Kanzler-Würdigung

CDU will eine Oberhausener Straße nach Helmut Kohl benennen

Der Oberhausener CDU-Parteichef Wilhelm Hausmann vor dem Rathaus an der Schwartzstraße.

Foto: Ulla Emig (Archiv)

Der Oberhausener CDU-Parteichef Wilhelm Hausmann vor dem Rathaus an der Schwartzstraße. Foto: Ulla Emig (Archiv)

Oberhausen.  Oberhausen ist zwar seit Jahrzehnten sozialdemokratisch geprägt, doch die hiesige CDU will einen würdigen Ort nach Helmut Kohl benennen.

Die Oberhausener Christdemokraten wollen sich dafür einsetzen, dass ein Platz oder eine Straße in Oberhausen nach dem verstorbenen früheren Bundeskanzler Helmut Kohl benannt wird.

„Das wäre angesichts der Verdienste von Helmut Kohl für den europäischen Frieden und für das Ruhrgebiet angemessen – und eine schöne Geste“, sagte der Oberhausener CDU-Parteichef Wilhelm Hausmann. Dabei müsse man aber nichts überstürzen, man habe Zeit, einen würdigen Ort zu finden. „Ich bin kein Freund von Umbenennungen existierender Straßen, aber Oberhausen hat erhebliches Entwicklungspotenzial – und da werden wir eine geeignete Stätte finden.“

Konrad-Adenauer-Allee und Willy-Brandt-Platz gibt es schon

Hausmann sieht es nicht als Problem an, im politischen Raum eine solche Würdigung für den in den 80er und 90er Jahren so umstrittenen Regierungschef im lange Zeit sozialdemokratisch dominierten Oberhausen durchzusetzen. „Wir haben ja auch eine Konrad-Adenauer-Allee und einen Willy-Brandt-Platz.“

Bereits am Freitag hatte der frühere Oberhausener SPD-Chef und jetzige Landes-SPD-Vorsitzende Michael Groschek die Leistungen Kohls hervorgehoben. „Deutschland hat einen großen Staatsmann und weitsichtigen Politiker verloren. Wir verdanken Helmut Kohl die deutsche Wiedervereinigung und das enge Zusammenwachsen Europas. Der Kanzler der Einheit, der große Europäer, wird uns immer in respektvoller Erinnerung bleiben.“

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