Fachgeschäft

Bei „Beste Kumpels“ dürfen nur gute Sachen in den Napf

Die Geschäftsführerinnen Nicole Herrmann (links)  und Stephanie Denda mit Pepper und Lilly.

Foto: Tanja Pickartz

Die Geschäftsführerinnen Nicole Herrmann (links) und Stephanie Denda mit Pepper und Lilly. Foto: Tanja Pickartz

Oberhausen.   In dem Tierfuttergeschäft „Beste Kumpels“ in Oberhausen setzen die Inhaberinnen auch auf eigens produziertes Trocken- und Nassfutter.

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Pepper, Lilly und Raffy begrüßen die Gäste. Lilly ist die schmusigste des Hundetrios. Aber etwas ist bei diesen Hunden anders. Nach einiger Zeit fällt es auf. Die Hunde riechen nicht. Die Drei sind quasi auch Mitarbeiter im Geschäft „Beste Kumpels“ an der Alstadener Straße 39. Dort gibt es Futter für Hund und Katze, Leckerchen, Literatur oder Spielzeug. Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Futter und der Beratung.

So löst Nicole Herrmann (41) auch schnell das Rätsel um die Hunde. „Dieser typische Hundegeruch ist auf Futterunverträglichkeiten zurückzuführen“, sagt sie. Auch Augen- und Ohrenentzündungen oder das Knabbern an den Pfoten könnten damit zusammenhängen. „Wenn die Entgiftungsorgane überfordert sind, werden die Stoffe über die Haut ausgeschieden“, sagt Herrmann. Die Alstadenerin führt gemeinsam mit Stephanie Denda (31) den „Tante Emma Laden für Hunde und Katzen“. Alles, was bei ihnen in den Napf kommt, sei gesund. Aber selbst beim gesunden Futter eignet sich nicht jedes für jedes Tier.

Geballtes Wissen

Wenn die beiden Frauen anfangen, zu erzählen, merkt man sehr schnell, mit wie viel Wissen hier gehandelt wird. „Das Trockenfutter braucht eine lange Liegezeit im Magen, bis es aufgequollen ist“, „Zucchini ist ein wertvolles Gemüse, zuständig für den Säure-Basen-Ausgleich“, „haben Sie nach dem Impfen bei ihrem Tier einen Darmaufbau gemacht“. Und dann erzählt Stephanie Denda noch, dass sie bei ihrer eigenen Futtermarke Kokosfett verwenden, weil das bei der Erhitzung keine gefährlichen Transfette bildet. Die beiden Frauen haben selbst Feucht- und Trockenfutter entwickelt. Sie beraten in Sachen Barfen, also dem Füttern von rohem Fleisch. Und können Kunden das Inhaltskauderwelsch auf der Verpackung des Futters entschlüsseln. Wer nämlich wirklich Muskelfleisch und nicht Schnäbel und Füße verfüttern möchte, der muss aufpassen.

So eine umfassende Beratung rund ums Futter und das Tier dauert schon mal eine Stunde oder länger. Weiß getünchte Wände kombiniert mit Klinkersteinen, eine Theke mit Sitzgelegenheit laden aber auch zum Verweilen ein. Hunde sind willkommen. „Dann können wir uns gleich ein Bild von ihnen machen“, erklärt Herrmann.

Die Frauen lernten sich beim Spaziergang mit den Hunden kennen. Da hatte Herrmann bereits das Geschäft und war schon von der Brücktor- zur Bebelstraße gezogen. „Beste Kumpels“ an der Alstadener Straße ist jetzt noch mal eine Nummer größer.

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