhausen (etwa im Rathaus- und Ebertviertel), aber auch in Sterkrade sollen weitere Parkscheinautomaten aufgestellt werden; Osterfeld soll verschont bleiben. Hier soll es bei einer reinen Parkscheibenregelung bleiben. „Außer an Markttagen gibt es keinen hohen Parkdruck in Osterfeld, der eine Gebührenerhebung rechtfertigen würde“, so Stefan Zimkeit in der Bezirksvertretung Osterfeld.

Anwohner zahlen 30,70 Euro für Parkausweis

Für alle bewirtschafteten Parkraumbereiche werden nach wie vor Bewohner-Parkzonen angeboten. Die Anwohner können also einen Ausweis erwerben und dann ohne Parkschein unbeschränkt parken. Derzeit kassiert die Stadt für diesen Parkausweis 30,70 Euro jährlich.

>>> Bürger sollen diskutieren

Die Bürgertreffen zum neuen Parkraum-Konzept sind für Anfang September vorgesehen.

In Osterfeld ist ein solches Treffen am 5. September geplant, in Sterkrade am 6. September und in Alt-Oberhausen am 7. September (genaue Zeit und der Ort folgen noch). Das neue Konzept wird vom Gutachter LK Argus (Berlin, Hamburg, Kassel) im Auftrag der Stadt Oberhausen erstellt.

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