Schulen in Oberhausen

Beschlüsse für Oberhausener Schulformwechsler erst Ende 2019

Foto: skynesher

Oberhausen.   Die Vorschläge der Oberhausener Verwaltung zur Umgestaltung der Schullandschaft prüft ein Arbeitskreis. Der Rat entscheidet frühestens Ende 2019.

Eine neue Schule errichten. Plätze an Real- und Gesamtschulen ausweiten. Plätze an Gymnasien reduzieren oder gar ein Gymnasium im Stadtsüden in eine Gesamtschule umwandeln: Die Vorschläge der Schulverwaltung, wie Oberhausen die Schullandschaft umgestalten könnte, hat der Schulausschuss in seiner Sitzung am Mittwoch zur Kenntnis genommen. Und sich damit einverstanden erklärt, dass ein Arbeitskreis die Varianten prüft, weitere aufnimmt und dem Rat beschlussfähige Ergebnisse vorlegt.

Noch vor der Weihnachtspause in diesem Jahr soll das geschehen, forderte Gundula Hausmann-Peters, schulpolitische Sprecherin der CDU. „Der Arbeitskreis hätte schon vor einem Jahr seine Arbeit aufnehmen können.“ Anderthalb Jahre habe es gedauert, bis die Schulverwaltung nach dem Ratsbeschluss vom Dezember 2017 – die Errichtung einer neuen Schule zu prüfen – nun endlich das Datenmaterial und die Vorschläge auf den Tisch gelegt habe. Den schleppenden Fortgang kritisierte auch Sandra Gödderz, schulpolitische Sprecherin der Grünen. Inhaltlich äußern wollte sich die Ratsfrau nicht zu den Vorschlägen der Schulverwaltung.

Die sind dazu gedacht, Plätze für Schüler zu schaffen, die insbesondere nach der Klasse sechs wegen zu schlechter Noten die Gymnasien und Realschulen verlassen müssen und für die an den vier Oberhausener Gesamtschulen kein Platz ist. Für diese Schulformwechsler, aber auch für eine steigende Schülerzahl muss es mehr Schulplätze an Realschulen und Gesamtschulen geben. Dafür sollten Kapazitäten an Gymnasien reduziert werden, so die Analyse der Schulverwaltung.

Umfassende Bestandsaufnahme

Kirsten Oberste-Kleinbeck, schulpolitische Sprecherin der SPD, nannte das Papier der Schulplaner eine „umfassende Bestandsaufnahme und eine nüchterne Analyse, welche Maßnahmen ergriffen werden könnten“. Dem hielt Gundula Hausmann-Peters entgegen, dass „größtenteils unrealistische Varianten“ vorgestellt würden. „Mir ist kein Oberhausener Gymnasium bekannt, dass sich freiwillig zur Gesamtschule umwandeln lassen würde“, sagte die CDU-Politikerin. Regina Boos (FDP) kritisierte, dass gar nicht alle Varianten durchgespielt würden – zum Beispiel der Aufbau einer weiteren Realschule.

Wegen der hohen Kosten und auch, weil ein neue Schule möglicherweise im Jahrgang fünf nicht genug Anmeldungen zusammenbekommen würde, rät die Verwaltung davon eher ab. „Der Verwaltungsvorstand hat wenig Neigung eine neue Schule zu errichten, wenn es keinen Bedarf gibt“, sagte auch Beigeordneter Apostolos Tsalastras. Der Bedarf für die Schulformwechsler ist allerdings groß: Denn später in der Sitzung sprach sich der Schulausschuss mehrheitlich dafür aus, an der Theodor-Heuss-Realschule zum Schuljahr 2019/20 eine zusätzliche Klasse sieben für diese einzurichten.

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