Hilfe für Partnerstadt

Crowd-Projekt von „Oberhausen hilft“ lässt Hoffnung wachsen

Für die Kinder des Kosaken-Waisenhauses in Oberhausens Partnerstadt Saporishja hatten die Handwerker von „Oberhausen hilft“ bereits neue Bade- und Duschzimmer eingerichtet.

Für die Kinder des Kosaken-Waisenhauses in Oberhausens Partnerstadt Saporishja hatten die Handwerker von „Oberhausen hilft“ bereits neue Bade- und Duschzimmer eingerichtet.

Foto: Oberhausen hilft

Oberhausen / Saporishja.  Mit Spenden aus Crowdfunding soll ein neues Gewächshaus in dem Waisenhaus der ukrainischen Partnerstadt entstehen. Der Lkw ist bereits unterwegs.

Wieder startet ein gemeinnütziger Verein ein Projekt auf der Oberhausen Crowd: „Oberhausen hilft e. V.“ sammelt aktuell auf der Crowdfunding-Plattform der EVO Fördergelder für ein ganz besonderes Projekt. In einem Waisenhaus in Oberhausens ukrainischer Partnerstadt Saporishja möchte der Verein ein neues Gewächshaus errichten und es den Kindern und Jugendlichen, die dort leben, zur Pflege und Aufzucht eigener Lebensmittel überlassen.

Mit dem Gewächshaus erhalten die Kinder und Jugendlichen, die teils komplexe körperliche wie geistige Behinderungen aufweisen, die Möglichkeit, ihr eigenes Obst und Gemüse anzubauen, zu ernten und im Anschluss zu genießen. Die Früchte ihrer Arbeit sehen sie buchstäblich wachsen und gedeihen – eine sehr lehrreiche und schöne Erfahrung. Die Umsetzung vor Ort erfolgt in Absprache mit den Pädagogen des Waisenhauses und ist Bestandteil des individuellen Therapieplanes der Kinder.

Aufwendige Formalitäten um Zoll und Lagerung

Weil das in der Partnerstadt noch vorhandene Gewächshaus nur noch aus einem rostigem Stahlgerüst besteht und nicht mehr nutzbar ist, wird dringend Ersatz benötigt. Für Anschaffung, Transport in die Ukraine und den Aufbau vor Ort entstehen jedoch Kosten in Höhe von rund 15.000 Euro. Das auf der Oberhausen Crowd gespendete Geld soll einen Teil dieser Kosten decken.

Wie Wolfgang Heitzer von „Oberhausen hilft“ nun meldet, startete in dieser Woche ein LKW aus Papenburg mit einem gebrauchten Gewächshaus zur 2400 Kilometer langen Fahrt nach Saporishja. Organisatorisch war’s eine Herausforderung für den ehrenamtlichen Geschäftsführer, der gemeinsam mit Taras Tschevtschenko in der Ukraine die aufwendigen Formalitäten koordiniert: „Ständig wechselnde Papiere mussten aktualisiert werden und mit dem Zoll vor Ort, dem Spediteur und dem Hersteller des Gewächshauses besprochen werden.“ Immerhin akzeptierte der Zoll die vorläufige Zolllagerung, die leider für mindestens vier Wochen notwendig ist, in einer Halle auf dem Grundstück des Waisenhauses.

Den eingetragenen Verein „Oberhausen hilft“ gründeten 2012 Oberhausener Handwerker, nachdem sie, unterstützt durch einen Unternehmer, ein Waisenhaus in der 760.000-Einwohner-Stadt Saporishja, der sechstgrößten der Ukraine, kernsaniert hatten.

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