Betriebsstörung

Chemiewerk Oxea nimmt nach Unfall Betrieb wieder auf

Das Chemiewerk Oxea in Holten aus der Vogelperspektive.

Das Chemiewerk Oxea in Holten aus der Vogelperspektive.

Foto: Hans Blossey

Oberhausen.   Zwei Wochen standen Teile der Produktion bei Oxea still. Grund war ein Unfall beim Zulieferer Air Liquide. Wirtschaftliche Folgen sind unklar.

Mehr als zwei Wochen nach dem Unfall an einem Sauerstoff-Verdichter auf dem Werksgelände in Holten nimmt der Chemiekonzern Oxea den Betrieb wieder auf. In der Nacht zum 18. November war es an der Anlage des Zulieferers Air Liquide zu einem Schaden gekommen, die Ursache bleibt weiter ungeklärt.

Das Unternehmen Air Liquide stellt am Holtener Standort ein Synthesegas her, das wiederum für die Oxea-Produktion von elementarer Bedeutung ist. Einige Tage habe der Chemiekonzern noch auf Restbestände zurückgreifen können, so ein Sprecher auf Nachfrage. Doch dann musste nach Air Liquide auch Oxea die Produktion einstellen.

Zum wirtschaftlichen Schaden, der in dieser Zeit entstanden ist, macht das Unternehmen keine Angaben – aus versicherungstechnischen Gründen. Zudem seien alle Folgen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht ersichtlich. Oxea stellt Säuren und andere chemische Produkte her, die unter anderem in Schmiermitteln, Kosmetik, Farben, Weichmachern, Klebstoffen und Arzneimitteln zum Einsatz kommen.

Seit Dienstagmorgen produziert Air Liquide wieder Synthesegas – allerdings bislang nur mit halber Kraft. Die Oxea wird ihren Betrieb bis spätestens Mittwoch auch wieder aufgenommen haben. „Wir bekommen allerdings noch nicht die Mengen, die wir eigentlich benötigen“, so der Sprecher. Denn bislang läuft nur ein Sauerstoff-Verdichter von Air Liquide. Normalerweise sind zwei Verdichter im Betrieb, ein weiterer dient als Back-up. Ein Sprecher von Air-Liquide rechnet damit, dass das Unternehmen in der nächsten Woche wieder unter Voll-Last produzieren können wird.

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