Bildung

Computerspiel als Trickfilm

Schülerinnen und Schüler des Elsa-Brändtstrom-Gymnasiums in Oberhausen fertigten einen animierten Trcikfilm in der Lichtburg an und schauten sich das fertige Produkt am Montag, 30. Mai 2011, an. Foto: Ulla Emig

Schülerinnen und Schüler des Elsa-Brändtstrom-Gymnasiums in Oberhausen fertigten einen animierten Trcikfilm in der Lichtburg an und schauten sich das fertige Produkt am Montag, 30. Mai 2011, an. Foto: Ulla Emig

Foto: Ulla Emig wazfotopool

Oberhausen. Die Faszination von Computerspielen war Thema im Unterricht - und animierte die Achtklässler des Elsa-Brändström-Gymnasiums dazu, eines der bekanntesten Computerspiele in einen Trickfilm zu verwandeln.

Jetzt sahen die Schüler ihr Werk erstmals auf der Leinwand im Lichtburg-Kino. „Sieht super aus“, freut sich Alex. Der 15-Jährige hatte - inspiriert vom Franzosen Guillaume Reymond, der Computerspiele mit Menschen nachspielt - vorgeschlagen, das Spiel „Snake“ für das klassenübergreifende Projekt zu wählen. Doch wo und wie sollte der Film entstehen? Projektleiter Marco Fileccia bat das Lichtburg-Kino um Unterstützung - und stieß auf offene Türen. „Die waren sofort begeistert und erlaubten uns, den großen Kinosaal an drei Vormittagen zu nutzen“, freut sich der Oberstudienrat.

Vorarbeiten beim ersten Treffen

Bei den ersten beiden Treffen stürzten sich die Schüler auf die Vorarbeiten: Wo muss die Kamera stehen, welche Beleuchtung ist nötig. Alex erklomm eine zwei Meter hohe Leiter, an der ruck, zuck auch noch ein Stativ befestigt wurde. „Mit einer Höhe von rund drei Metern hatten wir einen tollen Überblick über den Kinosaal“, schwärmt der Schüler rückblickend. Theresa (14) übernahm die Regie und dirigierte ihre Mitschüler präzise durch die Sitzreihen.

„Am großen Aufnahmetag luden wir zusätzlich zu unserem Gesellschaftslehre-Informatik-Kurs auch noch den Kurs Medienlehre ein, denn wir hatten schnell festgestellt, dass wir weit mehr als 20 Leute benötigten“, erzählt Fileccia. Über fünf Stunden dauerte der eigentliche Dreh. „Die jungen Leute waren mit viel Disziplin bei der Sache, für jedes einzelne Foto mussten ja alle ganz still sitzen, danach sofort den Platz und einige sogar das T-Shirt wechseln“, so Fileccia.

Die über 700 Fotos wurden schließlich am Computer zu einer knappen Minute verarbeitet: „The real living snake“ war vorführbereit.

Und damit nicht genug. Als Dankeschön an das Lichtburg-Kino schnitten die Schüler Buchstaben und Zahlen aus Styropor-Tafeln aus und erstellten noch einen kleinen filmischen Geburtstagsgruß zum 80-jährigen Bestehen des Kinos. Im Rahmen des Jubiläumsprogrammes der Lichtburg sollen nun auch diese beiden Filme über die Großleinwand flimmern.

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