Stadtentwicklung

Bebauungspläne für John-Lennon-Platz sehen mehr Grün vor

Die neuen Entwürfe für den John-Lennon-Platz erläuterten: (v.l.) Raumplanerin Meike Weimann, Stadtplaner Thomas Perian, Beigeordnete Sabine Lauxen und Rainer Mollerus (Bereichsleiter Stadtplanung).

Foto: Lars Heidrich

Die neuen Entwürfe für den John-Lennon-Platz erläuterten: (v.l.) Raumplanerin Meike Weimann, Stadtplaner Thomas Perian, Beigeordnete Sabine Lauxen und Rainer Mollerus (Bereichsleiter Stadtplanung). Foto: Lars Heidrich

OBERHAUSEN.   Die alten Bebauungspläne waren bei den Bürgern durchgefallen. Planungsdezernentin Sabine Lauxen stellte jetzt die neuen Entwürfe vor.

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Das Jugendhaus ist längst abgerissen, der Sportplatz existiert nicht mehr: Doch den drei Modellen, die eine Jury zur Bebauung am John-Lennon-Platz ausgewählt hatte, erteilten die Bürger im vergangenen Jahr eine Abfuhr. Inzwischen haben die potenziellen Investoren ihre Entwürfe überarbeitet. Planungsdezernentin Sabine Lauxen stellte jetzt die Ergebnisse vor.

Auf dem rund 14 000 Quadratmeter großen Gelände im Bereich des John-Lennon-Platzes ist der Neubau von Wohnungen sowie eine öffentliche Spiel- und Freizeitfläche geplant. Das von der Jury favorisierte Konzept des Büros Goldstein & Tratnik aus Oberhausen ordnete die Bebauung vor allem entlang der Sedanstraße an.

Häuser wirkten wie Blockade

Doch im Rahmen der Bürgerbeteiligung im Oktober 2017 hagelte es Kritik: Die Häuser wirkten wie eine Blockade, der Park sei von der Sedanstraße her kaum einzusehen. In dem überarbeiteten Entwurf verteilt das Büro die geplanten 45 Wohneinheiten zwar nach wie vor auf vier Baukörper. Die drei Mehrfamilienhäuser an der Sedanstraße stehen nun aber weiter auseinander und lassen damit einen freien Blick in den Park zu. Der Anteil der eingeplanten Grünfläche liegt unverändert bei 86 Prozent. „Doch aus dem zuvor eckigen Gelände ist nun eine abgerundete Parklandschaft geworden“, zeigt sich Lauxen überzeugt. Der zwischen Tannenberg- und Sedanstraße angeordnete Querriegel verfügt nun über vier Etagen mit Staffelgeschoss (statt viereinhalb). 16 geförderte Wohnungen und zwei Eigentumswohnungen sollen darin Platz finden. In den übrigen drei Wohngebäuden sind jeweils neun Eigentumswohnungen geplant.

Der zweitplatzierte Entwurf des Büros Wienstroer aus Neuss hatte zwei seiner drei mehrgeschossigen Gebäude in den Straßenwinkel zwischen Sedanstraße und Tannenbergstraße gelegt. Dem Wunsch der Bürger nach mehr Parkcharakter kommt das Büro im neuen Entwurf durch eine vergrößerte Grünfläche zwischen dem dritten Hausriegel an der Sedan-straße und den nördlich gelegenen Gebäuden nach. Die Tiefgarageneinfahrt an der Sedanstraße wurde auf die andere Gebäudeseite verlegt. Anwohner hatten kritisiert, dass ihnen sonst die Scheinwerfer direkt in die Wohnungen strahlen würden. Insgesamt sieht dieser Entwurf 58 Wohneinheiten vor (sechs davon öffentlich gefördert). Frei- und Grünfläche: 83 Prozent.

Auch der als zu massiv kritisierte dritte Entwurf (Dekon) plant nun mit mehr Grün an der Tannenbergstraße. Das integrierte Café ist von einer Randposition in die Mitte der Anlage gewandert (54 Wohneinheiten, sechs davon öffentlich gefördert in vier Gebäuden; Frei- und Grünfläche: ca. 80 Prozent).

>>> BÜRGERVERSAMMLUNG AM 26. APRIL

Alle Entwürfe werden bei einer Bürgerversammlung am Donnerstag, 26. April, 18 Uhr, im Kath. Stadthaus, Elsa-Brändström-Str. 11, vorgestellt. Bürgerhinweise fließen in das Bebauungsplanverfahren ein.

Bis zum 27. April sind die neuen Entwürfe im Rathaus, Schwartzstr. 72, sowie im Technischen Rathaus, Bahnhofstr. 66, zu sehen. Anregungen auch an: meike.weimann@oberhausen.de

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