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Corona-Risiken zu groß: Osterfelder Stadtfest 2021 abgesagt

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So schön war es zuletzt 2019: Davin Herbrüggen bringt beim Osterfelder Stadtfest die Fans in Stimmung.

So schön war es zuletzt 2019: Davin Herbrüggen bringt beim Osterfelder Stadtfest die Fans in Stimmung.

Foto: Kerstin Bögeholz / FFS

Oberhausen.  Findet das Osterfelder Stadtfest 2021 statt? Viele Oberhausener haben sich das in den letzten Wochen gefragt. Nun ist die Entscheidung gefallen.

Das für Anfang September geplante 35. Osterfelder Stadtfest ist am Donnerstag abgesagt worden. Der Vorsitzende der federführenden Werbegemeinschaft Osterfeld, Daniel Lübbe, und seine Mitstreiter aus den Reihen der Wego setzen nun alle Hoffnung auf das nächste Jahr: „Schon jetzt wird die Planung für das Osterfelder Stadtfest 2022 aufgenommen. Wie immer: am ersten Septemberwochenende!“

Der Vorstand der Werbegemeinschaft Osterfeld e.V. habe es sich nicht leicht gemacht bei dieser Absage und man habe lange Zeit an den Planungen für das diesjährige Stadtteilfest in Osterfeld festgehalten, erklärt Daniel Lübbe. Anträge seien erstellt, Planungen im Detail begonnen worden; viele Mitwirkende hätten auch schon ihre Teilnahme zugesagt und das Feld der Sponsoren sei ebenfalls schon vollzählig aufgestellt gewesen.

„Leider mussten jetzt aber die Planungen abgebrochen werden“, sagt der Wego-Chef. Die Veranstaltung werde rund sechs Wochen vor Beginn als gescheitert erklärt. Es werde – so traurig das sei – in diesem Jahr erneut kein Osterfelder Stadtfest geben. Lübbe: „Die Gründe sind vielfältig. Auch wenn die Verwaltung jegliche Unterstützung bei der Durchführung zugesagt hatte, so liegt dem Veranstalter bis jetzt noch keine Genehmigung vor.“

Banger Blick auf die Inzidenzstufen

Ebenso wenig könnten die Auflagen laut Corona-Schutzverordnung verbindlich definiert werden, da die Verordnungen immer nur höchstens vier Wochen gültig seien. Nach aktuellen Coronabedingungen wäre eine Veranstaltung bei Inzidenzstufe 0 durchführbar, in Stufe 1 noch denkbar (mit Einschränkungen). Die Auflagen aus Inzidenzstufe 2 (ab Wert 35) und 3 seien jedoch nicht umsetzbar. Daniel Lübbe: „Aufgrund der steigenden Coronazahlen und der damit verbundenen Unsicherheit für die Planung macht es aus Sicht der ehrenamtlichen Organisatoren keinen Sinn, die Veranstaltung weiterhin zu planen.“ Das Risiko der kurzfristigen Absage sei zu groß, die Kontrolle und Umsetzung der Corona-Schutzbestimmungen sei nicht realisierbar.

Kurzfristig hatten die Organisatoren in den vergangenen Wochen noch überlegt, die Veranstaltung in den Olga-Park zu verlegen, aber auch dort würden ja die gleichen Corona-Schutzauflagen gelten. Und so seien die Stimmen im Stadtteil lauter geworden, die Veranstaltung nicht durchzuführen. Noch vor fünf Wochen, mit Einführung der Inzidenzstufe 0, sei die Euphorie groß gewesen. Auch die vielzähligen Anmeldungen von Vereinen motivierten den Vorstand der Wego, das Osterfelder Stadtfest, das seit Jahrzehnten Tradition und Neues, Vereine und Verbände, Kunst, Kultur und Geselligkeit miteinander verbindet, nicht ausfallen zu lassen. Wego-Chef Lübbe: „Jetzt ist zu hoffen, dass der Stadtteil mit kleineren überschaubaren Veranstaltungen aufblüht.“

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