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Babcock-Insolvenz: Gespräche mit möglichen Investoren laufen

Das alte Babcock-Gelände an der Duisburger Straße mit den Werkshallen der Babcock Production Solutions AG.

Das alte Babcock-Gelände an der Duisburger Straße mit den Werkshallen der Babcock Production Solutions AG.

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

Oberhausen.  Die insolvente Babcock Productions Solutions AG soll nach Möglichkeit saniert werden. Ansprüche der Mitarbeiter sind bis Ende 2019 gesichert.

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Nach dem überraschenden Insolvenzantrag der erst vor einem Jahr gegründeten Babcock Production Solutions AG läuft nun die Suche nach möglichen Investoren. Das teilt Insolvenzverwalter Dirk Hammes mit. Ein kleiner Hoffnungsschimmer für den Erhalt der mehr als 80 Arbeitsplätze.

Ziel ist laut Hammes eine sogenannte übertragende Sanierung, bei der eine Auffanggesellschaft gegründet wird. Die Vermögensgegenstände des insolventen Anlagen- und Maschinenbauers sollen dabei verkauft werden, Gespräche mit potenziellen Investoren laufen bereits.

Insolvenzantrag im Oktober gestellt

Mitte Oktober hatte das Babcock-Unternehmen einen Insolvenzantrag gestellt. Für Mitarbeiter und Gewerkschafter ein großer Schock, denn die Auftragsbücher seien nach Angaben der IG Metall mit 80 Prozent gut gefüllt gewesen. Erst vor rund einem Jahr ist die Babcock Production Solutions AG gegründet worden, nachdem auch das Babcock Fertigungszentrum mit 140 Mitarbeitern in die Insolvenz gerutscht war.

Hinter der Gründung stand eine deutsch-vietnamesische Investorengruppe, die aber laut Insolvenzverwalter Hammes nun nicht mehr bereit ist, das aus ihrer Sicht verlustreiche Geschäft weiter aufrecht zu halten. Der AG fehle es an Betriebskapital.

Betroffen sind 82 Arbeitnehmer und ein Auszubildender

„Wir haben uns einen umfassenden Eindruck über den Zustand verschafft und sind weiterhin zuversichtlich, eine tragfähige Lösung für den Erhalt des Betriebs und der Arbeitsplätze zu finden“, sagt Dirk Hammes weiter. „Die Babcock Production Solutions AG verfügt über eine stabile Substanz und ein aussichtsreiches Geschäftsmodell mit guten Zukunftspotenzialen.“ Für einen Investor mit Branchenerfahrung könne die Gesellschaft ein interessantes Objekt darstellen, „um eine Nische zu besetzen oder unternehmerische Synergien zu heben.“

Die Sanierung eines Unternehmens sei immer vorrangiges Ziel, „das wir häufig auch erreichen“, sagt Hammes. Dabei stünden auch immer die Mitarbeiter im Fokus. Der Erhalt von Arbeitsplätzen sei bei jeder Sanierung ein wesentliches Ziel, und um die finanzielle Versorgung der Arbeitnehmer im laufenden Insolvenzverfahren sicherzustellen. Die Ansprüche der Arbeitnehmer sind vorerst bis Ende Dezember 2019 gesichert. Von der Insolvenz der Babcock Production Solutions AG sind 82 Arbeitnehmer und ein Auszubildender betroffen.

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