Museums-Gastronomie

Das Bistro „Jederman“ jetzt auch im Museum in Oberhausen

Das Caritas Bistro Jederman öffnet im LVR-Industriemuseum.

Foto: Christoph Wojtyczka

Das Caritas Bistro Jederman öffnet im LVR-Industriemuseum. Foto: Christoph Wojtyczka

oberhausen.   Automaten haben ausgedient: Das Bistro „Jederman“ der Caritas eröffnete jetzt eine Zweigstelle im LVR-Industriemuseum Zinkfabrik Altenberg.

Im Stadtteil Osterfeld hat sich das „Café Jederman“ etabliert. Jetzt eröffnete das Bistro eine Dependance in der Zinkfabrik Altenberg im LVR-Industriemuseum. Das Projekt der Caritas für Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen oder psychischen Störungen zieht damit Kreise. Im Norden gibt es das Jederman seit fünf Jahren, in der Stadtmitte seit Mittwoch. 17. Mai. Die Eröffnung des Cafés wurde groß gefeiert.

Konzept unterstützen

Burkhard Zeppenfeld vom Museum freute sich: „Die Automaten haben ausgedient, Menschen aus Fleisch und Blut werden Sie bedienen.“ Er sei froh, dass das „Jederman“ nun das ehemalige „Cafe RIM“ und das Museum belebe. Ihm gefalle es aber auch, das Konzept des Bistros unterstützen zu können. Einen Scherz konnte sich der Leiter der Zinkfabrik Altenberg nicht verkneifen: „Das Bistro „Jederman“ ist erst fünf Jahre alt und kommt schon ins Museum.“

Sandra Arslan ist an diesem Tag auch im Museum dabei, in Osterfeld arbeitete sie von Anfang an mit. Vorher war die Oberhausenerin im betreuten Wohnen für Menschen mit geistiger Behinderung engagiert. Und zusätzlich in der Ergowerkstatt, einer tagesstrukturierenden Maßnahme. „So etwas in der Form wie in Osterfeld hatte ich noch nie gemacht“, sagte Sandra Arslan. Sie übten mit ihren Leuten, wie man Hygienevorschriften einhält, ein Tablett trägt oder mit den Kunden spricht. Die Mitarbeiter seien von ihrer Arbeit aber sehr angetan, weil sie in der Öffentlichkeit tätig seien und „ganz viel Anerkennung von den Gästen bekämen“, wie Sandra Arslan sagt. Sie hätten aber auch sehr nette Gäste in Osterfeld.

Für sie ist’s eine Erfüllung, mit Menschen umzugehen

Da kann man nur hoffen, dass die Besucher im Museums-Café ebenso freundlich sein werden. Zwei Mitarbeiter werden sich um die Museumsbesucher kümmern. Das Essen wird in Osterfeld zubereitet und dann zur Hansastraße 20 transportiert. Sandra Arslan findet auf jeden Fall, dass man diese Chance nutzen muss, zu zeigen, was Menschen mit einer Beeinträchtigung alles leisten können.

Heike Markowsky ist einer der Menschen mit Beeinträchtigung. Sie arbeitet seit zwei Jahren für das „Jederman“. Der Frau, die hier serviert, merkt man nicht das Geringste an. Sie erklärt, die Arbeit sei für sie eine tagesstrukturierende Maßnahme. Heike Markowsky lebt mit einer schweren Depression, die immer mal wieder auftritt. Sie arbeitet drei Mal zwei bis drei Stunden in der Woche. „Das hilf mir, komplett abzuschalten“, erklärt sie. Und es sei ihre Erfüllung, mit Menschen umzugehen.

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