Neues Bürogebäude

Das Jobcenter nimmt seinen Betrieb an der Marktstraße auf

Der Eingangsbereich gleicht noch immer einer Baustelle. Schon bald aber soll der Blick durch die großen Fenster auf den begrünten Innenhof fallen.

Der Eingangsbereich gleicht noch immer einer Baustelle. Schon bald aber soll der Blick durch die großen Fenster auf den begrünten Innenhof fallen.

Foto: Gerd Wallhorn

Oberhausen.  Das Gröbste ist geschafft: Die Jobcenter-Mitarbeiter richten sich in ihren neuen Büros an der City ein. Der Eingang gleicht noch einer Baustelle.

Es riecht nach frischem Beton und es sieht aus wie eine Baustelle: Das neue Jobcenter an der Marktstraße 31 hat jetzt trotzdem seinen Betrieb aufgenommen – wenn auch zunächst nur eingeschränkt.

In der Empfangshalle reihen sich die soeben gelieferten Büroschränke aneinander. Handwerker laufen mit Fensterrahmen unter dem Arm durch den Raum. Staub kriecht in sämtliche Winkel und klebt hartnäckig an den Schuhsohlen. Hochbetrieb, auch für die Reinigungskräfte.

Uwe Weinand, Geschäftsführer des Jobcenters, sieht sich um: „Hier gibt’s noch ordentlich zu tun.“ Oben aber sehe die Sache schon anders aus. In der ersten bis vierten Etage richten die 180 Mitarbeiter nach dem fünftägigen Umzug gerade ihre Büros ein.

Einzelbüros sind jetzt statt der bislang üblichen Doppelbüros Standard. Dunkler Teppich, helle Wände, große Fenster mit Wohlfühlcharakter – damit die Mitarbeiter mehr Ruhe bei ihren Beratungen haben. Und die ist auch dringend nötig. Denn insgesamt sollen am neuen Standort ab der zweiten Februarwoche möglichst reibungslos rund 18.000 Kunden betreut werden.

Eine große Erleichterung

Für die Organisation des Hauses sei der Umzug ins neue Gebäude eine große Erleichterung, sagt Jobcenter-Sprecher Josef Vogt. Allein durch die Entfernung zu den Zweigstellen Sterkrade und Osterfeld sei es schon schwierig gewesen, mal schnell für Ausgleich zu sorgen, wenn ein Kollege krank ist.

Ab der zweiten Februarwoche dürfte das Gröbste überstanden sein, dann dürfte alles rund laufen, ist sich Weinand sicher. Noch gebe es ein paar Kinderkrankheiten. „Die Heizung läuft nicht überall so, wie sie sollte“, führt Weinand aus. Aber die wichtigsten Arbeiten seien abgeschlossen. „Das war uns wichtig, bevor unsere Mitarbeiter hier einziehen“, sagt der Chef.

Mit dem Bezug des Gebäudes ist eine umfangreiche Neuorganisation verbunden. Kunden, die bisher in Osterfeld und Sterkrade betreut wurden, finden ihre Ansprechpartner ab sofort an der Marktstraße.

Da ein Teil der

Fachkräfte von der Mülheimer Straße ebenfalls zur Marktstraße wechselt, sollen dort auch die Kunden betreut werden, die unter den Postleitzahlen 46045, 46047, 46049 ihren Wohnsitz haben. „Bislang läuft das aber noch immer an der Mülheimer Straße“, wirft Vogt schnell ein. Für die Mitarbeiter bedeutet der Umzug auch: „Es wird neue Teams geben, wir sind gerade in der Findungsphase“, erzählt Fallmanagerin Vera Richard-Wojtkowiak schmunzelnd.

Der neue Standort punktet mit moderner Sicherheitstechnik – auch im Brandfall. Es gibt Fluchttüren, Alarmknöpfe. Farblich abgestimmte Etagen erleichtern die Orientierung. „Das Haus ist barrierefrei“, sagt Weinand stolz. Es gebe Signalpunkte an den Geländern. „Für sehbehinderte Menschen.“ Kleinigkeiten, die im Alltag eine große Hilfe sind. „Wir haben eng mit dem Beirat für Menschen mit Behinderung zusammengearbeitet.“

>>>INFO: Zweigstellen sind bereits geschlossen

Seit Montag sind die Zweigstellen Sterkrade und Osterfeld, Virchowstraße und Centroallee 261 des Jobcenters Oberhausen dauerhaft geschlossen. An der Mülheimer Straße 36 werden wie bisher alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen unter 25 sowie die Rehabilitanden und Schwerbehinderten betreut. Ab dem 18. Dezember befindet sich auch das Team Selbstständige an der Mülheimer Straße.

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