Ordnungsoffensive

Bilanz zur Ordnungsoffensive: drei Gaststätten geschlossen

Immer wieder lag neuer wilder Müll an diesem Stromkasten an der Saarstraße, Nähe Marktstraße. Auch hier blieben die Ordnungskräfte hartnäckig und ermittelten die Übeltäter.

Immer wieder lag neuer wilder Müll an diesem Stromkasten an der Saarstraße, Nähe Marktstraße. Auch hier blieben die Ordnungskräfte hartnäckig und ermittelten die Übeltäter.

Foto: Michael Bresgott / WAZ Oberhausen

Oberhausen.  Wilder Müll, fehlender Brandschutz, Alkoholkonsum am Hauptbahnhof – die Stadt zieht nach der jüngsten Ordnungsoffensive Ende Oktober eine Bilanz.

Die Stadt zieht eine positive Bilanz zur dritten Ordnungsoffensive in Alt-Oberhausen, die dort Ende Oktober über die Bühne ging.

Dieses Mal standen auch Gaststätten im Bereich der Grenzstraße auf dem Prüfstand. Zwölf wurden überprüft, drei davon geschlossen und sieben erhielten Anzeigen auf Grund von Ordnungswidrigkeiten. Darüber hinaus seien zahlreiche weitere Verstöße und Vergehen festgestellt und geahndet worden, so die Stadtpressestelle in einer aktuellen Mitteilung.

Vom 21. bis 27. Oktober waren Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) mit Unterstützung der Polizei im Innenstadtbereich unterwegs, vor allem auf Grenz-, Bebel-, Hansa-, Ebert- und Düppelstraße. Falschparker, wilde Müllkippen an besonders neuralgischen Punkten, verbotener Alkoholkonsum auf dem Bahnhofsvorplatz – all diese Vergehen standen im Blickpunkt.

Streifen von KOD und Polizei waren auch in den umliegenden Parkanlagen unterwegs. Kontrolliert wurde von morgens bis abends. Insgesamt waren drei Teams mit je zwei Personen im Einsatz.

„Wir stellen fest, dass sich die Ordnungsoffensive wieder gelohnt hat“, sagt Ordnungsdezernent Michael Jehn, der zugleich klarstellt, dass die Stadt damit noch nicht zufrieden sei, sondern weiter an konkreten Maßnahmen arbeite.

Entschlossen gegen den wilden Müll

Die Ordnungskräfte gingen unter anderem auch Hinweisen aus der Bevölkerung nach. So konnte zum Beispiel ein langwieriges Müllproblem an der Marktstraße, Ecke Saarstraße vorläufig behoben werden. Hier blieben die Müll-Fahnder besonders hartnäckig und fahndeten auch in Zivil, denn trotz ihrer Gegenmaßnahmen tauchte rund um den 24. Oktober dort immer wieder Müll an einem Stromkasten auf. Mehrere Müllsünder wurden identifiziert und erhielten eine Strafanzeige.

Erstmalig sei im Zuge der Ordnungsoffensive auch eine sogenannte „Problemimmobilie“ auf der Grenzstraße kontrolliert worden. Regelmäßige Beschwerden aus der Nachbarschaft zum Zustand des Hauses und der Wohnverhältnisse hätten dort schon seit langem dazu geführt, dass dem Besitzer von der Stadt stets neue Auflagen zur Verbesserung von Bausubstanz, Brandschutz und Hygiene gemacht worden seien.

Bei der unangekündigten gemeinsamen Überprüfung durch Polizei, Ordnungsamt, Bauaufsicht, Feuerwehr, Ausländeramt und Gesundheitsamt habe man nun erfreulicherweise feststellen können, dass die angemahnten Missstände behoben worden waren. „Ziel derartiger konzertierter Aktionen ist immer, Leib und Leben der Menschen zu schützen“, sagt Michael Jehn. Und er beteuert: Die Verwaltung nehme entsprechende Hinweise aus der Nachbarschaft sehr ernst. „Wir waren alle sehr erleichtert, dass wir, anstatt räumen zu müssen, feststellen konnten, dass unsere regelmäßigen Kontrollen und die Anordnungen Wirkung zeigen.“

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