Karneval

Bei Jürgen Milski fährt die „18“ von Oberhausen bis Istanbul

Großer Bruder: Jürgen Milski („Big Brother“) brachte die Schlager-Fans in Oberhausen auf Trab.

Foto: Jörg Schimmel

Großer Bruder: Jürgen Milski („Big Brother“) brachte die Schlager-Fans in Oberhausen auf Trab. Foto: Jörg Schimmel

OBERHAUSEN.   Die Lebenshilfe feiert mit 1000 Narren in der Luise-Albertz-Halle. Schunkeln mit Schlager-Sänger Jürgen Milski. Furioser Gemeinschaftstanz.

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Wollt ihr mit mir Karnevalslieder singen? Schlagersänger Jürgen Milski stellt eine Frage, auf die er die Antwort bereits kennt. Trotzdem zaubert ihm das prompt einsetzende Echo ein Lächeln ins Gesicht, als hätte er nicht damit gerechnet. Rund 1000 Jecken feiern in der Luise-Albertz-Halle die Karnevalssitzung der Lebenshilfe. Besucher mit und ohne Behinderung schunkeln gemeinsam.

„Heute fährt die 18 bis nach Istanbul“ singt der durch die erste Staffel der RTL2-Container-Show „Big Brother“ bekannt gewordene Schlagersänger. Der gebürtige Kölner wirbelt wie ein großer Bruder umher: Er verkündet euphorisch „Viva Colonia“ und stellt die beliebte Narrenfrage: „Wer hat mir die Rose auf den Hintern tätowiert?“

Die Stimmung ist prima, die lang gezogenen Tischreihen in der guten Stube komplett besetzt. Ein beeindruckendes Bild für Prinz Hermann II., der auf der Zielgerade seiner Regentschaft noch einmal sein Team und die Inklusionsgarde der Alstadener Bären lobt, in der längst Menschen mit und ohne Handicap miteinander tänzerische Höchstleistungen vollbringen. „Dieses Projekt hat uns alle menschlich weiterentwickelt“, sagt der Prinz. Auch Lebenshilfe-Chef Jürgen Fischer findet anerkennende Worte: „Macht unbedingt weiter damit!“

Ebenfalls äußerst fortsetzungswürdig ist der Gemeinschaftstanz aller Oberhausener Garden, der die Vielfalt des hiesigen Brauchtums in einem Bild auf die Bühne zaubert. Dies ist keine Floskel: Damit kann man selbst dem Kölner Karneval noch etwas vormachen.

Mit der Schlagersängerin Anna-Maria Zimmermann („Tausend Träume weit“) steht dann noch eine weitere Künstlerin aus dem feierwütigen Genre bereit. Ein Hauch von „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) erfasst die Stadthalle. Obwohl Superstars hier doch eigentlich kaum gebraucht wird: Authentische Atmosphäre, singende Narren im Kostüm und gemeinsame Schunkel-Wellen bereiten Laune. Karnevalssängerin Miri bringt dazu sämtliche Stimmen aus den rheinischen Karnevalshochburgen nach Oberhausen. Gute Laune sowieso. Auch das Kinderprinzenpaar und das Dreigestirn um Prinz Dubby meinen: „So macht Karneval Spaß!“

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