Sorge um Sicherheit

Behörde sperrt Oberhausener Kanal-Schleuse für alle Schiffe

Die Oberhausener Schleuse wird auf Vordermann gebracht. Besichtigung der Reperaturen an der Schleuse in Oberhausen-Lirich am Mont

Die Oberhausener Schleuse wird auf Vordermann gebracht. Besichtigung der Reperaturen an der Schleuse in Oberhausen-Lirich am Mont

Foto: Lars Heidrich / Lars Heidrich / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Das ist für die Kapitäne auf dem Rhein-Herne-Kanal ärgerlich: Die Schleuse in Oberhausen muss an drei Tagen stundenweise gesperrt werden.

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Mehrere Stunden an drei Tagen muss die Liricher Schleuse in Oberhausen für die gesamte Schifffahrt auf dem Rhein-Herne-Kanal komplett gesperrt werden – am heutigen Donnerstag, am morgigen Freitag und am Montag. Das kündigte das zuständige Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Duisburg-Meiderich in einer Pressemitteilung an. Die Behörde rechnet mit erheblichem Stau an Schiffen – und mehrstündigen Wartezeiten.

Sturz in die Kammer der Schleuse möglich

Grund für die Sofort-Maßnahme: Ein 300 Kilo schwerer Brocken hat sich aus der Wand der zentralen Kammer gelöst und droht in die Kammer zu stürzen. Deshalb wurde nach Angaben der Behörde die Schleuse im Rhein-Herne-Kanal eingehend untersucht. Dabei stellten die Prüfer fest, dass der Beton der Kammerwand im oberen Bereich inzwischen so stark geschädigt ist, dass die Metallholme des Kantenschutzes nicht mehr sicher mit dem Bauwerk verbunden sind.

Sofort sind Sicherheitsarbeiten notwendig

Damit die Schleuse nicht längere Zeit stillgelegt wird, müssen sofort Sicherungsarbeiten erledigt werden. Dabei werden die losen Teile mit Stahlankern am Bauwerk neu befestigt. Da die Arbeiten vom Wasser aus durchgeführt werden, wird die Schleuse für die Schifffahrt stundenweise voll gesperrt werden.

Nach dieser ersten Sicherung wird das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt nach eigener Darstellung in den nächsten zwei Jahren den Beton umfassend sanieren. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Schleusenwände so zu ertüchtigen, dass die Schleuse problemlos viele Jahrzehnte weiter betrieben werden kann. Ohnehin wird seit Anfang März bereits das nördliche Becken umfassend saniert – bis Ende Juni.

Schwimmpoller stark beschädigt

Da die Halterungen der Schwimmpoller besonders stark beschädigt sind, können diese nicht mehr genutzt werden. Bis zum Abschluss der Sanierungsarbeiten müssen die Schiffe daher an Nischen- oder Kantenpollern vertäut werden.

Über den Rhein-Herne-Kanal wird die Industrie des Ruhrgebietes mit Rohstoffen versorgt. An den Häfen des Kanals werden jedes Jahr mehr als zehn Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. Täglich passieren 50 Schiffe die Schleuse Oberhausen.

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