Digitalisierung

Berater: Wer sich als Firma nicht neu erfindet, der verliert

Oliver Janzen hat sich mit dem Unternehmen „Faktor D consulting“ im Technologiezentrum TZU an der Essener Straße angesiedelt. Als „Juwel“ bezeichnet er sein neues, helles Büro in der Neuen Mitte.

Oliver Janzen hat sich mit dem Unternehmen „Faktor D consulting“ im Technologiezentrum TZU an der Essener Straße angesiedelt. Als „Juwel“ bezeichnet er sein neues, helles Büro in der Neuen Mitte.

Foto: Christoph Wojtyczka

Oberhausen.   Aus Oberhausen erhalten nun Unternehmen bundesweit neue Strategien für die Digitalisierung. „Faktor D“ ist neuer Mieter im Technologiezentrum.

Digitalisierungsstrategien für Unternehmen in ganz Deutschland werden künftig in Oberhausen entwickelt. IT-Experte Oliver Janzen hat sich als neuer Mieter im Technologiezentrum TZU niedergelassen. Hier, in seiner „Denkzentrale“, wie er sagt, empfängt er Kunden und entwickelt Konzepte, Workshops, Vorträge.

„Faktor D“ ist eine Beraterfirma, die Unternehmen hilft, Kundendaten zu digitalisieren, Abteilungen miteinander zu vernetzen oder moderne Kommunikationssysteme aufzubauen.

Als Gewinner der Digitalisierung

„Wir wollen den Unternehmen helfen, als Gewinner aus der Digitalisierung hervorzugehen", sagt der Oberhausener. Er ist überzeugt: „Wer sich nicht umstellt, sich nicht selbst neu erfindet und auf moderne Arbeitsweisen einlässt, verliert.“

Sein Fokus liege dabei auf dem Mittelstand, den Janzen aber durchaus großzügig definiert: Seine Strategien sind auf Unternehmen mit rund 500 Mitarbeitern ausgelegt – vor allem aus den Bereichen Gesundheit und Industrie. Krankenkassen zählen zu seinen Kunden, künftig sollen auch Kliniken hinzukommen. Und Betriebe aus dem produzierenden Gewerbe, vom Automobilzulieferer bis zum Solartechniker.

Wahres Juwel in Oberhausen

Neu in der Kundenkartei: GKV Informatik. „Faktor D“ ist neuer Vertragspartner des IT-Dienstleisters, der mehrere Krankenkassen betreut. Der Oberhausener Digitalisierungsspezialist kümmert sich ums Projektmanagement; er koordiniert die Teamarbeit, sei es bei der Arbeit an neuer Software oder dem Zusammenschluss zweier Rechenzentren.

Oberhausener Firmen zählen (noch) nicht zu seinem Kundenstamm, dennoch hat Oliver Janzen hier viel vor. „Bis Ende nächsten Jahres soll das Team von derzeit fünf Mitarbeitern auf 20 wachsen. Die Chancen stehen gut, in ein paar Jahren 50 Menschen beschäftigen zu können.“ Woher kommt die Zuversicht? „Der Markt ist da. Und die Menschen, die mitgestalten wollen, sind es auch“, sagt Janzen. Schwarze Zahlen zu schreiben sei Pflicht, „glückliche Mitarbeiter und Kunden sind das Ziel“.

Mieten in Düsseldorf sehr hoch

Sieben Jahre lang hat Oliver Janzen ein Unternehmen in Düsseldorf geleitet. Von Düsseldorf nach Oberhausen – tut so ein Umzug weh? „Keinesfalls. Mit dem Büro im TZU habe ich ein wahres Juwel gefunden“, meint Janzen. Düsseldorf mag vielleicht ein höheres Renommee haben, „die Mieten sind aber ebenfalls so hoch.“

Das Ruhrgebiet brauche sich keinesfalls hinter anderen Metropolen Europas zu verstecken. Janzen schätzt die zentrale Lage, die kurzen Wege, das Centro und die Hotels in direkter Nachbarschaft. Nur ein bisschen mehr Zusammenarbeit der einzelnen Städte wünscht er sich. „Wir sollten uns weniger als Konkurrenten und mehr als Partner mit denselben Interessen verstehen.“

>>>INFO: Experte für „Digitale Transformation“

Hinter „Faktor D“ steht neben Oliver Janzen auch die österreichische Firma xtention. Das IT-Unternehmen hat sich auf Digital-Lösungen für das Gesundheits- und Sozialwesen spezialisiert und zählt unter anderem auch die Krankenkasse AOK zu seinen Kunden. Oliver Janzen ist promovierter Physiker und Unternehmer. Er versteht sich als Experte für „Digitale Transformation“. Er hat bereits für verschiedene Beraterfirmen in leitenden Positionen gearbeitet und ist Moderator des IT-Fachmagazins „Computerwoche“.

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