Nahverkehr

Bei Schnee und Eis könnten Busse der Stoag stehen bleiben

Auch im Februar 2013 hatte es so viel geschneit, dass Oberhausener lange auf ihren Bus warten mussten.

Auch im Februar 2013 hatte es so viel geschneit, dass Oberhausener lange auf ihren Bus warten mussten.

Foto: Tom Thöne

Oberhausen.   Wenn es glatt wird, könnten in Oberhausen Linien der Stoag eingestellt werden. Alle Busse wurden kontrolliert, Winterreifen haben sie nicht.

Wenn es in den nächsten Wochen schneit und die Straßen glatt werden, dann warten Oberhausener womöglich vergeblich auf den Bus. Sabine Müller, Sprecherin der Stadtwerke Oberhausen AG (Stoag), bestätigt auf Anfrage, dass die Busse bei starkem Schneefall und extremer Glätte – zumindest auf einigen Linien – in den Garagen stehen bleiben. „Das ist wirklich das letzte Mittel“, sagt Müller. Es sei in der Vergangenheit aber schon vorgekommen, dass der Busverkehr eingestellt wurde.

„Die Sicherheit steht immer an erster Stelle“, betont die Stoag-Sprecherin. Die Busfahrer würden sich in der Leitstelle melden, wenn sie glauben, dass bestimmte Stellen – besonders Steigungen – zu glatt sind. „Dann wird gemeinsam entschieden.“

Trasse wird mit Priorität gestreut

Damit es so weit aber nicht kommt, wurden alle Busse vor dem Winter überprüft: Funktionieren Heizung und Klimaanlage? Haben die Reifen genügend Profiltiefe? Ein Wechsel auf Winterreifen hat allerdings nicht stattgefunden. „Unsere Busse fahren das ganze Jahr über mit sogenannten M+S-Reifen. Das steht für Matsch und Schnee.“ Seit diesem Jahr seien außerdem Reifen mit einem speziellen Piktogramm – eine Schneeflocke und ein Berg – Pflicht. Solche Reifen habe die Stoag schon seit 2014, betont Sabine Müller. „Bei unserer Schneesituation reichen die völlig aus. Durch das Gewicht der Busse haben die Reifen einen besonderen Grip.“

Die Busse fahren auch deswegen das ganze Jahr mit denselben Reifen, weil es ein immenser Aufwand wäre, die Reifen bei allen Bussen zweimal im Jahr zu wechseln. „Bei 900 Reifen macht man das nicht mal eben zwischendurch“, sagt die Stoag-Sprecherin.

Die Mitarbeiter der Wirtschaftsbetriebe Oberhausen (WBO) streuen die Trasse und andere von Bussen befahrene Straßen „mit höchster Priorität“, damit der Busverkehr möglichst reibungslos funktioniert. Grundsätzlich gebe es im Winter enge Absprachen zwischen Stoag, WBO und der Polizei, um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten. Einen Notfahrplan, wie ihn beispielsweise die Ruhrbahn für Essen und Mülheim erarbeitet hat, gibt es bei der Stoag aber nicht.

„Schneewachen“ sind die ganze Nacht unterwegs

Damit die Straßenbahn zwischen Sterkrade und Mülheim auch bei starkem Schneefall fahren kann, werden im Ernstfall sogenannte „Schneewachen“ eingesetzt, die die ganze Nacht über fahren, um die Gleise vom Schnee zu befreien. „Räumfahrzeuge müssen darauf achten, dass sie den Schnee nur bis zu einer bestimmten Markierung schieben“, erklärt Sabine Müller. Denn sonst komme die Straßenbahn nicht mehr durch.

Müller weist außerdem darauf hin, dass es bei Schnee und Glätte natürlich zu Verspätungen kommen kann. „Viele Autofahrer sind dann vorsichtiger und fahren langsamer. Dann stecken natürlich auch unsere Busse im Verkehr fest, obwohl sie eigentlich schneller fahren könnten.“

>>>> Seit dem 6. Januar gilt ein neuer Fahrplan

Am 6. Januar ist bei der Stoag ein neuer Fahrplan in Kraft getreten. Die wichtigste Änderung betrifft die Linie 961, die jetzt in beiden Fahrtrichtungen über Bottrop Fuhlenbrock Markt fährt. Die Linie 122 hält nun in Fahrtrichtung Mülheim an der Anne-Frank-Realschule. Auf den Linien SB90, SB91, 122, 263, 976 und 979 haben sich die Fahrzeiten geringfügig verändert.

In den Kundenzentren (am Hauptbahnhof, in der Neuen Mitte und am Bahnhof Sterkrade) liegen kostenlose Änderungshefte zum Fahrplan aus. Alles Infos gibt es auch in der Stoag-App und online auf stoag.de.

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