Politik

Bundestagswahl 2021 in Oberhausen: Die Infos im Überblick

| Lesedauer: 18 Minuten
Rund 148.000 Menschen sind in Oberhausen aufgerufen, an der Wahl zum neuen Deutschen Bundestag teilzunehmen.

Rund 148.000 Menschen sind in Oberhausen aufgerufen, an der Wahl zum neuen Deutschen Bundestag teilzunehmen.

Foto: Kerstin Kokoska / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Wer zieht für Oberhausen in den nächsten Bundestag ein? Hier finden Sie die Infos zur Bundestagswahl 2021 und zu den Oberhausener Kandidaten.

Die Deutschen wählen am Sonntag, 26. September 2021, einen neuen Bundestag – und damit indirekt, wer Angela Merkel (CDU) als nächste Kanzlerin oder nächster Kanzler im Amt nachfolgt. Für die Städte Oberhausen und Dinslaken zieht ein direkt gewählter Kandidat als Abgeordneter ins Parlament ein, weitere können über die Listen ihrer Partei nachrücken. Die wichtigsten Fakten zur Bundestagswahl 2021 in Oberhausen, lesen Sie in diesem Artikel.

Am Wahlsonntag haben die Wahllokale in der Zeit von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Rund 148.000 Menschen in Oberhausen sind wahlberechtigt und können am Sonntag mit ihrer Stimme mitentscheiden. Wer nicht ins Wahllokal kommen kann oder möchte, kann im Vorfeld auch per Briefwahl abstimmen. Hier lesen Sie, wie Sie Briefwahlunterlagen beantragen können.

Jeder Wähler hat zwei Stimmen: Mit der Erststimme wählt man den Kandidaten, der die Mehrheit im Wahlkreis gewinnen und damit in den Bundestag einziehen soll; mit der Zweitstimme wählt man die Partei, die möglichst viele Stimmen im Bundestag erreichen soll. Einziehen in den Bundestag können allerdings nur die Parteien, die mindestens fünf Prozent der Stimmen in Deutschland erreichen.

Oberhausen bildet zusammen mit Wesel III (Dinslaken) einen gemeinsamen Wahlkreis mit der Nummer 117. Wer hier die meisten Erststimmen holt, erringt einen Sitz im Bundestag. Insgesamt gibt es in Deutschland 299 Wahlkreise.

Erststimme: Die Oberhausener Direktkandidaten bei der Bundestagswahl 2021

Elf Direktkandidaten treten in Oberhausen an:
Dirk Vöpel für die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
Marie-Luise Dött für die Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)
Olaf Wilhelm für die Alternative für Deutschland (AfD)
Sascha Wagner für Die Linke
Roman Müller-Böhm für die Freie Demokratische Partei Deutschlands (FDP)
Stefanie Weyland für Bündnis 90/Die Grünen
Hajo Sommers für die Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative Die PARTEI
Guido Horn für Freie Wähler
Simon Thomas für die Partei für Veränderung, Vegetarier und Veganer (V-Partei³)
Erhan Aktürk für die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD)
Ralf Wosnek für die Basisdemokratische Partei Deutschlands (dieBasis)


Mehr über die Direktkandidaten lesen Sie hier: Bundestagswahl: Diese Kandidaten treten in Oberhausen an

Zweitstimme: Diese Parteien können Sie in Oberhausen wählen

  • 27 Parteien treten diesmal zur Bundestagswahl in NRW an – zugelassen vom Landeswahlausschuss am Freitag, 30. Juli 2021. Beworben hatten sich sogar 32 Parteien mit ihren Landeslisten und insgesamt 781 Bewerberinnen und Bewerbern:
  • Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)
  • Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
  • Freie Demokratische Partei (FDP)
  • Alternative für Deutschland (AfD)
  • Bündnis 90/Die Grünen
  • DIE LINKE
  • Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative (DIE PARTEI)
  • PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ (Tierschutzpartei)
  • Piratenpartei Deutschland (PIRATEN)
  • FREIE WÄHLER
  • Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD)
  • Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP)
  • V-Partei³ - Partei für Veränderung, Vegetarier und Veganer
  • Partei für Gesundheitsforschung
  • Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD)
  • Partei der Humanisten (Die Humanisten)
  • Deutsche Kommunistische Partei (DKP)
  • Sozialistische Gleichheitspartei, Vierte Internationale (SGP)
  • Basisdemokratische Partei Deutschland (Die Basis)
  • Bündnis C - Christen für Deutschland
  • Die Urbane. Eine HipHop Partei (du.)
  • Europäische Partei LIEBE
  • Liberal-Konservative Reformer (LKR)
  • Partei des Fortschritts (PdF)
  • Partei für Kinder, Jugendliche und Familien – Lobbyisten für Kinder (LfK)
  • Team Todenhöfer - Die Gerechtigkeitspartei
  • Volt Deutschland

Wer ist aktuell Bundestagsabgeordneter für Oberhausen?

Als direkt gewählter Abgeordneter hat Dirk Vöpel (SPD) einen Sitz im Deutschen Bundestag. Über die Liste ihrer Parteien hatten es aber nach der Bundestagswahl 2017 auch Marie-Luise Dött (CDU), Niema Movassat (Die Linke) und Roman Müller-Böhm (FDP) geschafft. Auch Uwe Kamann war als Oberhausener Kandidat der AfD über die Liste in den Bundestag gekommen. Kurz vor Weihnachten 2018 verließ er jedoch Fraktion und Partei. Seitdem ist der fraktionsloses Mitglied im Bundestag.

Wie kann ich meine Stimme vorab abgeben?

Neben der Briefwahl können die Menschen in Oberhausen auch an den sogenannten Sofortwahlstellen ihr Kreuz machen. Drei dieser Stellen gibt es in Oberhausen – eine pro Stadtbezirk. In Alt-Oberhausen hat die Stadt die Sofortwahlstelle an der Danziger Straße 11-13 eingerichtet, in Sterkrade im Technischen Rathaus an der Bahnhofstraße 66 und in Osterfeld im Osterfelder Rathaus an der Bottroper Straße 183. Die Öffnungszeiten und weitere Informationen finden Sie hier: Stimme vorab abgeben: Sofortwahlstellen in Oberhausen.

Wie erfahre ich vom Wahlergebnis?

Unsere Redaktion berichtet ab Sonntagmorgen über die Bundestagswahl in einem Liveblog.

+++ Hier geht’s zum Link: Bundestagswahl 2021 in Oberhausen: Alle Infos im Liveblog +++

Die Wahllokale öffnen von 8 bis 18 Uhr. Danach beginnt die Auszählung der Stimmen. Über die vorläufigen Ergebnisse der Stimmenauszählung für den Wahlkreis „117 – Oberhausen/Wesel III“ berichtet die Stadt Oberhausen kontinuierlich auf der Seite https://obhsn.de/bundestagswahlergebnisse

Hintergründe zu den einzelnen Kandidatinnen und Kandidaten

Dirk Vöpel (SPD): Bundestagswahl: Dirk Vöpel will den dritten, direkten Sieg

Marie-Luise Dött (CDU): CDU hofft auf Wahlsieg in Oberhausen: „Das wäre der Knaller“

Stefanie Weyland (Grüne): Weyland (Grüne): Warum ich keine Plan-B-Kandidatin bin

Roman Müller-Böhm (FDP): Warum der jüngste Bundestagsabgeordnete ausscheiden muss

Sascha Wagner (Die Linke): Linke: „Wir sind beim Klimaschutz klarer als die Grünen“

Hajo Sommers (Die Partei): Mit welcher Partei sich Hajo Sommers in Berlin fetzen möchte

Ann-Katrin van Rompaey, Mathias Kamp und Pascal Jaculy (auf der Landesliste von Volt): Volt-Partei: Oberhausen kann von europäischen Städten lernen

Olaf Wilhelm (AfD): Bundestagswahl: Gesamtschul-Lehrer geht für die AfD ins Rennen

Ralf Wosnek (Die Basis): Partei „die Basis“: Wut-Wahlkampf eines Impfskeptikers

Guido Horn (Freie Wähler): Oberhausen: Bundestags-Kandidat bricht Wahlkampf ab

Weitere Hintergründe zum Nachlesen

Bei der letzten Bundestagswahl im September 2017 haben nirgendwo so wenig Oberhausener gewählt wie in Lirich-Süd. Wer ist schuld daran? Wir haben uns im Stadtteil umgehört uind mit wichtigen Akteurinnen und Akteuren gesprochen: Lirich-Süd: Warum geht hier kaum einer wählen?

Oberhausens bekanntester Export unter den Politikexperten, Dr. Martin Florack, hat sich in den vergangenen Monaten intensiv mit der Frage beschäftigt, was die Corona-Politik für die Stellung unserer Grundgesetze und das Regieren im Dauerkrisenmodus für unsere Demokratie bedeutet. Zum Interview mit Martin Florack geht es hier lang: Welche Macht haben Wähler bei der Bundestagswahl wirklich?

Was brennt Erstwählerinnen und Erstwählern unter den Nägeln? Welche Fragen haben sie? Und was antworten ihnen die Bundestagskandidatinnen und -kandidaten auf diese Frage. Wir lassen beide Seiten zu Wort kommen, in Videobotschaften werden Fragen gestellt – und in Videobotschaften antworten die Kandidatinnen und Kandidaten. Hier geht’s zum Bericht: Das versprechen Oberhausener Kandidaten den Erstwählern.

Wie schlagen sich die Kandidaten auf dem Podium?

Ein beliebtes Format im Wahlkampf ist die Podiumsdiskussion. Auch in Oberhausen haben sich die Kandidatinnen und Kandidaten auf der Bühne präsentiert, etwa bei der Fragerunde auf dem Borbecker Grabeland. Die Bürgerinitiative „Auf dem Horst“ hatte dazu eingeladen, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen: Das Grabeland und die Kleingärten der Pächter sollen bebaut werden. Lesen Sie hier, wie sich die Kandidatinnen und Kandidaten geschlagen haben: So stehen Bundestagskandidaten zu Wohnbau und Klimaschutz.

Bei einer weiteren Podiumsdiskussion stellten sich die Kandidatinnen und Kandidaten den Fragen der Oberhausener Katholikinnen und Katholiken. Jedes vierte Kind wächst in Armut auf, was kann man dagegen tun? Wie schafft man mehr bezahlbaren Wohnraum? Wie lässt sich die Bewältigung des Klimawandels bewältigen. Die Antworten der Politiker-Runde sind hier zu lesen: Katholiken befragen Politiker: Muntere Debatte in der Kirche.

Kein Oberhausener Kandidat, aber auf seiner Wahlkampf-Tour durch Deutschland hat Grünen-Co-Chef Robert Habeck auch in Oberhausen Halt gemacht. Auf der Bühne auf dem Altmarkt kamen aber auch Kandidatin Stefanie Weyland und Bärbel Höhn zu Wort, das bekannteste Gesicht der Oberhausener Grünen. Den Bericht lesen Sie hier: Wahlkampf: Plötzlich stiehlt jemand Robert Habeck die Show.

Kurz vor dem Wahlsonntag schlug auch die AfD noch einmal in Oberhausen auf. Doch die Kundgebung in Sterkrade zog vor allem Gegendemonstranten an, hier geht’s zur Reportage: Oberhausen: Viel Rabatz um gering besuchte AfD-Wahltour.

Kein Podium im engen Sinne, aber auch eine Bühne bietet sich den Kandidaten im weltweiten Netz. Facebook, Instagram, Twitter und Co.: Wie sich die Direktkandidaten in der Welt der sozialen Medien präsentieren, lesen Sie im Artikel: Social Media So präsentieren sich die Oberhausener Bundestagskandidaten.

Wie funktioniert die Briefwahl?

Die Wahlbenachrichtigungen sind verschickt, alle wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger können nun auch bereits im Vorfeld der eigentlichen Wahl am 26. September ihre Stimme abgeben. Das geht unter anderem per Briefwahl. Dazu müssen zunächst die Unterlagen beantragt werden. Die Wahlbenachrichtigung enthält einen solchen Antrag auf der Rückseite des Schreibens. Dieser muss ausgefüllt und an die Stadt geschickt werden – per Post (Adresse ist bereits vermerkt), Fax (0208-82 53 377) oder online über den aufgedruckten QR-Code.

Alternativ kann der Antrag formlos unter Angabe des Namens, Geburtsdatums, Anschrift und der Wählerverzeichnisnummer (steht auf der Wahlbenachrichtigung) per E-Mail an „briefwahl@oberhausen.de“ gestellt werden. Die Briefwahlunterlagen werden nach Hause oder einen Ort der Wahl zugestellt. Wer sich für die Briefwahl entscheidet, muss dafür sorgen, dass der Wahlbrief bis zum 26. September 2021 um 18 Uhr im Fachbereich Wahlen der Stadt Oberhausen eingegangen ist. Wer spät dran ist: Der Wahlbrief kann bis 18 Uhr in den Briefkasten des Fachbereiches Wahlen an der Schwartzstraße 73 geworfen werden.

Die Beteiligung an der Briefwahl ist bei dieser Wahl besonders hoch. Von 148.000 Wahlberechtigten haben mit Stand 13. September 2021 bereits 45.500 Personen eine Briefwahl beantragt. Das entspricht einem Anteil von 31 Prozent. Zum Vergleich: Bei der Bundestagswahl 2017 waren es zu diesem Zeitpunkt 24.600 Briefwähler; die Gesamtzahl der 31.021 Briefwähler bei der Bundestagswahl 2017 wurde also bereits überschritten.

Was ist eine Sofortwahl und wo kann ich das Angebot nutzen?

Neben der Briefwahl besteht das Angebot, seine Stimme auch bereits jetzt persönlich vor Ort in einem Wahllokal abzugeben. Dazu hat die Stadt drei Sofortwahlstellen in den jeweiligen Stadtbezirken eingerichtet, geöffnet haben sie vom 23. August bis zum 24. September. Bürgerinnen und Bürger, die in Alt-Oberhausen wohnen, können ihre Sofort-Wahlstimme am Jugendamts-Standort Danziger Straße 11-13 abgeben. Nicht wundern: Diese Sofortwahlstelle wurde bei vergangenen Wahlen im Rathaus an der Schwartzstraße eingerichtet, zur Bundestagswahl 2021 ist sie umgezogen.

Wählerinnen und Wähler aus Sterkrade können im Technischen Rathaus an der Bahnhofstraße 66 ihre Stimme abgeben, Osterfelderinnen und Osterfelder im Rathaus an der Bottroper Straße 183. Die drei Sofortwahlstellen haben von montags bis mittwochs, 8 bis 16 Uhr, donnerstags 8 bis 18 Uhr und freitags 8 bis 12 Uhr geöffnet. Am Freitag 24. September, bleiben sie bis 18 Uhr geöffnet. Im Technischen Rathaus besteht zudem die Möglichkeit, auch samstags zu wählen – von 10 bis 13 Uhr, bis einschließlich zum 18. September.

Wo befindet sich mein Wahllokal?

Wer wo seine Stimme abgeben kann, hängt von der Wohnadresse ab. Die Stadt Oberhausen hat eine Übersicht aller Wahllokale nach Wahl- und Stimmbezirk aufgelistet: hier geht’s zur Übersicht.

In den Wahlbenachrichtigungen, die den Wahlberechtigten in Oberhausen übersandt wurden, sind der Wahlbezirk und der Wahlraum angegeben, in dem er oder sie wählen kann. Jeder und jede Wahlberechtigte kann nur in dem Wahlraum des Wahlbezirks wählen, in dessen Wählerverzeichnis er oder sie eingetragen ist bzw. einen Wahlschein für den Wahlkreis 117 – Oberhausen/Wesel III besitzt.

Wer am Wahltag in seinem Wahlraum vor Ort wählen möchte, nehme bitte die Wahlbenachrichtigung bzw. den Wahlschein mit. Liegt diese Wahlbenachrichtigung nicht mehr vor, kann man auch unter Vorlage des Personalausweises oder Reisepasses wählen gehen. Im Wahllokal besteht Maskenpflicht.

Welchen Kandidaten hat Oberhausen bei der Bundestagswahl 2017 gewählt?

Oberhausen bildet zusammen mit Wesel III (Dinslaken) einen gemeinsamen Wahlkreis mit der Nummer 117. Wer hier die meisten Erststimmen holt, erringt einen Sitz im Bundestag. Insgesamt gibt es in Deutschland 299 Wahlkreise – mit entsprechend so vielen direkt gewählten Bundestagsabgeordneten. Im Wahlkreis 117 Oberhausen/Wesel III holte Dirk Vöpel am 24. September 2017 die meisten Erststimmen: 38,5 Prozent (56.987 Stimmen).

Dahinter folgten Marie-Luise Dött (CDU) mit 29,1 Prozent (43.077 Stimmen), Uwe Kamann (AfD) mit 12,3 Prozent (18.197 Stimmen), Niema Movassat (Die Linke) mit 7,7 Prozent (11.331 Stimmen), Roman Müller-Böhm (FDP) mit 6,3 Prozent (9357 Stimmen), Patrick Voss (Grüne) mit 5,6 Prozent (8349 Stimmen), Karin Schäfer (Die Violetten) mit 0,4 Prozent (554 Stimmen) und Wolf Dieter Rochlitz (MLPD) mit 0,2 Prozent (269 Stimmen). Die Wahlbeteiligung lag bei 73,4 Prozent.

Welche Parteien haben die Oberhausener Bürger bei der Bundestagswahl 2017 gewählt?

Bei der Bundestagswahl am 24. September 2017 holten die Parteien im Stadtgebiet Oberhausen folgende Resultate an Zweitstimmen:
SPD: 33,4 Prozent (36.209 Stimmen) – im Vergleich zur Bundestagswahl 2013 minus 8,3 Prozentpunkte
CDU: 26,0 Prozent (28.171 Stimmen) – im Vergleich zur Bundestagswahl 2013 minus 3,6 Prozentpunkte
AfD: 13,1 Prozent (14.226 Stimmen) – im Vergleich zur Bundestagswahl 2013 plus 8,9 Prozentpunkte
FDP: 9,5 Prozent (10.346 Stimmen) – im Vergleich zur Bundestagswahl 2013 plus 6,4 Prozentpunkte
Die Linke: 8,3 Prozent (8978 Stimmen) – im Vergleich zur Bundestagswahl 2013 plus 0,1 Prozentpunkte
Die Grünen: 5,2 Prozent (5678) – im Vergleich zur Bundestagswahl 2013 minus 1,2 Prozentpunkte
Tierschutzpartei: 1,0 Prozent (1088 Stimmen)
Die PARTEI: 0,9 Prozent (1000 Stimmen)
Die anderen Kleinparteien erhielten weniger als 1000 Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 72,0 Prozent (plus 2,7 Prozentpunkte).

Im Vergleich zur Bundestagswahl im Jahr 2013 gab es in Oberhausen starke Stimmenverluste für die großen Parteien SPD und CDU, Zugewinne für die FDP und extreme Zuwächse für die AfD. Vor allem das zweistellige Prozentergebnis der AfD, die bei dieser Wahl plötzlich drittstärkste Partei in Oberhausen wurde, schockte die damaligen Ratsparteien: Sie versprachen, die Ursachen für diesen Wahlerfolg genau zu analysieren.

Zum Vergleich: Deutschlandweit kam die CDU/CSU auf 32,9 Prozent (2013: 41,5 Prozent), die SPD auf 20,5 Prozent (2013: 25,7 Prozent), die AfD auf 12,6 Prozent (2013: 4,7 Prozent), die FDP auf 10,7 Prozent (2013: 4,8 Prozent), die Linke auf 9,2 Prozent (2013: 8,6 Prozent), die Grünen auf 8,9 Prozent (2013: 8,4 Prozent)

Welche Lösungen haben die Bundesparteien für die Probleme der Ruhrgebiets-Städte?

Unbestritten entscheidet sich die Lebensqualität von Bürgern dort, wo sie leben und arbeiten: in den Städten und Gemeinden. Die Problemlasten der Ruhrgebietsstädte sind bekannt: hohe Altschulden und Sozialkosten, unterdurchschnittliche Kaufkraft der Bürger, mangelhafte Infrastruktur, zu geringe Investitionen, zu maroder Wohnungsbestand, zu wenige bezahlbare Wohnungen für Familien, zu schlechter und zu teurer öffentlicher Nahverkehr. Was haben also die Bundesparteien mit den Kommunen vor, wenn sie an die Macht kommen? Wir haben fast 1000 Seiten der Wahlprogramme der Bundestagsparteien durchforstet, um Antworten zu finden. Hier die wichtigsten Inhalte zum Thema: Wie die Bundesparteien den Ruhrgebietsstädten helfen wollen. Doch es gibt viele Probleme für die Einwohner in Ruhrgebiets-Städten, die im Wahlkampf leider kaum oder keine Rolle spielten, die aber die neue Bundesregierung unbedingt anpacken muss: Lesen Sie hier eine Übersicht über Schwierigkeiten und mögliche Lösungen: Was der Bund endlich für Oberhausener Bürger anpacken muss.

Welche Trends zeichnen sich für diese Bundestagswahl ab?

Im Wahlkampf in Oberhausener haben die Parteien vor allem versucht, Stammwähler zu halten und frustrierte Nichtwähler zurückzugewinnen. Lesen Sie hier: Wie Oberhausener Parteien um frustrierte Nichtwähler kämpfen. Nach allen Umfragen werden auch bei dieser Wahl die einstigen Volksparteien weiter schrumpfen, weiter an Zuspruch verlieren. In diesem Artikel lesen Sie, warum den einstigen Volksparteien die Wähler weglaufen.

Ein Rückblick – die Wahl vor vier Jahren: Hintergrundberichte und Analysen zur Bundestagswahl in Oberhausen im September 2017:

Wer sich noch einmal die Reaktionen zu den Wahlergebnissen der Bundestagswahl 2017 und Informationen vor der Wahl 2017 für Oberhausen vergegenwärtigen möchte, kann hier nachlesen:

AfD-Hochburg in Oberhausen weist die geringste Wahlbeteiligung auf

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Die wichtigsten Fragen und Antworten für Oberhausener kurz vor der Bundestagswahl 2017

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