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Bundestagswahl: Oberhausen hat nur noch einen Abgeordneten

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Er hat es geschafft: SPD-Bundestagsabgeordneter Dirk Vöpel (Mitte) zieht erneut in den Deutschen Bundestag ein.

Er hat es geschafft: SPD-Bundestagsabgeordneter Dirk Vöpel (Mitte) zieht erneut in den Deutschen Bundestag ein.

Foto: Kerstin Bögeholz / FUNKE FotoServices

Oberhausen.  Einen Tag nach der Bundestagswahl 2021 ist klar: Oberhausen schickt nur noch einen Abgeordneten nach Berlin. Vor vier Jahren waren es noch fünf.

Die wahlberechtigten Oberhausenerinnen und Oberhausener haben bei der Bundestagswahl 2021 ein deutliches Votum abgegeben. Überraschend deutlich, mit einem Vorsprung von 16 Prozent, hat die SPD den Wahlbezirk gewonnen.

Hier finden Sie die Wahlergebnisse im Einzelnen: Bundestagswahl 2021 in Oberhausen - die Ergebnisse

Bundestagswahl in Oberhausen - News im Ticker

Montag, 27. September, 12.20 Uhr: Es ist amtlich: Oberhausen entsendet mit Dirk Vöpel nur noch einen Abgeordneten in den Deutschen Bundestag. Vor vier Jahren waren es dank guter Listenplätze der übrigen Kandidaten noch fünf: Dirk Vöpel (SPD, Direktmandat), Marie-Luise Dött (CDU), Niema Movassat (Die Linke), Roman Müller-Böhm (FDP) und Uwe Kamann (damals AfD). Marie-Luise Dött gehört seit 1998 dem Deutschen Bundestag an, ab der nächsten Legislaturperiode wird sie kein Mitglied mehr sein, sie hat es dieses Mal nicht über die Liste geschafft.

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22.54 Uhr: Auch wenn noch nicht sämtliche Dinslakener Wahlbezirke ausgezählt sind: Dirk Vöpel steht als direkt gewählter Bundestagsabgeordneter fest.

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22.28 Uhr: Die Oberhausener Wahlbezirke sind ausgezählt, das Ergebnis der Zweitstimmen lautet wie folgt: SPD: 36,7 ProzentCDU: 21,2 ProzentGrüne: 12,1 ProzentAfD: 9,6 ProzentFDP: 9,2 ProzentDie Linke: 4 Prozent

21.21 Uhr: 195 von 205 Oberhausener Wahlbezirke sind ausgezählt, es fehlen noch zehn weitere Briefwahlbezirke. Die Grünen haben sich mittlerweile noch etwas deutlicher von der AfD abgesetzt: Mit knapp zwölf Prozent gegenüber knapp zehn Prozent.

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20.52 Uhr: Die Grünen gewinnen langsam die Oberhand über die AfD. Die Grünen nach der Meldung von 189 Wahlbezirks-Ergebnissen von 205 in Oberhausen bei knapp zwölf Prozent, die AfD bei gut zehn Prozent der Zweitstimmen. Bei den Erststimmen ist es knapper: Grünen-Kandidatin Stefanie Weyland führt hauchdünn vor AfD-Mann Olaf Wilhelm.

Bundestagswahl in Oberhausen: Grüne und AfD im Kopf-an-Kopf-Rennen

20.36 Uhr: Die Oberhausener Grünen können zwar ihre Kandidatin Stefanie Weyland nicht in den Bundestag entsenden. Doch die Freude über das Abschneiden ihrer Partei auf Bundesebene versöhnt ein bisschen. „Wir wollen endlich etwas bewegen und mitgestalten“, sagt Fraktionschefin Steffi Opitz. Durch das Kopf-an-Kopf-Rennen von SPD und CDU hänge aber noch viel in der Luft. „Dabei ist es dieses Mal eine wirkliche Chance, um Veränderung anzustoßen.“

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20.09 Uhr: Die Auszählung schreitet weiter voran, das Zweitstimmenergebnis verfestigt sich mit jedem ausgezählten Wahlbezirk auf Oberhausener Stadtgebiet. Auch nach 154 von 205 Meldungen liegt die SPD deutlich vor der CDU. Die Grünen liefern sich derweil ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der AfD: Die Grünen haben mit 11,59 Prozent der Zweitstimmen aktuell die Nase leicht vorn. Die AfD liegt bei 11,22 Prozent.

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19.39 Uhr: Mehr als die Hälfte der Wahlbezirke auf Oberhausener Stadtgebiet sind mittlerweile ausgezählt. Das Bild bleibt: SPD bei 35 Prozent, CDU bei 20, AfD bei zwölf, Grüne bei elf, FDP bei knapp zehn und Die Linke bei vier Prozent.

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19.20 Uhr: Enttäuschung bei den Oberhausener Linken. Bundesweit müssen sie zittern, überhaupt in den Bundestag einzuziehen, die Ergebnisse in Oberhausen liegen nach jetzigem Stand noch einmal deutlich unter fünf Prozent. „Viele Menschen haben taktisch gewählt, um Laschet zu verhindern“, vermutet Sprecher Henning von Stoltzenberg. An den Infoständen und bei Hausbesuchen sei im Wahlkampf die Stimmung eigentlich gut gewesen.

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Bundestagswahl in Oberhausen: Die Ergebnisse der Wahlbezirke trudeln ein

19.09 Uhr: 51 von 205 Ergebnissen im Oberhausener Stadtgebiet liegen mittlerweile vor. Zwischenstand bei den Zweitstimmen: Die SPD kommt auf 35 Prozent, die CDU auf 20 Prozent, die AfD auf 13 Prozent, die Grünen auf elf und die FDP auf neun Prozent.

18.43 Uhr: Die Auszählung der Oberhausener Wählerstimmen läuft. Drei Wahlbezirke haben bereits ihr Ergebnis übermittelt, wonach die SPD mit ihrem Direktkandidaten deutlich vor der CDU mit ihrer Kandidatin Marie-Luise Dött liegt. Doch dies ist lange nicht das Endergebnis – 254 weitere Wahlbezirke (für Oberhausen und Dinslaken zusammen) müssen noch ausgezählt werden.

18 Uhr:Die Oberhausener Grünen haben sich in ihrer Zentrale „Freiraum“ an der Paul-Reusch-Straße getroffen. Gebannt folgten sie den ersten Prognosen. Die Reaktion fiel noch verhalten aus. Sie bleiben gespannt auf das Wahlergebnis im Oberhausener Stadtgebiet.

18 Uhr:Die Oberhausener SPD feiert ihre Wahlparty im Zentrum Altenberg. Dort verfolgten sie die ersten Prognosen im Fernsehen und freuten sich sichtlich. SPD-Ratsherr Manfred Flore riss vor Freude die Arme in die Höhe, gefolgt vom Applaus seiner Genossinnen und Genossen.

Bundestagswahl in Oberhausen: Versteinerte Mienen bei der CDU

18 Uhr: Die Wahllokale sind geschlossen, jetzt beginnen die Auszählungen der Stimmen. Bundesweit muss die CDU bittere Verluste hinnehmen, dementsprechend ist die Laune auch auf der Wahlparty der Oberhausener Christdemokraten in Königshardt nicht sehr gut. Mit teils versteinerten Mienen folgten Parteimitglieder den im Fernsehen verkündeten Prognosen, darunter die Bundestagskandidatin Marie-Luise Dött, Fraktionschefin Simone-Tatjana Stehr und Oberbürgermeister Daniel Schranz.

17.33 Uhr: Nach Stichproben-Erhebungen lag die NRW-weite Wahlbeteiligung am Nachmittag um 16 Uhr bei 69 Prozent. Das ist ein Prozentpunkt mehr als bei der vergangenen Bundestagswahl 2017. Die entsprechende Umfrage wurde durchgeführt im Kreis Düren, im Rhein-Kreis Neuss und im Kreis Gütersloh sowie in den kreisfreien Städten Düsseldorf, Duisburg, Essen, Köln und Mülheim an der Ruhr.

17 Uhr: Bislang verläuft die Bundestagswahl in Oberhausen ohne besondere Vorkommnisse. Das bestätigt Kreiswahlleiter Frank Motschull auf Nachfrage. Wenn um 18 Uhr die Wahllokale schließen, beginnen die Auszählungen. Auch die Briefwahlstimmen werden dann ausgewertet.

16.28 Uhr: Im Wahllokal Haus Koopmann an der Kniestraße in Osterfeld-Heide steht die Wahlurne in einem Gesellschaftsraum, in dem normalerweise Gesangsvereine proben. Doch hier dirigiert heute die Politik das Geschehen. Die ersten Wählerinnen und Wähler standen schon um 8 Uhr früh vor der Tür, jetzt am Nachmittag ist es deutlich ruhiger. Man gelangt ohne Wartezeit in die Wahlkabine. Die Wirtsleute berichten, dass bislang nur vereinzelt Wähler nach dem Kreuzchen den Weg in den Gastraum zu einem frisch gezapften Pils angetreten hätten. Für den Abend wird mit mehr Gästen gerechnet, die dann die aktuellen Ergebnisse vor dem Fernseher verfolgen wollen.

Bundestagswahl in Oberhausen: Rund 50.000 Briefwähler

16 Uhr: Endspurt. Noch zwei Stunden sind die Wahllokale in Oberhausen geöffnet. Rund 50.000 Oberhausenerinnen und Oberhausener haben in diesem Jahr übrigens von der Briefwahl Gebrauch gemacht – weit mehr als bei der Bundestagswahl 2017. Vor vier Jahren lag die Zahl der Briefwählerinnen und Briefwähler bei rund 31.000. Sie haben sich die Unterlagen zuschicken lassen, ausgefüllt und dann an die Stadt zurückgeschickt. Auch diese Stimmen werden ab 18 Uhr ausgezählt.

15.05 Uhr: Die wohl kurioseste Wahlkampflaterne haben wir am Buchenweg entdeckt. Sie zeigt: Wer zuerst kommt, hängt zwar zuerst. Doch wenn die Konkurrentinnen und Konkurrenten einen dann nach oben schieben, landet man Ende womöglich am absteigenden Laternenmast.

14.50 Uhr: Entspannt lässt es heute Hajo Sommers angehen. Der Direktkandidat für „Die Partei“ kam am Mittag erst aus Hamburg zurück – vom Geburtstag seiner Schwägerin. „Ich mache mich jetzt gleich auf den Weg zum Wahllokal“, erzählt er. Und verspricht: „Das war vielleicht mein erster Wahlkampf, aber sicher nicht mein letzter.“ Die letzten Monate bewertet er als spaßig, doch die neuen Medien müssten noch viel mehr bespielt werden: „Für so eine kleine Wurst-Partei wie uns haben wir uns aber gut geschlagen.“ Für ihn liegen die Stärken der Partei ohnehin auf Landes- und Kommunalebene. Mit einem Planwagen kommen am Nachmittag die Parteikollegen aus Dinslaken zum Ebertbad. „Und dann haben wir eine Menge Spaß – egal wie es ausgeht.“

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14.25 Uhr: Bislang verläuft die Wahl ruhig, die Stadt meldet bisher keine besonderen Vorkommnisse. Dabei lagen bereits im Vorfeld bei einigen Menschen die Nerven blank: Wie Wahlamtsleiterin Susanne Schulz im Gespräch mit unserer Redaktion berichtete, wehte in den Sofortwahlstellen der Stadt ein teils sehr rauer Wind. „Es gab Angriffe auf meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die teilweise sehr persönlich waren.“ Grund für den Ärger waren offenbar die strengen Vorgaben bei Corona-Schutzmaßnahmen und Datenschutz.

Bundestagswahl in Oberhausen: Grünen-Kandidatin Weyland atmet durch

14.06 Uhr: Nach langem Wahlkampf kann die Direktkandidatin der Grünen, Stefanie Weyland aus Dinslaken, am Sonntag erst einmal durchatmen. Am Samstag hat in Sterkrade eine letzte Wahlkampfaktion der Grünen stattgefunden: „Dort konnte ich nochmals mit vielen Wählerinnen und Wählern sprechen. Einige waren noch unentschlossen, welcher Partei sie ihre Stimme geben wollen.“ Den Wahlkampf in Oberhausen bewertet die Grünen-Kandidatin als konstruktiv. „Bei allen Podiumsdiskussionen gab es eine erfreulich sachliche Auseinandersetzung.“

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13.36 Uhr: Der Wahlleiter des Landes NRW, Wolfgang Schellen teilt mit, dass bis 12 Uhr die Wahlbeteiligung in acht ausgewählten Kreisen und kreisfreien Städten Nordrhein-Westfalens im Durchschnitt bei knapp 45 Prozent lag. Die stichprobenartige Umfrage wurde durchgeführt im Kreis Düren, im Rhein-Kreis Neuss und im Kreis Gütersloh sowie in den kreisfreien Städten Düsseldorf, Duisburg, Essen, Köln und Mülheim an der Ruhr. Die Stadt Oberhausen gibt keine Zwischenstände bei der Wahlbeteiligung im Stadtgebiet.

13.20 Uhr: Auch die Anne-Frank-Realschule an der Goebenstraße ist an diesem Sonntag Wahllokal. Hier herrscht ziemliche Leere. Nur sehr vereinzelt treffen Wählerinnen und Wähler ein, um ihre Stimme abzugeben. Die Maskenpflicht ist übrigens kein Problem. Bereitwillig setzen die Menschen vor dem Betreten des Schulgebäudes den Mund-Nasen-Schutz auf.

13 Uhr: Jetzt wechseln die Wahlvorstände, die spätere Schicht löst in den 143 Wahllokalen im Stadtgebiet Oberhausen die Frühschicht ab. Nach Auskunft von Kreiswahlleiter Frank Motschull, Rechtsdezernent der Stadt Oberhausen, lief bisher alles planmäßig. „Wir haben keine besonderen Vorkommnisse, es ist alles in Ordnung. Diesmal haben wir auch keine Schwierigkeiten mit Warteschlangen, wie wir sie an einigen Wahllokalen während der Kommunalwahl im vergangenen Jahr hatten. Damals mussten wir noch Wahlkabinen nachliefern, aber diesmal finden ja auch nicht so viele Wahlen gleichzeitig statt.“

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Im September 2020 wurden in Nordrhein-Westfalen die Oberbürgermeister, die Stadträte, die Bezirksvertretungen und die Integrationsräte gewählt. Erfreulich: Die rund 50.000 Wähler, die Briefwahlunterlagen beantragt haben, haben tatsächlich weitgehend ihr Kreuz gemacht und den Wahlzettel zurückgeschickt: über 49.000 sind im Wahlamt eingegangen. Das sind ein Drittel der insgesamt 148.000 Wahlberechtigten in Oberhausen.

Bundestagswahl in Oberhausen: SPD-Kandidat Dirk Vöpel wählt in Liricher Pauluskirche

12.47 Uhr: Wahlsonntag? In den Cafés an der Elsässer Straße herrscht entspannte Spätsommer-Stimmung. Die Oberhausener genießen Frischgezapftes und Cappuccino. Ein WAZ-Leser an einem der Tische studiert die Samstagausgabe und stimmt sich so auf den Wahlabend ein.

12.25 Uhr: Expertinnen und Experten prognostizieren ein knappes Wahlergebnis. Um so mehr kommt es gerade bei dieser Bundestagswahl auf jede Stimme an. Jeder Bürger, jede Bürgerin hat es mit in der Hand, eine neue Regierung zu wählen. Und diese muss dringend die aufgestauten Probleme anpacken: Mangelhafte Infrastruktur (Straßen, Digitalnetz, Kanäle, Gleise, öffentliche Gebäude), zu wenig durchschlagender Klimaschutz, zu große Spaltung der Gesellschaft in Arm und Reich, zu viel Bürokratie bei zu langsamen Entscheidungsprozessen, zu geringe Finanzierung der Bildung – und zu viele hoch verschuldete Städte, die aus eigener Kraft zu geringe Freiräume für ihre Bürger schaffen können.

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12 Uhr:SPD-Direktkandidat Dirk Vöpel hat am Sonntagmittag noch nicht gewählt, will aber bald den Gang zu seinem Wahllokal in der Liricher Pauluskirche antreten. Sechs Wochen Wahlkampf liegen hinter dem Sozialdemokraten, der den Wahlkreis 117 zum dritten Mal direkt gewinnen will. „Im Wahlkampf hat es viele gute Gespräche mit den Bürgerinnen und Bürgern gegeben. Das hat Spaß gemacht“, sagt Dirk Vöpel. Doch jetzt sei die Zeit reif für den Wahltag und eine Entscheidung.

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11.55 Uhr: Etwas mitgenommen sehen die Wahlplakate in der Oberhausener Innenstadt mittlerweile aus. Immer wieder ärgern sich Parteien über die Verschandelung ihrer Plakate, sie werden beklebt, beschmiert oder sogar zerstört. Erlaubt ist das selbstverständlich nicht.

11.05 Uhr: Die Straßen füllen sich langsam Menschen auf dem Weg zum Wahllokal. Da ist der Radler, der im Vorbeifahren mit seiner Wahlbenachrichtigung winkt, da sind die Paare, die das gute Wetter offenbar nutzen, den Gang zur Urne mit einem Spaziergang zu verbinden.

Bundestagswahl in Oberhausen: CDU-Kandidatin Dött hofft auf Sieg

10.25 Uhr:Marie-Luise Dött, die CDU-Direktkandidatin für den Wahlkreis 117 (Oberhausen Dinslaken) wirkt an diesem Wahlsonntag am Telefon trotz des pannenreichen Wahlkampfs der Bundes-CDU recht entspannt und fröhlich. „Ich bin optimistisch, es ist wie beim Berlin-Marathon: die letzte Etappe entscheidet – und hier hat Armin Laschet in der Vergangenheit bewiesen, dass er es packen kann.“ An den Wahlständen habe es anfangs zwar bemerkenswert viele polemische Attacken von Wählern gegen die CDU gegeben, in den letzten 2-3 Wochen habe sich dort aber die Stimmung gedreht.

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Marie-Luise Dött hofft, die Mehrheit des Wahlkreises erreichen zu können – gegen den bisherigen zweimaligen Gewinner des Wahlkreises, Dirk Vöpel (SPD). „Das wäre allerdings der Hammer, denn das ist ja eine angestammte SPD Hochburg. Wir konnten bisher aber immer stärker die SPD hier nach unten drücken – hoffentlich gelingt uns das auch diesmal.“ Frau Dött ist auf der NRW-CDU-Parteiliste auf dem Listenplatz 23 gesetzt. „Nach allen Prognosen wird das sehr knapp werden, ob ich noch einmal in den Bundestag einziehen kann, wenn ich nicht im Wahlkreis die Mehrheit hole.“ Marie-Luise Dött ist bereits seit 1998 Abgeordnete des Deutschen Bundestages.

9.15 Uhr: Wer sich für die Briefwahl entschieden, aber leider vergessen hat, den Brief rechtzeitig abzuschicken, kann diesen auch heute noch bis 18 Uhr abgeben: Beim Bereich Wahlen der Stadt, im sogenannten Zinkweiß-Gebäude gegenüber dem Rathaus, Schwartzstraße 73.

8.15 Uhr: Die wichtigere Stimme ist eigentlich die Zweitstimme, weil sich hier die künftige Zusammensetzung des Bundestags und damit die Machtverhältnisse für den Bund in Berlin entscheidet: In NRW sind diesmal 27 Parteien zugelassen – der Wahlzettel ist also lang: CDU, SPD, FDP, AfD, Grüne, Linke, Die PARTEI, Tierschutzpartei, Piraten, Freie Wähler, ÖDP, V-Partei, Partei für Gesundheitsforschung, MLPD, Die Humanisten, DKP, SGP, Die Basis, Bündnis C, Die Urbane, die LIEBE, LKR, Fortschrittspartei, Lobbyisten für Kinder, Team Todenhöfer und Volt.

Bundestagswahl in Oberhausen: Das sind die Direktkandidaten

8.10 Uhr: Wer im Wahllokal in seiner Wahlkabine den Wahlschein betrachtet, sieht in Oberhausen folgende Namen der Direktkandidaten:
Dirk Vöpel für die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
Marie-Luise Dött für die Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)
Olaf Wilhelm für die Alternative für Deutschland (AfD)
Sascha Wagner für Die Linke
Roman Müller-Böhm für die Freie Demokratische Partei Deutschlands (FDP)
Stefanie Weyland für Bündnis 90/Die Grünen
Hajo Sommers für die Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative Die PARTEI
Guido Horn für Freie Wähler
Simon Thomas für die Partei für Veränderung, Vegetarier und Veganer (V-Partei³)
Erhan Aktürk für die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD)
Ralf Wosnek für die Basisdemokratische Partei Deutschlands (dieBasis)

8.00 Uhr: Jetzt öffnen die Wahllokale – hoffentlich pünktlich, hoffentlich hat kein Wahlhelfer verschlafen oder ist erkrankt. Sonst stehen immerhin 200 Ersatzkräfte bereit, die im Notfall als Wahlhelfer in Oberhausen einspringen können.

7.45 Uhr: Wer gleich ins Wahllokal geht, sollte sich nicht über den ziemlich langen Wahlzettel wundern: In Oberhausen stellen sich elf Direktkandidaten zur Wahl, die den Wahlkreis 117 Oberhausen/Dinslaken gewinnen wollen – in dem sie die Mehrheit der Stimmen auf sich vereinen. Zudem kämpfen 27 Parteien um die Gunst der Wähler – und ihre Zweitstimme. Die Zweitstimme entscheidet über die Zusammensetzung und die Machtverhältnisse im nächsten Deutschen Bundestag. 148.000 Oberhausenerinnen und Oberhausener sind wahlberechtigt. Ein Drittel von ihnen hat bereits per Brief die Stimme abgegeben.

7.30 Uhr: In einer halben Stunde werden die 143 Oberhausener Wahllokale, betreut von rund 1300 ehrenamtlich tätige Wahlhelferinnen und Wahlhelfer öffnen. Wer sich auf die Wahl noch kurz vor Stimmabgabe vorbereiten will, sollte diese Infos noch einmal lesen: Bundestagswahl 2021 in Oberhausen – die Infos im Überblick.

So haben wir in Oberhausen bislang über die Bundestagswahl berichtet:

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